19.05.2020 09:04

AWesA Classics


Aufstieg 2014: Hake, Mende & Giger schießen WTW in die Bezirksliga!

Rückblicke auf besondere Spiele im Weserbergland / Heute: Gluba-Elf in der Aufstiegsrunde gegen Pegestorf und Schloß Ricklingen

    Wallensen feiert kurz nach Spielende den Bezirksliga-Aufstieg.
    In unserem heutigen Fußball-Klassiker blicken wir auf die Saison 2013/14 zurück. Im Hameln-Pyrmonter Kreisoberhaus wird der WTW aus Wallensen hinter dem SV Lachem Vizemeister. Am Ende haben Glaubitz & Co. acht Punkte mehr auf dem Konto. Während der SVL damit den direkten Bezirksliga-Aufstieg geschafft hat, müssen die Ostkreisler die Relegation bestreiten. In den beiden Partien gegen Pegestorf und den TSV Schloß Ricklingen hat sich die Gluba-Elf viel vorgenommen. Im ersten Spiel muss Wallensen beim Vizemeister der Kreisliga Holzminden antreten. Pegestorfs bärenstarker Stürmer Adem Avci bringt die Gastgeber zweimal in Front. Drei Minuten nach dem Seitenwechsel sorgt Tobias Mende für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Bis in die Nachspielzeit hinein verteidigt Pegestorf den knappen Vorsprung. Dann schlägt die Stunde von Wallensens Keeper Daniel Hake. Nach einem langen Mende-Freistoß köpft Hake das Spielgerät zum „Last Minute“-Ausgleich in die Maschen – Hake macht den Lehmann, alle Wallenser sind völlig aus dem Häuschen. Wenige Sekunden später ist die Partie beendet. Mit dem späten Remis bleibt der Bezirksliga-Traum am Leben. Eine Woche später kommt es auf der „Thüster Platte“ gegen Schloß Ricklingen zum Showdown. Die Rechnung ist einfach: Nur mit einem Sieg realisiert Wallensen den Bezirksliga-Aufstieg. 450 Zuschauer sind live dabei und sehen eine furios aufspielende WTW-Mannschaft. Durch einen Doppelschlag von Frederick Giger und Mende steht es beim Pausenpfiff bereits 2:0. Damit ist das Bezirksliga-Tor weit aufgestoßen. Nach Wiederanpfiff verpassen die Gastgeber mehrfach die vorzeitige Entscheidung. Doch als Giger zwei Minuten vor Schluss zum 3:0 einschiebt, brechen beim WTW alle Dämme. Direkt nach Spielende bekommt Aufstiegstrainer Stefan Gluba von seinen Spielern die Bierdusche. Gleichzeitig ist es der Beginn einer langen Partynacht bis in die frühen Morgenstunden.

    Unser Bericht vom 10.06.2014:


    WTW Wallensen – TSV Schloß-Ricklingen 3:0 (2:0).

    Es ist vollbracht! Der  WTW Wallensen kehrt nach 36 Jahren in den Bezirk zurück. Dementsprechend ausgelassen spielten sich die Jubelszenen ab, als der nicht immer glücklich agierende Schiedsrichter Maik Dennecke das letzte Relegationsspiel nach fünf Minuten Nachspielzeit beendete. Auftsiegs-Trainer Stefan Glluba konnte sein Glück noch gar nicht so recht fassen. „Ich bin platt, als wenn sonst was passiert wäre, werde wohl erst morgen auf der Arbeit richtig registrieren, was hier passiert ist“, so der klitschnasse A-Lizenz-Coach, dem Sebastian Reinhardt zuvor eine mächtige Bierdusche verpasst hatte. Das Erfolgsgeheimnis konnte er trotz aller Emotionen klar benennen: „Spiele und Training zusammen genommen, haben wir 130 Einheiten absolviert. Im Schnitt waren 18 Mann dabei. Da ist kein Spieler rausgefallen.“

    Erstes Ausrufezeichen schon nach 17 Sekunden

    Mannschaftlich geschlossen stark präsentierte sich der WTW auch gegen den TSV Schloß-Ricklingen, den die Gastgeber überhaupt nicht zur Entfaltung kommen ließen. Zwar ließ Spielmacher Dominik Strunkey in den ersten zehn Minuten einige Male seine Klasse aufblitzen. Torchancen erspielten sich die Gäste aber kaum. Auch Torjäger Dennis Brinkmann blieb blass. Anders die Gluba-Elf, für dessen erstes Ausrufezeichen Frederik Giger schon nach 17 Sekunden sorgte. Wallensen machte in der Anfangsphase richtig Druck. Giger köpfte knapp drüber (4.) und ein TSV-Akteur rettete vier Minuten später nach einer Ecke auf der Linie. In der 25. Minute hatte Schloß-Ricklingen Glück, dass Strunkey nach einem Tritt gegen Tim Dreyer nicht einmal Gelb sah. Die meisten der 450 Zuschauer hatten in dieser Szene mit einem Platzverweis gerechnet.

    TSV-Keeper Kohns verhindert Vorentscheidung

    Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt etwas verflacht, nahm nach einer halben Stunde aber wieder richtig an Fahrt auf. Frederick Giger tauchte nach einem klasse Pass von Tobias Mende plötzlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf und netzte eiskalt zur umjubelten Führung ein. Jetzt kam der WTW-Express richtig ins Rollen. Nur sechs Zeigerumdrehungen später setzte Tim Dreyer auf rechts energisch nach, Giger kam zentral an den Ball und wurde anschließend von den Beinen geholt. Den fälligen Elfer ließ Mende unten links in den Maschen zappeln. Und kurz vor der Pause beinahe die Vorentscheidung: Wieder gelangte ein Dreyer-Zuspiel zu Giger, dessen Abschluss von TSV-Keeper Hendric Kohns überragend pariert wurde (45.).

    Ehlerding und Knecht lassen nichts anbrennen

    Nach dem Seitenwechsel ließ Wallensen den Gegner kommen und lauerte auf Konter. Die Schloß-Angriffe endete zumeist harmlos, weil die von Marc Ehlerding und Dustin Knecht top-organisierte WTW-Viererkette nichts anbrennen ließ. Die Chancen hatte weiter der WTW. Der eingewechselte Oliver Silex (52., 68.) und Giger (58.) scheiterten zunächst aber im Abschluss. Nur einmal mussten die Ostkreisler noch durchatmen, als Dominik Wulf einen Schuss am langen Pfosten von der Linie kratzte (70.). Kurz vor Schluss setzte Giger mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf. „Vor der Saison haben uns acht Spieler verlassen. Und trotzdem haben wir mit der Vizemeisterschaft und dem Pokalsieg die beste Saison unserer 65-jährigen Vereinsgeschichte gespielt. Das sucht seinesgleichen“, war auch Spartenleiter Sven Köhne überglüklich. Sein Dank galt vor allem Gluba: „Er  ist einer der besten Trainer in unserer Region – mit einem einzigartigen Engagement. Ihm haben wir viel zu verdanken.“
    WTW Wallensen: Hake, Ehlerding, Gröhlich, F. Giger (90. Reinhardt), Knecht, Edeler, Klippstein, Paetz (60. Wulf), Wilkening, Mende, Dreyer (46. Silex).
    Tore: 1:0 Frederick Giger (30.), 2:0 Tobias Mende (36./Strafstoß), 3:0 F. Giger (88.).

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    Autor des Artikels

    Timo Schnorfeil
    Timo ist nach Matze Dienstältester im Team AWesA, telefoniert, schreibt und knipst – und ist Chef der redaktionellen Organisation.
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