30.06.2020 09:46

Schwimmen


Deutscher Meister Patrick Hanke verteidigt Weserbergland Cup

Kathrin Obermann neue Siegerin in Pyrmont / Premiere: Die „Speed Freunde“
Speedrutschen Weserbergland Cup Rutsch Freunde Hameln AWesA
Die Siegerinnen und Sieger beim diesjährigen Weserbergland Cup.
Am 25. Januar 2020 fand zum neunten Mal der Weserbergland Cup im Speedrutschen (WBC) in der Pyrmonter Welle statt. Auf der 106 Meter langen Rutsche wurden in den fünf Wertungsklassen Mädchen, Jungen, Damen, Herren und Team die schnellsten Rutscherinnen und Rutscher ermittelt. Ein Jahr vor dem zehnjährigen Jubiläum des WBC trafen erneut die besten Athletinnen und Athleten aufeinander. Im Anschluss fand zum zweiten Mal der Super Cup im Rennrutschen statt. Das Wetter war wie gemalt für die mehr als 57 Rutscherinnen und Rutscher. Sonniges, aber kaltes Wetter sorgte für gute Bedingungen in der Rutsche „Black Hole“. Dies sollte sich in den schnellen Zeiten bewahrheiten. Die Besonderheit der Rutsche in der Pyrmonter Welle ist der sehr enge Kurvenverlauf im letzten Teilstück der Bahn. „In der letzten Kurve wirken sehr starke Kräfte auf den Körper und nur wer seinen Körper bis auf die Schulterblätter und Fersen in der Luft halten kann, erreicht Spitzenzeiten“, erläutert Markus Hönings als Organisator und Leiter des Wettkampfs.

In der Wertungsklasse der Mädchen (8-15 Jahre) konnte Emily Franz die schnellste Zeit rutschen. Auf Rang zwei folgte Leonie Seickenstick und den dritten Platz erlangte Pia Jürgens. In der Wertungsklasse der Jungen (8-15 Jahre) setzte sich Liam Beßler vor Klass Lange und Linus Engel durch.

In der Klasse der Damen gewann Kathrin Obermann das Rennen um die schnellste Zeit. Mit einer Gesamtzeit von 49,70 Sekunden verwies sie Jasmin Gercer mit einem Vorsprung von 0,66 Sekunden auf Platz zwei. Das Podium wurde von Annette Obermann komplementiert.

Bei den Herren war die Vorfreude auf die neue Saison groß und dies spiegelte sich auch in einem starken Teilnehmerfeld wider. Nach den Vorläufen belegte der deutsche Meister Patrick Hanke mit einer Gesamtzeit von 22,52 Sekunden Platz 1, gefolgt vom Anführer der Deutschland-Rangliste Andreas Köhnke mit 22,62 Sekunden und Rekordsieger des WBC Ron-Hendrik Hechelmann mit 22,66 Sekunden. Die knappen Zeitabstände versprachen ein spannendes Finale. Ron-Hendrik Hechelmann legte mit zwei Spitzenzeiten von 11,25 und 11,28 Sekunden vor und setzte Patrick Hanke und Andreas Köhnke unter Druck. Diesem Angriff musste sich Andreas Köhnke geschlagen geben und wurde am Ende mit 45,19 Sekunden Dritter. Patrick Hanke fiel mit einer Zeit von 11,36 Sekunden nach dem ersten Lauf auf den zweiten Rang zurück. Im letzten Lauf brauchte der deutsche Meister eine seiner Bestzeiten, um seinen Titel zu verteidigen. Mit der Tagesbestzeit von 11,18 Sekunden sicherte sich Patrick Hanke die Titelverteidigung.

Die Teamwertung gewannen in diesem Jahr die „Rutschgranaten" mit einer Gesamtzeit von 45,46 Sekunden. Neuzugang Jörg Krüger trug maßgeblich zu diesem Erfolg bei. „Das ist eine Ansage für die anderen Teams, wir wollen dieses Jahr den Titel bei der Deutschen Meisterschaft in Scharbeutz zurückgewinnen.“, kommentierte der Mannschaftskapitän der Rutschgranaten, Ron-Hendrick Hechelmann, das Ergebnis. Einzigartig in der Geschichte des Rutschsports war der Zusammenschluss der Speedrutscher und der Rutsch Freunde zu einem gemeinsamen Team, den „Speed Freunden“, bestehend aus Patrick Hanke und Markus Hönings. „Patrick fehlte noch ein Rutscher für die Teamwertung, da wir alle befreundet sind, bin ich gerne diesen Zusammenschluss eingegangen“, sagte Hönings dazu. Ein starker dritter Platz war das Ergebnis dieser Fusion. Auf Platz zwei landeten die „Rutsch Freunde“.

Für den Supercup im Rennrutschen qualifizierten sich die zwei schnellsten Frauen und die acht schnellsten Herren des WBC. In einem Entscheidungswettkampf mit direkten Duellen zwischen zwei Rutscherinnen oder Rutschern erreicht diejenige bzw. derjenige die nächste Runde, die bzw. der zweimal im direkten Duell am schnellsten ist. Bei den Damen setzte sich souverän mit zwei Siegen Kathrin Obermann vor Jasmin Gercer durch. Bei den Herren siegte Patrick Hanke im Finale in zwei Durchgängen gegen Andreas Köhnke und holte sich zum ersten Mal den Titel des Supercups. Auf Platz drei landete Jörg Krüger einen Überraschungserfolg. Er verwies Markus Hönings auf Platz vier. Krüger wurde Dritter, indem er im Viertelfinale direkt den Zweitplatzierten des WBC Ron-Hendrik Hechelmann in einem spannenden Duell über drei Runden schlug.

„Nach diesem spannenden und super organisierten Wettkampf freuen sich alle Rutscherinnen und Rutscher auf das Jubiläum im nächsten Jahr, wenn der 10. Weserbergland Cup im Speedrutschen statt finden wird”, berichtete Team-Coach Markus Hönings stolz. „Bedanken möchte mich auch bei den Helfern, dem Team der Pyrmonter Welle und auch bei Uwe Schwerdtfeger von Harry Pokale. Ohne diese Unterstützungen wäre das alles nicht möglich.“
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