05.12.2010 10:42

Bonhagen überragend! VfL-Minikader bietet Spitzenreiter Paroli

Hamelns Trainer Nicu Lassel muss beim 95:114 in Aschersleben vier Leistungsträger ersetzen / „Wichtig, die nächsten Spiele wieder zu punkten“

BG Tigers Aschersleben – VfL Hameln 114:95 (59:42).

1.Viertel: 27:17, 2.Viertel: 32:25, 3.Viertel: 22:22, 4.Viertel: 33:31

Auch im dritten Spiel gegen einen Aufstiegskandidaten konnte der VfL Hameln keine Überraschung landen. Bei den Tigers aus Aschersleben setzte es für das Lassel-Team eine deutliche 114:95-Niederlage. Der Start des Spiels stand bereits unter keinem guten Zeichen. Markus Lohne und Timo Thomas standen - wie angekündigt- nicht zur Verfügung. Zudem kamen Benno Wunderlich und Wilko Reinholz witterungsbedingt erst nach Spielbeginn in der Halle an. Pascal Müller hatte nach einer Knieverletzung in zweiten Halbzeit bereits „Feierabend“ und konnte sein Team nur noch von der Seitenlinie unterstützen. So übernahmen die Gastgeber auch sofort die Initiative und führten in der achten Minute des zweiten Viertels bereits mit 56:36. „Wir sind wieder einmal schlecht ins Spiel gestartet, haben aber im Laufe der Partie an Selbstvertrauen gewonnen und vor allem unsere Würfe wesentlich besser getroffen als beim letzen Heimspiel", so VfL-Coach Nicu Lassel. Und tatsächlich kam der VfL-Minikader nach dem Pausenrückstand (17 Punkte) besser ins Laufen und stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Mit einer wesentlich aggressiveren Arbeit in der Verteidigung forcierten die Hamelner die Tiger zu einer Reihe von Ballverlusten. „Anstatt uns weiter in die Defensive drängen zu lassen, sind wir mutig und mit viel Einsatz nach vorne gegangen und haben in der Verteidigung agiert anstatt wie im ersten Durchgang zu reagieren", so Lassel, dessen Team kurz davor stand, das Spiel zu drehen. Der an diesem Abend überragende Boris Bonhagen versenkte in der sechsten Minute des letzten Viertels den offenen Dreier aus der Ecke. Innerhalb von drei Minuten machten die Blau-Weißen somit einen 20-Punkte-Rückstand wett und verkürzten beim Stand von 88:82 auf sechs Zähler.

Bonhagen: „Belohnen uns nicht für unsere harte Arbeit“


Die VfLer gingen in der Verteidigung auch anschließend beherzt zur Sache. Allerdings ließ die Konzentration in den Schlussminuten stark nach und der VfL produzierte unnötige Ballverluste, in deren Anschluss die Tigers stets zu einfachen Punkten kamen. „Da stellen wir uns einfach zu blöd an und belohnen uns nicht für unsere harte Arbeit", ärgert sich auch Topscorer Boris Bonhagen über die vergebene Chance, das Spiel zu drehen. Trotz der Niederlage herrschte im Hamelner Lager nach dem Abpfiff optimistische Stimmung, denn wenn man in den nächsten Spielen an die kämpferische Leistung der zweiten Halbzeit anknüpfen kann und zudem mit dem Ballbesitz ein wenig behutsamer umgeht, sollte man nach den drei  Niederlagen gegen die Topteams der Liga wieder einmal Punkte einfahren. „Jetzt haben wir gegen die stärksten Mannschaften der Liga gespielt. Und man kann mit Gewissheit sagen, dass diese drei den Aufstieg unter sich ausmachen werden. Zwar haben wir keinen der Favoriten stürzen können, aber der Abstand zu diesen Teams ist nicht so groß wie man vorher dachte und das heutige Ergebnis aussagt", analysierte auch Teammanager Heinrich Lassel den Stand der Dinge. Der VfL lässt sich trotz der Niederlagenserie also nicht aus der Bahn werfen. Das Team steckt die Ausfälle und Verletzungen immer wieder vorbildlich weg. Vom ursprünglichen Kader zu Saisonbeginn standen Coach Lassel mit Markus Lohne, Timo Thomas, Zans Grobinsch und Pascal Müller gleich vier Leistungsträger nicht zur Verfügung. Das Spiel in Aschersleben hat gezeigt, dass unser Kader auch stark dezimiert immer noch Qualität besitzt, die andere Teams bei solch massiven Ausfällen eventuell nicht zeigen könnten. Der Einsatz meiner Jungs ist auf aber auch abseits des Feldes vorbildlich. Nur belohnen müssen die sich schon selbst nach einer solch guten Aufholjagd. Für uns ist es jetzt wichtig, die nächsten Spiele wieder zu punkten", so Nicu Lassel abschließend.
VfL Hameln: Lars Feuersenger (4), Moritz Loth (3 Punkte/1 Dreier), Boris Bonhagen (29/4), Michael Albers (10/3), Felix Haeckel (11/1), Jakob Faas (22/4), Pascal Müller (2), Benno Wunderlich (10), Wilko Reinholz (6).
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