28.11.2025 13:08

Schwimmen


Gipfeltreffen in Scharbeutz: Rutsch Freunde beweisen Kampfgeist in starken Umfeld

Die 25. Deutsche Meisterschaft im Wettrutschen stand an.
Team Rutsch Freunde
Glückliche Gesichter bei den Rutsch Freunden. Foto: Privat.

von Markus Schwarz

Am Samstag, dem 22. November 2025, verwandelte sich die Ostsee Therme in Scharbeutz in einen Schauplatz sportlicher Höchstleistungen: Die 25. Deutsche Meisterschaft im Wettrutschen stand an. Aus ganz Deutschland strömten die besten Rutscherinnen und Rutscher an die Ostsee, und sogar aus Norwegen waren die schnellsten Vertreter ihres Landes angereist, um sich der Herausforderung zu stellen. Auch die Rutsch Freunde stellten ein Team. „Ich war sehr gespannt auf die Leistungen unserer Mannschaft, zumal wir in diesem Jahr zwei Rückkehrer begrüßen konnten“, sagte Team-Coach Markus Schwarz. Der Wettkampf wurde in vier Klassen ausgetragen: Team, Damen, Herren bis 84,9 kg und Herren ab 85 kg. Mehr als 100 Teilnehmende versuchten, die 145 Meter lange Rutsche „Green Mamba“ möglichst schnell zu bewältigen.


Teamwertung

Wie in jedem Jahr war auch diesmal die Teamwertung eine hart umkämpfte Kategorie. Hier werden die drei stärksten Rutscher und Rutscherin eines Teams gewertet. In diesem Jahr waren die besten Teams wieder voll besetzt. „Hier ging es dann tatsächlich darum, an diesem Tag die beste Form abzuliefern”, erklärte Schwarz. Auch ein norwegisches Team wurde zusammengestellt, was eine sehr starke Leistung lieferte.

Die Rutsch Freunde gingen in der Teamwertung mit einer starken Besetzung an den Start. Mit Tim Biel, Artur Scherle, Markus Schwarz sowie den Rückkehrern Sven Schubert und Maik-Christian Welbing erreichte das Quintett eine Gesamtzeit von 110,025 Sekunden. „Eine beeindruckende Leistung. Mit dieser Zeit hätten wir beispielsweise im Jahr 2017 den Mannschaftstitel gewonnen; damals lag die Siegerzeit bei 111,242 Sekunden”, so Schwarz.

In diesem Jahr jedoch war die Konkurrenz außergewöhnlich stark und die Tagesform entschied über die Platzierungen. Die Favoritenteams bestätigten ihre Erwartungen. Der Meistertitel ging an das Team „2fast4u“, gefolgt von „Norway 1“ auf dem zweiten Platz. Rang drei sicherten sich die „Rutschgranaten“, die nach zwei krankheitsbedingten Ausfällen bei den vergangenen Meisterschaften ein überzeugendes Comeback hinlegten. Die Rutsch Freunde belegten am Ende einen guten fünften Platz unter insgesamt 23 Mannschaften – ein Ergebnis, das auch die dynamische Weiterentwicklung des Sports unterstreicht.

„Die Teamwertung war hart umkämpft. Wir sind mit unserer Leistung zufrieden und konnten wertvolle Erfahrungen sammeln. Im nächsten Jahr wollen wir angreifen und das Podium erreichen. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner“, erklärte Markus Schwarz.


Damen

Bei den Damen konnte Bettina Habenicht von den Rutsch Freunden in diesem Jahr nicht an ihre Platzierung aus der vergangenen Saison anknüpfen. 2024 hatte sie noch den zweiten Rang erreicht. Diesmal jedoch war insbesondere der Bereich zwischen Platz zwei und sechs äußerst hart umkämpft.

Im Vorlauf sicherte sich Bettina zunächst einen vielversprechenden dritten Platz. Für das Finale wurden jedoch alle Zeiten annulliert. Im ersten Finallauf etablierte sie sich anschließend auf Rang vier, nur wenige Hundertstel hinter der Drittplatzierten.

Im abschließenden Lauf erzielte sie zunächst eine Zeit von 19,547 Sekunden, die jedoch als Fehlversuch gewertet wurde, sodass der Lauf wiederholt werden musste. In der Wiederholung konnte Bettina ihre vorherige Leistung nicht bestätigen und somit nicht mehr in den Kampf um das Podest eingreifen. „Solche Läufe kosten uns sehr viel Kraft – diese hat Bettina am Ende gefehlt“, erklärte Markus Schwarz.

