02.06.2025 11:42

Rollkunstlauf


Bronze! Heimische Rollkunstläufer auf großer EM-Bühne erfolgreich

Sechs heimische Sportlerinnen und Sportler in Saragossa am Start
Lene Boesing Eyluel Guengoerdue Celina Behrendt Kian Varan Darian Asmussen Jelko van Aaken
Bei der EM dabei (v.l.): Lene Bösing, Eylül Güngödü, Celina Behrendt, Kian Varan, Darian Asmussen und Jelko van Aaken. Foto: privat.
Vom 22. bis zum 24. Mai fanden im spanischen Saragossa die Rollkunstlauf Europameisterschaften für Showgruppen und Formationen statt. Mit dabei war das Junioren-Quartett „The Limitless Four“ mit Darian Asmussen, Lene Bösing (beide RST Hummetal), Jelko van Aaken, Eylül Güngördü und Kian Varan (SC Hameln- Hilligsfeld). Begleitet wurden die Fünf von den beiden Trainerinnen Marion van Aaken und Denise Varan. Ebenfalls am Start war die Meisterklasse-Formation „Dream Team“ mit Celina Behrendt (VfR Aerzen). Für das Quartett war dies die erste Teilnahme an einer Europameisterschaft. Daher war die Freude besonders groß, als Anfang April vom Verband die Nominierung bekannt gegeben wurde, nachdem die Fünf bei den Deutschen Meisterschaften Ende Februar in Kiel erfolgreich den Titel gewonnen hatten.

„Nachdem sich die Gruppe mehrere Wochen beim Training zu Hause intensiv auf die Meisterschaft vorbereitet hatte, ging am Mittwoch der Flieger nach Girona. Für das Quartett stand am Donnerstag intensives Trockentraining auf dem Programm, bevor es am Abend zur Eröffnungsfeier in die Wettbewerbshalle ging, um schonmal ein bisschen Europameisterschaftsstimmung zu schnuppern“, verriet VfR Aerzen-Sprecherin Andreas Pieper.
Am Freitagvormittag stand das offizielle Training an, welches einen Umfang von 15 Minuten hatte. „Das Quartett musste sich hier erstmals an die Lauffläche gewöhnen, die größer war als die der heimischen Trainingshallen. Mit Startnummer drei ging es am frühen Abend in den Wettbewerb. Hier war die Aufregung sehr groß, da es für alle fünf die erste Europameisterschaft war. Während des Laufs ließen sie sich ihre Aufregung aber überhaupt nicht anmerken und liefen ein souveränes Programm zum Thema 'Avatar- die vier Elemente'“, fuhr Pieper fort.

In der dreiminütigen Kür gab es drei Elemente zu absolvieren. Nach einem guten Lauf mit synchronen Schritten und spektakulären Hebungen erreichten „The Limitless Four“ eine Punktzahl von 18,34 Punkten. Insgesamt erreichten sie Platz zehn mit nur 0,32 Punkten weniger als Platz neun. „Die anderen Teams, die größtenteils aus Spanien, Italien und Portugal kamen, haben schon in den Vorjahren an Europameisterschaften teilgenommen und hatten daher schon mehr Erfahrung. Für die fünf war diese Europameisterschaft ein sehr eindrucksvolles Erlebnis, bei dem sie sehr viele wichtige Erfahrungen sammeln konnten“, resümierte Pieper.

Für das „Dream Team“ mit Celina Behrendt startete die Reise nach Spanien am vergangenen Donnerstag. Da das Team auch vor Ort keine richtigen Trainingsmöglichkeiten hatte, trainierte es zwei Tage vor Abflug sehr intensiv in Hamburg. Hier trainierten sie mit Heimtrainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik, die aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Spanien mitreisen konnte. In Spanien wurde das Team von Laura Schäfer aus Hanau unterstützt, die bis zur Saison im Vorjahr viele Jahre Erfahrung selbst als Formationsläuferin gesammelt hat.

Für das „Dream Team“ stand am Samstagmittag das offizielle Training an. „Anders als das Quartett, welches sich an die größere Fläche gewöhnen musste, kam dem Team die Fläche kleiner vor, da sie zuvor in Hamburg auf einer sehr großen Eisbahn trainiert hatten“, machte die Sprecherin deutlich. Da das Team im Vorjahr die Europameisterschaft gewonnen hatte, bekam es die letzte Startnummer für den Wettbewerb am frühen Abend.

Es war der erste Wettbewerb, bei dem die neue Kür zum Thema „Echoes of life“ präsentiert wurde. „Das Team lief ein sehr ordentliches und für die Läuferinnen zufriedenstellendes Programm. Allerdings hatte sich das Team im Vergleich zu anderen Wettbewerben ein bisschen zurückgehalten, was den Schwung anging“, so Pieper. Am Ende erreichte das „Dream Team“ mit 65,07 Punkten den Bronzerang - mit nur 0,39 Punkten weniger knapp hinter dem italienischen Team „Sincro Roller“ und dem italienischen „Monza Precision Team“. „Nach einer kurzen Trainingspause geht für das „Dream Team“ weiter an die Vorbereitung auf die nationalen Wettbewerbe“, so Pieper abschließend.
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