12.03.2026 10:02

Schwimmen


Deutschland-Cup im Rennrutschen: Team „Rutsch Freunde“ trotzt personeller Not

Markus Schwarz: „Ich bin mit der Leistung unseres Teams sehr zufrieden"
Rutsch Freunde Deutschland Cup
Die Rutsch Freunde Hameln. Foto: Privat.

Auch in diesem Jahr hatten die Teilnehmer wieder die Möglichkeit, sich über verschiedene Meisterschaften in der gesamten Bundesrepublik für das große Finale des Deutschland-Cups im Rennrutschen zu qualifizieren. Am 7. März 2026 fand dieses Finale erneut im Vitamar in Bad Lauterberg statt, dem gleichen Austragungsort wie bei der letzten Meisterschaft. Viele qualifizierte Teilnehmer reisten an, um sich auf der Wettkampfrutsche miteinander zu messen. „Neben den sportlichen Leistungen stand auch der Austausch innerhalb der Rennrutsch-Szene im Mittelpunkt. Viele bekannte Gesichter trafen sich wieder, gleichzeitig konnten auch neue Teilnehmer kennengelernt werden", erklärte Rutsch Freunde-Sprecher Markus Schwarz.
Auch das Team Rutsch Freunde war an diesem Tag mit von der Partie. Allerdings musste das Team bereits im Vorfeld mehrere personelle Ausfälle verkraften. Krankheits- und arbeitsbedingte Absagen sorgten dafür, dass einige geplante Starter nicht antreten konnten.

In der Herrenklasse WK1 fiel Artur Scherle krankheitsbedingt aus. Auch Sven Schubert, dessen Start lange offen gewesen war, konnte aufgrund terminlicher Verpflichtungen nicht teilnehmen.

In der Herrenklasse WK2 musste das Team außerdem auf Sven Dethlefsen verzichten. Dethlefsen hatte bereits 2013 mit Silber im Tropicana Stadthagen sowie Gold in Bückeburg auf sich aufmerksam gemacht, musste sein geplantes Comeback jedoch aufgrund beruflicher Verpflichtungen zunächst verschieben.

Auch Team-Coach Markus Schwarz verzichtete auf einen Start beim Wettkampf. Er hatte ursprünglich geplant, in der Herrenklasse WK2 (Amateure) anzutreten, was laut Ausschreibung grundsätzlich möglich gewesen wäre. Der Verband sprach jedoch eine Wettkampfsperre für diese Wertungsklasse aus, da Schwarz über umfangreiche Erfahrung im Rennrutschen verfüge und dadurch ein möglicher Nachteil für Neueinsteiger gesehen wurde. Stattdessen wurde ihm ein Start in der Profi-Kategorie angeboten, woraufhin Schwarz auf eine Teilnahme verzichtete.

„Bei den Profis kann ich aufgrund meines Alters und meiner sportlichen Leistung aktuell nicht mehr mithalten. Deshalb wollte ich einen Start bei den Amateuren wagen. Aufgrund meiner Erfahrung wurde mir dies jedoch nicht erlaubt, was ich im Sinne der Fairness für Neueinsteiger auch nachvollziehen und akzeptieren kann“, erklärte Markus Schwarz kurz zur Situation.

Auch im Damenfeld gab es Ausfälle: Nadine Kirkskothen und Hanna Spenst mussten krankheitsbedingt absagen. Damit ging das Team mit einem deutlich verkleinerten Aufgebot in den Wettkampf, stellte sich der starken Konkurrenz jedoch mit großem Einsatz.

Herren WK 1 (Profis)

In der Herren WK1 (Profis) ging Tim Biel für das Team Rutsch Freunde an den Start. In einem starken Teilnehmerfeld belegte er am Ende den 11. Platz. Seine Bestzeit lag bei etwa 9,30 Sekunden. „Obwohl ihm die Strecke – insbesondere die Rutsche – eigentlich gut liegt, war an diesem Tag leider nicht mehr herauszuholen. Dennoch zeigte Tim konzentrierte Läufe und hielt im anspruchsvollen Teilnehmerfeld gut mit”, so Schwarz.

