Was für ein Wochenende auf der Hamelner Weser! Die 22. Auflage der traditionellen Drachenboot-Fun-Regatta ging als eine der heißesten in die Vereinsgeschichte des KC Hameln ein. Bei extremen Temperaturen weit im hohen 30-Grad-Bereich kämpften die Teams am vergangenen Sonnabend nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen die tropische Hitze. Am Ende behielt die Berufsfeuerwehr Hannover im absoluten Top-Finale die Oberhand.
Schon im Vorfeld war klar, dass der Samstag den Sportlerinnen und Sportlern alles abverlangen würde. Um der extremen Hitzewelle Rechnung zu tragen und die Gesundheit der Teilnehmenden zu schützen, reagierten die Organisatoren nach einem Captains Meeting prompt: Das ursprünglich geplante vierte Gruppenrennen aller Teilnehmer wurde gestrichen. Stattdessen wurde kurzerhand die beste Zeit aus den ersten drei Wertungsläufen herangezogen, um die Einteilung für die Finalläufe zu ermitteln.
Durch diese Maßnahme verschob sich auch der Zeitplan nach vorne. Statt wie ursprünglich geplant erst ab 18:33 Uhr, begannen die entscheidenden Finalläufe bereits um 17:00 Uhr. Auf dem Gelände des KC Hameln sorgten extra eingerichtete Beregnungsstationen für die bitter nötige Abkühlung zwischen den Rennen. Zwar lockte die extreme Hitze schätzungsweise etwas weniger Zuschauer als in den Vorjahren an die Ufer der Weser, der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch: Die insgesamt 66 gemeldeten Mannschaften – aufgeteilt in 62 Fun-Teams und 4 Pink-Teams – machten mächtig Lärm,, feuerten sich gegenseitig lautstark an und feierten, was das Zeug hielt. Wer lieber im Kühlen blieb, konnte das Spektakel zudem live auf sporteurope.tv verfolgen.
Die Finalläufe im Überblick
Mit dem neuen Modus ging es ab 17:00 Uhr Schlag auf Schlag in den verschiedenen Cup-Klassen über die 250-Meter-Distanz:
Allianz Hartung Cup
Kleines Finale (Lauf 53): Hier setzte sich der Hummeblitz mit einer Zeit von 01:08,34 Minuten gegen die Konkurrenz durch (Platz 2: Dragon Paws, Platz 3: Medienmolche, Platz 4: Kapitän PitschePatsche).
Großes Finale (Lauf 54): Den Gesamtsieg in diesem Cup sicherten sich die Krombacher Killerwale in 01:09,27 Minuten knapp vor den Fischbecker Jungs (01:10,14) sowie den Straßenpiraten und Octapharma’s Dragon Crew.
Sparkassen Cup
Kleines Finale (Lauf 55): Die PowerWaveCrew zeigte ein tolles Rennen und holte sich in 01:07,10 Minuten den ersten Platz vor Rama Elektroanlagen, den Kesselflickern und den Lucky Rider Dragons.
Großes Finale (Lauf 56): Ein echter Krimi! Die Flying Phoenix flogen in 01:07,48 Minuten zum Sieg. Nur hauchdünn dahinter landete der MEWA Waschgang 3000 (01:08,05) auf dem Silberrang. Die Justizdrachen und die Pharma Haie folgten auf den Plätzen 3 und 4.
Kursawe-Bau Cup (Das Top-Finale)
Kleines Finale (Lauf 57): Die BSE (Biersporteinheit) erwies sich als die fitteste Crew im kleinen Finale und siegte in flotten 01:03,45 Minuten vor Biber-Bau (01:04,34), der Aerzen Delta Crew und der Funflotte Rumbeck.
Kollision und Feuerwehr-Triumph im großen Finale
Um 17:50 Uhr stieg die Spannung schließlich auf den Siedepunkt, als die vier zeitschnellsten Teams des Tages im Großen Finale des Kursawe-Bau Cups (Lauf 58) aufeinandertrafen. Und dieses Rennen bot Dramatik pur!
Auf den Außenbahnen kam es während des Sprints zu einer leichten Kollision zwischen dem Team „Euer Lieblingsteam“ auf Bahn 3 und Vorjahressieger „Rollis Rabauken“ auf Bahn 4. Während „Euer Lieblingsteam“ das Rennen noch in 01:06,26 Minuten auf Platz 3 beenden konnte, waren die „Rabauken“ durch den Zwischenfall chancenlos und blieben ohne gewertete Zeit.
Die Nutznießer des Chaos bewiesen auf den Bahnen 1 und 2 absolute Nervenstärke. Die Crew der Berufsfeuerwehr Hannover, die passenderweise unter dem Namen „Feuerteufel“ an den Start gegangen war, trotzte den heißen Temperaturen am besten. Mit der absoluten Tagesbestzeit von 01:01,22 Minuten brannten sie ein sportliches Feuerwerk auf dem Wasser ab und sicherten sich den begehrten Titel. Das Team „Family Fitness“ hielt bis zum Schluss stark dagegen, musste sich aber mit rund einer Sekunde Rückstand (01:02,27 Minuten) mit dem hervorragenden zweiten Platz zufriedengegeben.
Nach der anschließenden Siegerehrung verwandelten Zuschauer und Teams gleichermaßen den Abend wieder in eine feucht-fröhliche Sommer-Partynacht. Trotz der extremen äußeren Bedingungen hat die 22. Drachenboot-Fun-Regatta einmal mehr gezeigt, dass Hameln auch bei „Wüstenklima“ ein Garant für packenden Wassersport und sensationellen Teamgeist ist. Alle Ergebnisse vom Veranstaltungstag gibt es
HIER. Den Live-Stream vom Event könnt Ihr auch im Nachhinein
HIER noch einsehen.
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