25.01.2019 11:36

Meldung


Neujahrsempfang: dreifaches „hipp, hipp, hurra“ auf Höltje, den „Ewigen“

Werner Steding der „Kilometerkönig“ / Ehrenamt ist Fundament des RV Weser
Dr. Peter Dennis Frank Höltje Reinhard Krüger RV Weser Rudern AWesA
Dr. Peter Dennis (li.) und Reinhard Krüger (re.) ehren Frank Höltje (Mitte) mit der goldenen Ehrennadel des Landessportbundes Niedersachsen.
Draußen war es kalt und nass, aber drinnen erstrahlte das Bootshaus, als der RV Weser zum Jahresbeginn 2019 seinen traditionellen Neujahrsempfang veranstaltete. Der Vorstand freute sich über ein sehr gut gefülltes Haus mit über 100 Gästen, die von Dr. Peter Dennis und Frank Höltje nach dem Sektempfang herzlich begrüßt wurden.

Darunter auch wieder zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft, wie Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese, der Landtagsabgeordnete Dirk Adomat (SPD), Kurt Meyer-Bergmann (SPD) und Birgit Albrecht (CDU) aus den Ratsfraktionen der Stadt Hameln sowie Irmgard A. Lohmann (CDU) und Werner Sattler (SPD) aus dem Kreistag. Mit Maria Bergmann, 1. Vorsitzende des Kreissportbundes und Vizepräsidentin des Landessportbundes Niedersachsen, Matthias Albrecht (1. Vorsitzender) und Axel Hartmann (2. Vorsitzender) vom Motorboot-Club Hameln sowie Reinhard Krüger, Vorsitzender des Landesruderverbandes Niedersachsen, waren auch zahlreiche Vertreter auf Vereinsebene bei uns zu Gast.

Last but not least freuten sich die Ruderer sehr über die Anwesenheit ihrer Ehrenmitglieder Dr. Ekkehard Lohmann, Hans-Jörg (Yogi) Sehrbrock, Bernd Kerkhoff und Heinrich Semke.

Für die musikalische Gestaltung sorgten einmal mehr Schüler vom langjährigen Kooperationspartner beim Schülerrudern, dem Viktoria-Luise-Gymnasium. Lasse Buchholz am Cajon und Bastian Maas am Klavier untermalten mit ihren Musikstücken die Veranstaltung aufs Feinste. Dabei mussten sie noch ganz kurzfristig ihr Programm umstellen, weil der Dritte im Bunde, Julius Faehndrich, leider erkrankt war. Keine Frage, dass sie diese Hürde mit Bravour gemeistert haben.

In ihren Grußworten hoben Claudio Griese und Maria Bergmann den sehr gut geführten Verein und die sportlichen Erfolge, die der RV im vergangenen Jahr erzielte, hervor. Dabei zog sich ein Thema in allen Wortbeiträgen durch den Vormittag wie kaum ein anderes: das Ehrenamt im Verein. Ohne die vielen Helfer/innen wäre der Verein bei weitem nicht so gut aufgestellt, wie er es ist.

Dr. Peter Dennis ließ in seiner Rede zunächst das vergangene Jahr Revue passieren. Im Sommer feierte  der RV Weser das Jubiläum „25 Jahre Bootshaus des RVW an der Tündernschen Warte‟ und begrüßte über 300 Gäste zum „Tag des offenen Bootshauses‟. Im Herbst durften die Ruderer einen von der Firma Lenze SE für das Jugend- und Schulrudern gestifteten Vierer auf den Namen „Lenze Dynamic‟ taufen und gerudert wurde natürlich auch – und zwar kräftig: In der zurückliegenden Saison wurden 118.505 Kilometer gerudert, werden die Gäste mit eingerechnet, waren es sogar 126.600 km. Darin enthalten sind ca. 27.500 gezählte Kilometer für das Wanderrudern, darunter auch die „große Sommerwanderfahrt‟ auf der Donau. Sie führte die 27 Teilnehmer/innen im Alter von 15 bis 75 Jahren von Grein bis Bratislava. Im DRV Fahrtenwettbewerb errang der RVW 48 Fahrtenabzeichen in den unterschiedlichen Altersklassen.

