21.11.2010 17:10

Mit Herz und Leidenschaft: Aber Korbjäger gaben VfL das Nachsehen

Lassel-Team unterliegt starkem Aufsteiger aus Hannover 74:90 / Thomas und Faas halten Hamelns Basketballer lange im Spiel
Benno Wunderlich Markus Lohne VfL Hameln AWesA
Benno Wunderlich (li.) und Markus Lohne in Aktion.

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Hannover Korbjäger - VfL Hameln 90:74 (52:39).

1.Viertel: 25:19, 2.Viertel: 27:20, 3.Viertel: 14:18, 4.Viertel: 23:17

Nach einem hitzigen und kampfbetonten Spiel mussten die Basketballer des VfL Hameln mit einer 74:90-Niederlage den Heimweg antreten. Im ersten Viertel führte das Team aus der Rattenfängerstadt mit 19:17. Erst in der Schlussminute des Viertels entschieden Smith (zwei Dreier) und Sheard das Viertel zum 25:19 für die Korbjäger. Im zweiten Durchgang setzten sich die Korbjäger relativ früh mit 15 Punkten ab (5. Minute). Dieses Vorsprung retteten die Gastgeber am Ende auch ins Ziel. Der VfL kämpfte über die gesamte Spielzeit mit viel Herz und Leidenschaft, verkürzte den Rückstand in der neunten Minute des dritten Viertels auf neun Punkte und in der zweiten Minute des vierten Viertels sogar auf sieben Punkte. „Wir haben nach guten Zwischenspurts nicht nachgesetzt, sondern die Spielkontrolle wieder abgegeben“, so Co-Trainer Sebastian Gatz. Die drei Amerikaner der Hannoveraner führten ihr Team an und verbuchten 47 der insgesamt 90 Punkte. Beim VfL Hameln hielt Jakob Faas die Mannschaft im ersten Abschnitt nicht nur mit seinen fünf Dreiern in der Partie, sondern konnte mit seiner Erfahrung dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. VfL-Kapitän Timo Thomas kam trotz aggressiver Verteidigung immer wieder zum Abschluss und erzielte mit seinen 38 Punkten (davon sieben Dreier) seine Saisonbestmarke. „Timo hat mit seinem Einsatz auch heute wieder gezeigt, wie wichtig er für sein Team ist und dass er sich auch gegen starke Mannschaften und unbequeme Gegenspieler durchsetzen kann“, kommentierte Abteilungsleiter Heinrich Lassel die Leistung des Kapitäns.

Kopfnuss gegen Haeckel nicht geahndet


"Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Es waren viele Kleinigkeiten, die sich am Ende summiert haben. Einen Riesen-Dank an unsere sensationellen Fans, die uns hier in fremder Halle eine Heimspielatmosphäre beschert haben. Glückwunsch auch an die Korbjäger, die verpflichteten US-Boys machen das, wofür sie bezahlt werden – nämlich Spiele gewinnen", so Coach Nicu Lassel zum Spiel. Neben den angesprochenen eigenen Fehlern leisteten auch die Schiedsrichter ihren Teil dazu, dass das Spiel oft sehr zerfahren wirkte. So hätte Sheard Solomon nach einer deutlich sichtbaren Kopfnuss gegen Felix Haeckel des Feldes verwiesen werden müssen. „Solche Szenen haben auf dem Spielfeld nichts zu suchen. Während Felix mit einem Cut am Auge vom Feld musste, spielte Solomon weiter. Das geht natürlich gar nicht", ärgerte sich Nicu Lassel, der bereits in ersten Viertel Boris Bonhagen mit einer blutenden Nase auswechseln musste. Auch in dieser Szene blieb der Pfiff der Unparteiischen aus.
VfL Hameln: Lars Feuersenger (2), Moritz Loth, Boris Bonhagen (7/1Dreier), Markus Lohne, Timo Thomas (38/7), Michael Albers (4/1), Felix Haeckel (3/1), Jakob Faas (17/5), Benno Wunderlich (1), Wilko Reinholz (2).
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Team AWesA
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