11.02.2025 15:17
Rollkunstlauf - Interview
Mehr als zehn Jahre auf Rollen: Oppermann träumt von der EM
„Es ist ein Sport, in dem man lernt, ehrgeizig sein zu müssen“

Lilly-Ann Oppermann (unten links) war im vergangenen Jahr beim Europa-Cup in Zürich dabei. Foto: privat.
Schon seit vielen Jahren bringen die heimischen Rollkunstlaufvereine immer wieder hochveranlagte Läuferinnen und Läufer aufs Parkett. Eines dieser großen Talente ist Lilly-Ann Oppermann vom Skating-Club Hameln-Hilligsfeld. Trotz jungen Alters blickt die Rollkunstläuferin bereits auf jahrelange Erfahrung auf den Rollen zurück und sammelte nicht nur im vergangenen Jahr einige Medaillen und Bestleistungen. Im Interview verrät sie, von welchen Zielen sie träumt und was sie an ihrem Sport so fasziniert.
In Sachen internationale Einsätze gehörst Du mindestens hier in der Region zu den ganz Großen. 2023 Europa-Cup in Kroatien, 2024 Europa-Cup in Zürich – auf was dürfen wir uns in 2025 freuen?
„Ich hoffe, dass ich dieses Jahr zum ersten Mal für die Europameisterschaft nominiert werde. Das ist mein größter Traum, auf den ich schon seit Jahren hinarbeite.“
Trotz Deines jungen Alters hast Du schon auf so mancher Veranstaltung für Überraschungen gesorgt. Was ist Dein persönliches Sporthighlight 2024?
„Mein größtes Highlight im Jahr 2024 war, dass ich deutsche Vizemeisterin geworden bin und beim Europacup in Zürich teilnehmen durfte.“
Du hast uns einmal erzählt, dass Du bereits seit vielen Jahren auf den Rollen zuhause bist. Wie bist Du damals zu diesem Sport gekommen – und was hält Dich so viele Jahre später noch immer bei ihm?
„Ich betreibe den Sport seit meinem vierten Lebensjahr. Damals war ich mit meiner Mutter zum Kinderturnen und im Anschluss war immer Rollschuh-Training, was mich immer begeistert hat. Ich habe es mir jeden Donnerstag nach meinem Kinderturnen angeschaut. Ich musste aber warten, bis ich endlich in die Rollschuhe gepasst habe, da ich eine sehr kleine Schuhgröße hatte und es Rollschuhe erst ab Größe 25 gibt. Im Februar 2013 habe ich endlich in die kleinsten Rollschuhe gepasst und ab dem Zeitpunkt bin ich regelmäßig zum Training gegangen. Es begeistert mich nach wie vor, Sprünge und Pirouetten zu trainieren und an meine Grenzen zu kommen. Mein größer Wunsch ist es, endlich den Doppel-Axel zu stehen!“
Aufgrund Deiner Leistungen bist Du regelmäßig in ganz Deutschland unterwegs, um an verschiedenen Rollkunstwettbewerben teilzunehmen. Wie ist dieser zeitliche Aufwand mit Schule und Freizeit vereinbar?
„Der zeitliche Aufwand ist sehr groß und mit der Schule manchmal auch sehr schwierig zu vereinbaren, aber mit der Freizeit habe ich nicht so große Probleme, da meine Freunde auch Rollschuh fahren.“
Jede/Jeder Sportbegeisterte sollte einmal in den Rollkunstlauf hineinschnuppern, weil...?
„...es faszinierend, individuell und facettenreich ist. Es ist ein Sport, in dem man lernt, ehrgeizig sein zu müssen, an seine Grenzen zu gehen und sie zu meistern. Das Training ist individuell: Konditionstraining, Ausdauertraining, Trockentraining, Schritt-Training, Sprünge- und Pirouettentraining gehören zur Tagesordnung. Heißt also, es wird nie langweilig.“
Kommentare