Kilometerköniginnen und –könige bei den Jugendlichen waren in 2018 Julia Klemm mit 1.885 km und Yassin Legien mit 2.532 km. Bei den Erwachsenen waren es Christine Steding (2.165 km) und ihr Mann Werner Steding (3.060 km).

Die Mitgliederstruktur ist weiterhin solide und weist 453 Mitglieder auf, der Bootspark umfasst 74 Einheiten und bewegt sich damit auf höchstem Niveau. In diesen Booten wurden in 2018 nahezu 40.000 km gerudert – fast einmal um die ganze Welt!

Zum Ende seiner Rede kam Dr. Peter Dennis dann noch einmal auf das Ehrenamt zurück. „Es sind so viele, die bei uns dafür sorgen, dass alles wie am Schnürchen läuft und dafür sind wir sehr dankbar“, so RVW-Medienwartin Ute Freitag. Dennoch ragt einer ganz besonders hervor: Frank Höltje, seit 36 (!) Jahren stellvertretender Vorsitzender. Er trat am 01. Mai 1967 in den RVW ein, übernahm 1974 für fünf Jahre die Rolle des Assistenz-Trainers, war dann weitere fünf Jahre Gerätewart und ist seit 1983 stellvertretender Vorsitzender. Wie viele Stunden er in dieser Zeit ehrenamtlich tätig war – man kann sie nicht zählen. Höchste Zeit also für eine ganz besondere Ehrung und Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes. Diese nahm Reinhard Krüger, Vorsitzender des Landesruderverbandes Niedersachsen, vor und überreichte ihm die goldene Ehrennadel des Landessportbundes Niedersachsen. Als kleinen Dank für die viele Zeit, in der sie auf ihren Mann verzichten musste, erhielt Doris Brandstaeter-Höltje einen Blumenstrauß.  Kleines Bonmot am Rande: Frank Höltje, der ja stets über alles, was im Verein passiert, bestens im Bilde ist und dem so schnell nichts entgeht, wusste von dieser Ehrung absolut nichts und so sorgten die Vereinsmitglieder für eine große Überraschung.

Vom Ehrenamt zu den sportlichen Erfolgen kamen dann Dirk Schünemann und Sebastian Stolte in ihren Reden. Da gab es eine ganze Menge zu berichten, denn die Rennruderer/innen samt Masters-Team beendeten die Saison 2018 mit fast 60 Siegen.

So gewann Joél Maragos mit seinem Doppelzweierpartner Imran Skoray vom DRC Hannover bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Köln auf dem Fühlinger See die Bronzemedaille.

Charlotte Burgdorf holte beim „Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen‟, den Deutschen Meisterschaften der Kinderruderer, im Mädchen-Einer 13 Jahre auf der Olympiastrecke in München/Oberschleißheim einen hervorragenden siebten Platz (von 19) und war damit beste Niedersächsin in dieser Klasse.

Die Herbstsaison wurde durch die Landesmeisterschaften in Wolfsburg eingeleitet, wo insgesamt sechs Landesmeistertitel errudert wurden.

Es folgten die Norddeutschen Meisterschaften in Hamburg und als Abschluss die Deutschen Sprintmeisterschaften, wo Thore Wessel und Roeloff Bakker nach kurzem, harten Fight die Silbermedaille errangen.

Große Erfolge hatten auch die Mastersruderer, die Siege bei den  Langstreckenregatten in Passau, Bernkastel, Würzburg und Hamburg einfahren konnten.

Der offizielle Teil des Neujahrsempfangs endete traditionell mit einem dreifach ausgestoßenen „Hipp, hipp, hurra‟. Anschließend konnten sich alle beim Mittagsbuffet stärken und sich in fröhlicher Runde unterhalten.
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