12.12.2010 12:09

Drei Dreier in zwei Minuten! Thomas führt VfL auf Siegerstraße

Hamelns Basketballer kehren nach 76:70 gegen Braunschweig in Erfolgsspur zurück / Wunderlich kämpft unermüdlich, Bonhagen übernimmt Verantwortung

VfL Hameln - SG Braunschweig II 76:70 (42:39).

1. Viertel: 18:27, 2.Viertel: 20:12, 3. Viertel: 13:16, 4. Viertel: 21:15

Mit einem verdienten 76:70-Sieg verabschieden sich die Basketballer des VfL Hameln in die Winterpause. Dabei verschliefen die Gastgeber wieder einmal die Startphase und ließen die SG Braunschweig in der fünften Minute auf 13:8 und 26:17 (9.) des ersten Viertels davonziehen. Vor allem die Verteidigung gefiel dem Trainergespann Nicu Lassel und Sebastian Gatz überhaupt nicht. „27 Punkte im ersten Viertel sind definitiv zu viel. Wir sind nicht energisch genug zur Sache gegangen", resümiert Hamelns Co-Trainer. Mit viel mehr Einsatz und zwei Dreipunktwürfen erkämpften sich die VfLer eine knappe Führung zur Halbzeit. Und es schien, als wenn der VfL nun die richtigen Mittel gegen die junge Mannschaft aus der Löwenstadt - mit einem überragenden Lukas Gertz, der stets sicher und kontrolliert agierte – gefunden hatte. Nach einer kurzen Halbzeitansprache nahmen sich die Spieler um Benno Wunderlich, der bis zu diesem Zeitpunkt mit 13 Punkten Topscorer der Hamelner war, vor, aus den Fehlern der Anfangsphase zu lernen. Allerdings präsentierten sich die Blau-Weißen überaus unkonzentriert und so erzielte der VfL in den ersten fünf Minuten nur zwei Punkte und zwang die Braunschweiger nur zu einem Foul. Die Gäste übernahmen die Initiative und führten in der siebten Minute des dritten Viertels wieder mit 52:43. „Ich weiß nicht, warum meine Jungs immer wieder die gleichen Fehler machen. Das kostet unnötige Kraft und wir müssen uns immer wieder heran kämpfen. Heute konnten wir das Spiel drehen, das ist uns gegen die Topteams nicht gelungen", bilanziert Coach Lassel nach dem hart erkämpften Sieg.

Heinrich Lassel vom Teamgeist begeistert


Ohnehin stand das Spiel unter keinem guten Vorzeichen. Mit Pascal Müller, Markus Lohne und Moritz Loth musste Lassel wieder auf drei Leistungsträger verzichten, die allerdings genau wie Zans Grobinsch alle auf der Spielerbank saßen, und ihre Mannschaft lautstark anfeuerten. Einzig der ebenfalls kranke Kapitän Timo Thomas biss auf die Zähne, streifte sich das Trikot über und verbuchte in seinen 16 Minuten Einsatzzeit wichtige 18 Punkte. Dabei erzielte er in der wichtigsten Phase des Spiels innerhalb von 120 Sekunden (!) drei Dreier und brachte damit sein Team auf die Siegerstraße. Allerdings war es an diesem Abend nicht ein einzelner Spieler, der sich den Sieg auf die Fahnen schreiben konnte. So bewies Boris Bonhagen nach dem Aschersleben-Spiel mit seiner guten Verteidigung und 19 Punkten, dass er gewillt ist, mehr Verantwortung im Team zu übernehmen. Aber auch Jakob Faas, Lars Feuersenger und Michael Albers hatten wichtige Aktionen, so dass das Hamelner Team an diesem Abend schwer auszurechnen war. Zudem arbeitete Benno Wunderlich unter den Köben, trotz seiner Längennachteile, unermüdlich und belohnte sich selbst mit 13 Punkten. Nach einigen Höhen und Tiefen gewann der VfL am Ende verdient, denn durch die deutlich verbesserte Verteidigung und dem Willen zum Sieg belohnten sich die Hamelner am Ende selbst. Auch Abteilungsleiter Heinrich Lassel war vom Siegeswillen seines Teams begeistert: „ Wir haben ein sehr spannendes Spiel gesehen, in dem unsere Jungs wieder alles gegeben haben, um die drohende vierte Niederlage in Folge zu verhindern. Dieses Mal haben sie es geschafft und verdient gewonnen. Mit diesem wichtigen Sieg haben wir den fünften Tabellenplatz gefestigt und können ruhige Weihnachten feiern."
VfL Hameln: Lars Feuersenger (4), Boris Bonhagen (19 Punkte/4 Dreier), Dominic Rudge, Timo Thomas (18/3), Michael Albers (6/1), Felix Haeckel (5/1), Jacob Faas (13/2), Benno Wunderlich (13), Wilko Reinholz.
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