31.01.2009 00:00
14. Spieltag
Wie im Krimi! Lohne macht fünften Auswärtssieg perfekt
BSG Bremerhaven – VfL Hameln 89:91 (47:39).
1.Viertel: 22:17, 2.Viertel: 25:22, 3.Viertel: 15:27, 4.Viertel: 27:25
In einer bis zur allerletzten Sekunde spannenden Regionalliga-Partie gewannen die Basketballer des VfL Hameln äußerst knapp mit 91:89 bei der BSG Bremerhaven. Beide Mannschaften starteten sehr verhalten in das Spiel, so dass es nach fünf Minuten nur 9:9 hieß. Durch eine schnelle Rotation sollten die jungen Spieler der BSG ständig unter Druck gesetzt werden, jedoch fügten sich die Bankspieler nicht wie erhofft ein, so dass das erste Viertel 22:17 verloren wurde. Allerdings erfüllten die Routiniers im zweiten Viertel ihren Job nicht viel besser, so dass dieses mit 25:22 ebenfalls an die Gastgeber ging. In der Halbzeitansprache fand VfL-Coach Nicu Lassel anscheinend die richtigen Worte und die richtige Taktik, denn mit Hilfe einer sehr offensiven Zonendeckung konnte der dritte Durchgang mit 27:15 für die Hamlner entschieden werden. „In letzten Spielen agierte mein Team unter Druck zu überhastest und auch heute haben sich meine Jungs zu schnell aus dem Konzept bringen lassen und zu sehr den individuellen Abschluss gesucht. Da waren viele schlechte Entscheidungen dabei“, so Lassel weiter. Auch in der Verteidigung hatten die VfLer ihre Probleme. So ließen sie in der ersten Halbzeit bereits sieben Dreipunktwürfe zu und mit Götte und Thomas waren zwei Leistungsträger wieder frühzeitig foulbelastet. In der zweiten Halbzeit konnten sich die Hamelner nie mit mehr als sieben Punkt absetzen, weil man weiterhin durch Nachlässigkeiten in der Defense den Gegner immer wieder ins Spiel brachte. Nach dem foulbedingten Ausscheiden von Thomas und Götte im letzten Viertel war es vor allem der litauische Juniorennationalspieler und Topscorer Zabas Elvadas (31Punkte/5 Dreier) schwer zu halten, mit acht Punkten in den letzten zehn Minuten hielt er sein Team immer wieder im Spiel. Markus Lohne und Benno Wunderlich arbeiteten aber unter den Körben mit vollem Einsatz und holten in dieser Phase wichtige Rebounds. Die Schlussphase entpuppte sich dann als echter Krimi, obwohl der VfL zwei Minuten vor Schluss mit 84:78 führte. „So ein Vorsprung bedeutet im Basketball nichts, denn mit zwei Ballverlusten, von denen wir heute leider wieder zu viele hatten, ist das Spiel innerhalb von wenigen Sekunden ausgeglichen“, so Coach Lassel, der tatsächlich mit ansehen musste, wie der bereits angesprochene Evaldas mit fünf Punkten in Folge die BSG wieder auf zwei Punkte heranbrachte. In der letzten Minute stoppte die Zeit durch Auszeiten und Fouls insgesamt vier Mal. Markus Lohne markierte zu diesem Zeitpunkt die wichtigsten vier seiner insgesamt 21 Punkte (davon 10 im letzten Viertel) und hielt sein Team am Leben. Wenige Sekunden vor Schluss vergab Benno Wunderlich einen seiner zwei Freiwürfe, so dass Zabas mit einem weiteren Dreipunktversuch den Einpunktsieg für sein Team hätte klarmachen können. Mit der Schlusssirene traf er allerdings nur den Ring. „Wir haben heute spielerisch wieder einmal nicht überzeugt, allerdings stimmte im Vergleich zum ASC Spiel die kämpferische Einstellung, so dass man unterm Strich zufrieden sein muss mit diesem Spiel“, so Kapitän Timo Thomas, der die letzten Minuten gemeinsam mit den übrigen Spieler von der Bank die Jungs auf dem Feld anfeuerte. Teammanager Heinrich Lassel: „Mit einem Auswärtssieg beim Bundesliganachwuchs heimzukehren ist super, die Bilanz von fünf Auswärtssiegen in dieser Saison kann sich auch sehen lassen.“ Das das nächste Heimspiel am 7. Februar gegen die BG 74 Göttingen findet wegen der Sportgala bereits um
16 Uhr in der Einsiedlerbachhalle statt.
VfL Hameln: Christoph Götte (10 Punkte), Moritz Loth (5/1 Dreier), Boris Bonhagen (6/2), Markus Lohne (21), Alexander Lück, Timo Thomas (11/1), Michael Albers, Tobias Stender, Zans Grobinsch (10), Jakob Faas (20/4), Tobias Meyer, Benno Wunnderlich (8).
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