30.09.2025 09:53
Rudern
0,02 Sekunden fehlen: Günther & Soltau verpassen Gold um Haaresbreite
RVW-Ruderer bei Norddeutschen Meisterschaften gefragt / Medaillenjagd in Hamburg

Lasse Günther (li.) und Carl-Ludwig Soltau (Mitte) mit Trainerin Julia Klemm. Foto: RV Weser Hameln.
Am vergangenen Wochenende fanden in Hamburg auf der Regattastrecke Allermöhe die Norddeutschen Meisterschaften im Rudern statt. Mit dabei auch die U19 Sportler des RVW. Carl-Ludwig Soltau und Lasse Günter gingen in verschiedenen Bootsklassen auf Medaillen-Jagd.
Den Start machten die beiden im Junioren-Zweier ohne Steuermann. „Für beide in dieser Bootsklasse eine neue Erfahrung zusammen“, kommentierte Landesstützpunkt-Trainerin Julia Klemm. Nach einer Abmeldung am Morgen und dem Ausfall des Vorlaufes hatte das Duo vorab keine Möglichkeit, die Strecke zu testen. So war ihr erstes Rennen gemeinsam in dieser Bootsklasse gleich das Finale.
„Dass sie als Duo funktionieren, haben die beiden bereits vor vier Wochen auf den Landesmeisterschaften gezeigt, wo sie vier Titel gewannen. Nach einem sehr guten Start konnten sie sich nun im Zweier ohne an die Spitze des Feldes legen“, betonte Klemm.
Einzig und allein das Boot der RG Hansa Hamburg wurde ihnen gefährlich. So duellierten sich die beiden Boote Bug an Bug bis auf die Ziellinie. In einem Fotofinish wurde dann deutlih: 0,02 Sekunden an Gold vorbei. „Nach kurzem Ärgern folgte während der Siegerehrung aber die Freude über die Silbermedaille“, unterstrich die Trainerin.
Am nächsten Tag ging es für das junge Duo in der offenen Klasse im Männer-Doppelzweier an den Start. Dort trafen die beiden auf international erfahrene Ruderer und mussten sich gegen diese durchsetzen. „Mit einem starken Einzug ins Finale kam die Motivation auf, jetzt alles zu geben und die 'Großen' richtig zu ärgern. So wurde im Rennen alles darauf gesetzt, vorne mitzufahren“, merkte Klemm an.
Nach dem Start lagen die beiden auf Platz zwei und konnten sich über die ersten 500m in den Medaillenrängen halten. Danach war die Konkurrenz jedoch zu stark und Carl und Lasse kamen auf Platz sechs ins Ziel. „Was für die beiden jedoch ein großartiges Ergebnis in der offenen Altersklasse ist und auch von den Gewinnern des Rennens am Steg noch einmal persönlich gelobt wurde“, machte Klemm deutlich.
Zum Abschluss der Regatta ging es dann im Doppelzweier in ihrer Altersklasse über die 1000m-Strecke. Bereits ab Start setzten sich die beiden vom Rest des Feldes ab und dominierten das Rennen souverän. Im Ziel hatten sie einen Vorsprung von über fünf Sekunden auf ihre Verfolger und durften sich zufrieden die Medaille am Siegersteg abholen.
Der RVW-Nachwuchs war am Samstag auf dem Maschsee unterwegs und konnte dort einige Siege errudern und absolvierte letzte Tests für die kommende Sprint-DM. Nun geht es in die letzten Vorbereitungen für die Deutsche Sprint-Meisterschaft in zwei Wochen in Wiesbaden, wo die U17, U19 und die Sprintmannschaft des RVW um die Medaillen mitrudern wollen.
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