Melina Döring verteidigte an diesem Tag erfolgreich ihren Titel. Für Bettina blieb am Ende ein respektabler vierter Platz. „Wäre der erste Lauf anerkannt worden, hätte sie den zweiten Rang erreicht. Dennoch muss sie sich mit diesem Ergebnis keineswegs verstecken. Das Teilnehmerfeld war in diesem Jahr deutlich stärker besetzt als in den Vorjahren: Vier leistungsstarke Athletinnen aus Norwegen gingen an den Start, zudem ließ Bettina mehrere bekannte Top-Rutscherinnen vergangener Meisterschaften hinter sich. Insgesamt verlief die Saison für sie äußerst erfolgreich.”, so Schwarz, der abschließend bilanzierte: „Wir sind gespannt, wie es im kommenden Jahr weitergeht und ob sie bei der Norddeutschen Meisterschaft den Titel angreifen kann. Das ist ihr persönliches Ziel – in dieser Saison ist sie nur knapp am Titel vorbeigeschrammt.“


Herren bis 84,9 kg

Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften konnten die Rutsch Freunde in dieser Wertungsklasse keinen Starter stellen. Manuel Haering musste kurzfristig passen. Der Titel ging an diesem Tag an Ron-Hendrik Hechelmann, der sich mit einer starken Leistung erstmals zum Deutschen Meister krönte.

„Wir konnten in dieser Kategorie zwar nicht antreten, umso mehr freue ich mich jedoch darüber, dass ein langjähriger Rutschkamerad seinen ersten deutschen Meistertitel feiern konnte – und das mit einer überzeugenden Vorstellung. Herzlichen Glückwunsch, lieber Ron.“, erzählte Schwarz.


Herren ab 85 kg

In dieser Wertungsklasse konnten die Rutsch Freunde in diesem Jahr zwei große Comebacks feiern. Mit der Rückkehr von Sven Schubert, der bereits mehrfach den deutschen Meistertitel gewonnen hat, sowie Maik-Christian Welbing, der für Überraschungen bekannt ist, war der alte Kern der Rutsch Freunde wieder komplett.

Besonders in dieser Wertungsklasse zeigte sich, wie stark die Leistungsdichte in den letzten Jahren gestiegen ist: „Um hier einen Titel zu gewinnen, reicht es längst nicht mehr, mit einer Zeit im 18-Sekunden-Bereich durchs Ziel zu kommen – inzwischen werden Zeiten im 17-Sekunden-Bereich gefordert.”, schilderte Schwarz. Den Titel sicherte sich in diesem Jahr Cedric Köhnke.

Dennoch konnten die Rutsch Freunde in der „Königsklasse des Rutschens“ ein respektables Ergebnis erzielen: Sven Schubert, Artur Scherle, Maik-Christian Welbing, Tim Biel und Markus Schwarz belegten die Plätze fünf, elf, zwölf, 14 und 22.

„Vier von fünf Rutschern der Rutsch Freunde waren in den Top 15 vertreten – darauf können wir stolz sein. Die kommenden Jahre werden spannend, um zu beobachten, wie sich diese Klasse weiterentwickelt“, kommentierte Markus Schwarz.

Abschließend fand Schwarz folgende Worte: „Beim diesjährigen Rutsch-Wettkampf konnten wir unsere Leistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Sowohl technisch als auch konditionell waren klare Fortschritte erkennbar, was sich in besseren Einzelzeiten und einem insgesamt stärkeren Mannschaftsauftritt widerspiegelte. Trotz dieser Leistungssteigerung reichte es in der Endabrechnung jedoch nur für den fünften Platz in der Mannschaftswertung – im vergangenen Jahr belegten wir noch den vierten Rang. Dies zeigt, dass auch die Konkurrenz ein hohes Niveau hatte und sich ebenfalls weiterentwickelt hat. Insgesamt können wir dennoch zufrieden sein: Die positive Entwicklung innerhalb unseres Teams ist klar sichtbar, und darauf wollen wir in den kommenden Wettkämpfen weiter aufbauen“, erklärte Team-Coach Markus Schwarz. „Es ist einfach großartig, wie sich der Rutschsport entwickelt und der Spaß am sportlichen Wettkampf eine immer größere Begeisterung hervorruft. Wir wünschen der Ostsee Therme auch für die nächsten 25 Jahre Erfolg mit der Deutschen Meisterschaft. Daher kann ich zum Abschluss der Saison nur sagen: Trainiert fleißig weiter und rockt die Röhre!“



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