Dass die Hameln-Pyrmonterin Lotta Werner überhaupt bei der U20-Europameisterschaft im finnischen Tampere vom 7. bis 10. August dabei war, dürfte für die Dreispringerin bereits ein unvergessliches Erlebnis sein. „Ich bin generell einfach froh, dass ich dabei sein konnte. Ich habe viele neue Erfahrungen gemacht, neue Leute getroffen und viel gelernt“, blickt Werner zurück. Allerdings lief ihre Dreisprung-EM aus persönlicher Sicht nicht wie erhofft. Sie blieb mit 11,97m unter ihren eigenen Erwartungen. Zum Vergleich: Ihre persönliche Bestleistung liegt bei 12,89m.
„Fünf Tage vorher bin ich in Dresden noch viel weiter gesprungen. Ich war in Finnland im Kopf einfach viel zu hektisch. Das hat sich auf meine Leistung niedergeschlagen. In Dresden war ich viel befreiter“, bedauert Werner. So sei auch ihr Anlauf zu hastig gewesen und der Sprung nicht sauber verlaufen. „Die Kunst beim Dreisprung ist, dass man das Tempo mit in die Sprünge nimmt. Das hat im Training gut geklappt, aber unter dem Stress konnte ich es nicht abrufen.“ Mit ihrer persönlichen Bestleistung wäre sie ins Finale vorgestoßen – mit ihrer in Finnland gesprungenen Weite von 11,97m schied Werner jedoch aus.

Du deutschen U20-Athlet/innen bei der U20-EM. Foto: Jan Papenfuss.
Dennoch: Das Erlebnis als solches wird Werner wohl für immer in guter Erinnerung behalten: „Wir waren ja mit über 100 Athletinnen und Athleten aus Deutschland dort. Alle haben sich gegenseitig unterstützt und die Staffeln am Ende sind immer noch ein besonderes Highlight. Außerdem war auch der Austausch mit den anderen Nationen schön.“
Das nächste Ziel der U20-Leichtathletin: Die 13m sollen fallen. „Wir haben jetzt noch ein paar Spaßwettkämpfe ohne großen Druck, dann kommen die Landesmeisterschaften und im September beginnt dann der Aufbau für die Hallensaison ab Januar. Ich hoffe, dass ich die 13m bald knacke.“
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