09.03.2026 15:09

Judo


Gold-Regen für die Red Judo Dragons: ID-Judoka überzeugen in Braunschweig

Daniel Wissel: „Die Anspannung war groß"
Judo Red Dragons Daniel Wissel
Die Red Judo Dragons vom TC Hameln feierten viele Erfolge am vergangenen Wochenende. Foto: Privat.

Am vergangenen Samstag machten sich vier Judoka der Red Judo Dragons des TC Hameln mit ihrem Trainer Daniel Wissel auf den Weg nach Braunschweig zum 30. Landesturnier der ID-Judoka. Trainer Daniel Wissel beschrieb den Tag: „An diesem sonnigen Tag war die Stimmung gut, aber die Anspannung groß. Besonders bei denen, die das erste oder zweite Mal dabei waren.”
Niclas Öhm, der zum ersten Mal antrat, gewann in seiner Gruppe den ersten Platz. „Niclas bekundete, dass er in Zukunft wieder kämpfen möchte”, so Wissel. Jonas Meyer, der zum zweiten Mal kämpfte, gewann in seiner Gruppe den dritten Platz. „Auch Jonas Meyer wird in Zukunft wieder kämpfen”, erklärte Wissel. Jasmin und Noah Rupprecht wurden einen Tag vor dem Turnier mit ihrem Trainer Daniel Wissel von der IDEM und den Special Olympics Länderspielen für ihre Leistungen aus dem vergangenen Jahr geehrt. Am Turniertag sicherten sich beide in ihren Gruppen den ersten Platz. „Jonas Meyer, Jasmin Rupprecht und Noah Rupprecht werden am 9. Mai in Hannover bei der Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaft starten”, gab Wissel bekannt.

„Die mitgereisten Eltern zeigten sich begeistert von der Organisation, der Betreuung und dem starken Zusammenhalt. Dieser Zusammenhalt beschränkte sich nicht nur auf das eigene Team, sondern schloss alle Kämpfer mit ein. Man kennt sich untereinander bereits durch den von mir geleiteten Landeskader, den Herbstlehrgang sowie weitere Veranstaltungen für ID-Judoka in Niedersachsen. Aufgrund der Teilnahme von Kämpfern aus Hamburg und Berlin hatte das Turnier fast schon den Charakter einer Norddeutschen Meisterschaft.“

Persönlicher Rückblick einer mitgereisten Mutter:
„Gestern war Niclas’ erster Judo-Wettkampf – ein richtig aufregender Tag für uns alle, besonders weil es sein erster richtiger Wettkampf war.

Wir waren total gespannt, was auf uns zukommt, da Niclas die ganze Zeit vorher angeschlagen war und kaum richtig trainieren konnte. Er selbst war extrem angespannt und man merkte: Am Ende kommt raus, was rauskommt – pure Unsicherheit, aber auch Vorfreude. Die Atmosphäre war elektrisch, ein erstes Erleben, das man nie vergisst.

Bei Wettkämpfen für Menschen mit Behinderung ist alles anders – die Wahrnehmung, die Emotionen und die ganzen Vibes. Die Stimmung fühlt sich herzlicher und intensiver an, voller Unterstützung und echter Freude, nicht so druckbeladen wie anderswo.

Niclas hat seinen Kampf gewonnen. Ein genialer Abschluss, purer Stolz und ein unvergesslicher Tag für ihn, für uns und das ganze Team.

Danke an das gesamte Trainerteam, ihr macht das toll und Niclas hat seinen Sport gefunden.”
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