Herren WK 2 (Amateure)

In der Herren WK2 (Amateure) konnten sich die Rutsch Freunde gleich mit zwei Startern in den Top-10 platzieren. Björn Brodkorb erreichte den 7. Platz mit einer Bestzeit von rund 9,39 Sekunden. Nach einer vielversprechenden Vorrunde verletzte er sich jedoch an der Schulter, wodurch er den Schwung aus den ersten Läufen leider nicht vollständig mit ins Finale nehmen konnte. Komplettiert wurde das Team in dieser Wertungsklasse von Waldemar Spenst, der mit dem 9. Platz ein gutes Ergebnis erzielte. Damit gelang es dem Team Rutsch Freunde, in dieser Klasse gleich zwei Athleten unter den Top-10 zu platzieren und eine geschlossene Mannschaftsleistung zu zeigen.

Damen WK 1 (Profis)

Für das Team Rutsch Freunde ging Bettina Habenicht an den Start. „Bereits im Training vor dem eigentlichen Wettkampf entwickelte sie ein gutes Gefühl für die Strecke und erreichte Zeiten von 9,50 Sekunden und 9,55 Sekunden”, erklärte der Sprecher. Im ersten Wertungslauf kam sie auf 9,57 Sekunden, im zweiten Lauf stoppte die Zeit bei 9,68 Sekunden, gefolgt von 9,67 Sekunden im dritten Lauf.

Im Finale konnte sie sich nochmals steigern. Zunächst erreichte sie 9,63 Sekunden, bevor ihr im letzten Lauf mit 9,49 Sekunden eine deutliche Verbesserung gelang. Damit sicherte sie sich den dritten Platz in ihrer Wertungsklasse. „Insgesamt stellt dieses Ergebnis eine klare Verbesserung im Vergleich zu ihren Wettkampfzeiten der letzten Meisterschaften dar. Besonders der letzte Lauf fühlte sich für sie sehr gut an, auch wenn sie selbst noch Potenzial im Startbereich sowie in der Linienführung auf der Rutsche sieht”, blickte Schwarz zurück.

Kinder bis 15 Jahre

Auch in der Kinderwertung war das Team Rutsch Freunde vertreten. „Simon Spenst zeigte eine starke Leistung und erreichte einen guten fünften Platz. Damit konnte auch der Nachwuchs des Teams ein erfreuliches Ergebnis beim Deutschland-Cup-Finale erzielen”, erzählte Schwarz.

Teamwertung

Auch in diesem Jahr wurde wieder eine Teamwertung durchgeführt. Trotz der zahlreichen Ausfälle gelang es dem Team Rutsch Freunde, sich im Teilnehmerfeld zu behaupten und den fünften Platz zu erreichen. „Angesichts des deutlich verkleinerten Aufgebots kann das Team mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits nach vorne: Mit einem vollständigen Team hoffen die Rutsch Freunde, im kommenden Jahr wieder unter den besten drei Teams zu landen”, bilanzierte Schwarz.

Fazit

„Ich bin mit der Leistung unseres Teams sehr zufrieden, vor allem wenn man bedenkt, dass wir kurz vor dem Wettkampf mehrere Ausfälle verkraften mussten“, erklärte Team-Coach Markus Schwarz, der fortführte: „Trotz des verkleinerten Aufgebots haben unsere Starter eine engagierte Leistung gezeigt und wir konnten mehrere gute Platzierungen erreichen. Besonders freut mich, dass wir in der Teamwertung trotzdem noch einen guten fünften Platz erreichen konnten. Mit einem vollständigen Team möchten wir im kommenden Jahr natürlich wieder stärker angreifen und hoffen, erneut unter den besten drei Teams zu landen. Der Wettkampf hat wieder einmal gezeigt, wie spannend und eng es im Rennrutschen zugeht. Jetzt heißt es: weiter trainieren und beim nächsten Wettkampf wieder alles geben – also trainiert fleißig und rockt die Röhre!"
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