29.11.2009 00:00
Erster Auswärtssieg dank „45-Punkte-Thomas“ und starker Defense
VfL-Kapitän überragt beim 97:91-Erfolg in Oldenburg / Lassel-Team mit guter Freiwurfquote
Oldenburger TB II – VfL Hameln 91:97 (48:46).
1.Viertel: 20:25, 2.Viertel: 28:21, 3.Viertel: 20:25, 4.Viertel: 23:28
Mit einem 97:91-Auswärtssieg kehrten die Basketballer spät in der Nacht von Auswärtsspiel in Oldenburg zurück. Der VfL fuhr somit den ersten Auswärtssieg der Saison ein. Vor allem die Art und Weise beeindruckte Coach Nicu Lassel. „Wir haben über 40 Minuten hinweg sehr konzentriert und aggressiv verteidigt und haben die gute Angriffsleistung aus der Vorwoche bestätigt“, so der zufriedener Trainer. Dabei lag sein Team nach zwei Minuten mit 0:4 hinten, kam dann aber immer besser ins Spiel, führte in der 4. Minute bereits mit 8:4 und gewann das erste Viertel mit 25:20. In dieser Phase spielte sich vor allem der in dieser Saison erstmals in der Startformation stehende Moritz Loth in den Vordergrund, der in den ersten zehn Minuten drei Dreier versenkte. „Normalerweise fühlt Moritz sich in der Rolle des sechsten Mannes wohl. Heute hat er seine neue Rolle sofort voll ausgefüllt“, so Coach Lassel, den erst am Samstag die Absage von Zans Grobinsch ereilte, der seine Fußverletzung immer noch nicht auskuriert hat. Umso bemerkenswerter ist der Sieg des mit nur neun Spielern angereisten VfL-Teams. Im zweiten Viertel spielte der OTB II besonders seine körperliche Überlegenheit aus und führte zur Halbzeit knapp mit 48:46. Der VfL blieb in der Halbzeit in der Halle und verzichtete auf die Kabinenansprache. „Meine Jungs waren heute sehr fokussiert und konzentriert. Es gab nichts zu besprechen – außer ein paar Kleinigkeiten“, so Lassel. Nach der Pause schlug dann die Stunde von Timo Thomas. Nach zwei Trainingseinheiten fand er zu alter Stärke zurück, verbuchte im dritten Viertel rekordverdächtige 26 von 29 Hamelner Punkten, blieb im gesamten Spiel ohne Fehlwurf von der Freiwurflinie (18 von 18) und trieb den OTB fast zur Verzweiflung. „Timo war heute nicht zu stoppen. Wir haben nicht nur den besten Kapitän, sondern auch mit Abstand den besten Spieler der gesamten Liga in unseren Reihen“, so Lassel, der aber nochmals die gute Teamdefense hervorhob, die zu zahlreichen Ballgewinnen führte, von denen auch der Topscorer profitierte. „Wir wollten den Sieg heute einfach mehr und haben diesen Sieg verdient. Die Mannschaft hat heute sehr, sehr clever und routiniert gespielt und hat sich auch von einem zwischenzeitigen Neun-Punkte-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen. Es war ein schnelles und gutes Spiel auf hohem Regionalliganiveau, in dem Timo wieder seine Klasse gezeigt hat“, freute sich auch der überglückliche Heinrich Lassel. Die Gastgeber schickten den VfL durch taktische Fouls an die Freiwurflinie und wollten das Spiel dadurch noch einmal drehen, aber im Gegensatz zu anderen Spielen hatte das Team aus der Rattenfängerstadt an diesem Abend einen guten Abend an der Linie und traf 30 seiner 36 Freiwürfe. Zudem fanden zwölf Dreier ihr Ziel, wodurch der VfL als verdienter Sieger das Feld gegen eine starke Oldenburger Mannschaft verließ, die trotz der Unterstützung von mehreren Spielern aus ihrer ersten Herren (1. Regionnalliga) gegen Timo Thomas und dessen starke Mitspieler das Nachsehen hatte.
VfL Hameln: Lars Feuersenger, Moritz Loth (14 Punkte/4 Dreier), Boris Bonhagen (5/1), Markus Lohne (11), Timo Thomas (45/3), Michael Albers, Felix Haeckel (5/1), Jakob Faas (16/4), Tobias Stender (1).
Kommentare