29.07.2022 07:15

Sportmix


Mehr Zukunft geht nicht! TC-KITA mehr als Vision

Hamelns Weststadt Clubberer haben Platz, Ideen und Konzept / ASC Göttingen hat's vorgemacht

Beeindruckender Austausch vor Ort - hier im top ausgestatteten Herz-Sport-Bereich: TC-Vorstandsmitglied Lothar Meißner, AWesA-Geschäftsführer Matthias Koch, Ehrenvorsitzender Dr. Wolfang Kurbjuhn und TC-Geschäftsführer Miroslaw Warchol (v. li.).
Es ist mehr als eine Vision. Vor allem wäre es ein großer Schritt in die Zukunft. Der TC Hameln plant etwas in der Region Einmaliges: eine KITA auf dem Vereinsgelände. Rund 1.000 Quadratmeter hat der Turn-Club an der Breslauer Allee zur Verfügung. Und die angrenzende Außenanlage ist grün, weitläufig und bietet im wahrsten Sinne des Wortes Platz für bewegende Ideen.

Fakt ist: die geräumige Vereinsgaststätte steht seit geraumer Zeit leer, ebenso die angrenzende Wirtswohnung. Es gibt Sanitäranlagen, potentielle Ruheräume und einen großen Saal - sprich: die Infrastruktur scheint bestens geeignet. Fakt ist auch: die Kommunen benötigen dringend Platz für KITA-Plätze, auf die die Eltern mittlerweile einen gesetzlichen Anspruch haben.
Da kommt es gelegen, dass der Vereinsriese ASC Göttingen – auch Hutträger für die Organisation und Abwicklung von FSJ-Angeboten in Niedersachsen – vorausgegangen ist und mittlerweile selbst ein halbes Dutzend KITAs als die asc-gGmbH betreibt. Der ehemalige Vorsitzender Dr. Wolfgang Kurbjuhn und die Verantwortlichen des Weststadt-Clubs haben diese Idee aufgegriffen und sich intensiv mit dem Gedanken beschäftigt, ein solches Projekt auch in Hameln zu verwirklichen.

Die Frage ist: Wie soll das Ganze umgesetzt werden? Hier haben die Verantwortlichen bereits Vorstellungen. So kann sich der TC Hameln durchaus einen Verkauf der Immobilie vorstellen, unter der Voraussetzung, dass dem TC weiterhin einige benötigte Räume für die Vereinsnutzung zur Verfügung gestellt werden – darunter der Fitness- und Cardioraum sowie die Kegelbahn, die im Falle eines Verkaufs zu Büroräumen für den TC umgebaut werden soll. Einen möglichen KITA-Umbau, dessen Kosten sich im siebenstelligen Bereich bewegen könnten, kann der Turn-Club nicht selbst leisten. „Dazu haben wir nicht die Mittel“, sagt der Vorstand.

Die Stadt Hameln hätten die Turn-Clubberer über ihr Vorhaben bereits informiert, ebenso wie die KSB-Vorsitzende Maria Bergmann und den Landessportbund. Zudem stehe ein Gespräch mit Oberbürgermeister Claudio Griese und leitenden Verwaltungsmitarbeitern an. Der Vorstand: „Wir erhoffen uns eine Lösung.“ Sogar einen möglichen KITA-Träger bzw. -Betreiber hat der TC Hameln bereits kontaktiert: das Deutsche Rote Kreuz. Das DRK habe diesbezüglich Bereitschaft signalisiert.
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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