Bei den Red Judo Dragons des TC Hameln gab es am vergangenen Samstag besonderen Anlass zur Freude: Zum Jahresabschluss trafen sich rund 40 ID-Judoka - Athleten und Athletinnen mit körperlicher oder geistiger Behinderung - aus ganz Niedersachsen zum letzten Kadertraining des Jahres in Hameln.

Die beiden Ausgezeichneten Svenja Liermann und Daniel Wissel. Foto: Privat.
Noch vor dem Trainingsstart sorgte der Behindertensportreferent des Niedersächsischen Judo-Verbandes, Martin Frey, für eine Überraschung. Gemeinsam mit NJV-Präsident Julian Jelinsky zeichnete er die beiden Landestrainer Svenja Liermann vom Blau-Weiß Buchholz und Daniel Wissel von den Red Judo Dragons mit der Leistungsnadel in Gold aus. Gewürdigt wurden sie für die Verbreitung und den Aufbau des Judosports durch ihre Arbeit seit 2018 im ID-Landeskader und die daraus hervorgehenden Erfolge. Eine Arbeit, die zahlreiche Erfolge hervorgebracht hat, darunter mehrere Deutsche Meistertitel und sogar Europatitel.
Im Anschluss folgte das vierstündige Training, das sich wie gewohnt in drei Einheiten gliederte: Standkampf, Bodenkampf und Fitness. Daniel Wissel erzählte: „Der Platz war zwar etwas knapp, aber mit Übersicht und Kooperation konnten alle gut und ohne Verletzungen trainieren. Alle waren von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert und fleißig dabei und einige sind über sich hinaus gewachsen. Eine Besonderheit bei diesen Kadertrainings ist, dass nicht nur die ID-Judoka teilnehmen, sondern auch Interessierte ohne Behinderung. Die müssen sich ganz schön anstrengen, um da mitzuhalten”, erklärte Wissel
Von den Red Judo Dragons waren insgesamt neun Mitglieder vor Ort, darunter drei Trainer und vier ID-Judoka. Ein Highlight gab es laut Wissel aber noch nach dem Training: „Wie auch schon letztes Jahr gingen fast alle noch zusammen auf den Hamelner Weihnachtsmarkt, um noch ein wenig zu quatschen, was zu essen und zu trinken. So etwas schweißt ein Team immer mehr zusammen.”, so Wissel abschließend.
Für die Red Judo Dragons stehen in diesem Jahr noch zwei Highlights an: das interne Nikolausturnier, an dem sogar die jüngsten Judoka ab drei Jahren teilnehmen, sowie anschließende Gürtelprüfungen.
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