06.07.2016 09:47

med & train


Schweins & Plaul berichten vom Symposion bei Union Berlin

Viele anerkannte Experten geben Seminare / Das „Wir“ im Team um das Team wird hervorgehoben

Kolja Schweinsund Andreas Plaul waren beim Präventionssymposium in Berlin.
Von Kolja Schweins und Andreas Plaul

Die VBG lud ins Stadion „An der alten Försterei“ vom 1. FC Union Berlin ein. Kolja Schweins, Physiotherapeut der m&i-Fachklinik, war dabei.

Unter der Leitung von Sport1-Moderatorin Annett Sattler wurde am 18. Juni  für ein Teilnehmerfeld von 150 Fußball- und Athletiktrainern, Sportmedizinern und Sportphysiotherapeuten ein Präventionssymposium durchgeführt.

Auch kurz vor der Saison und vor dem AWesA Allstar-Game ist die Prävention genau so aktuell, wie in der laufenden Spielzeit.

Dabei kamen im theoretischen Teil in 20-minütigen Kurzvorträgen die vielfältigen Themengebiete der Prävention unter die Lupe:
  • Verletzungen im Fußballgeschäfts – Anforderungsprofil = Risikoprofil?
  • Leistungsphysiologische Anforderungen an den Fußballspieler im Training und Wettkampf
  • Prävention und Behandlung von Muskelverletzungen
  • Krafttraining zur Verletzungsprävention im Teamsport
  • Ernährung im Teamsport
  • Verletzungsprävention – mentale Aspekte aus der Sportpsychologie
  • Concussion Management im Fußball (Schädelhirntrauma)
  • Prävention im Spitzenfußball- Verletzungsfrei von Nachwuchsabteilung ins Männerteam
  • Belastungs- und Beanspruchungssteuerung im Nachwuchsfußball


Die Liste der Dozenten las sich wie eine Expertenliste des nationalen und internationalen Profi Fußball-/ Sportgeschäfts:
  • Dr. Helge Riepenhof (BG Klinikum Hamburg, Mannschaftsarzt AS Rom)
  • Dominik Suslik (Hannover 96 NLZ)
  • Dipl. Psych. M.A. Susanne Decker (Sportpsychologie)
  • Dr. Patrick Luig (Sportreferent)
  • Lutz Munack (1 FC Union Berlin, Geschäftsführer Sport)
  • Erik Helm (Perfect Athlete, Dipl. Sportwissenschaftler & Athletiktrainer im Hochleistungssport)
  • Dr. med. Ralf Doyscher (Charite Berlin Abt. Sportmedizin/ Mannschaftsarzt, bis vor kurzem SV Babelsberg 03)
  • Dr. Andreas Gonschorek (BG Klinikum Hamburg)
  • Uwe von Renteln( Ernährungscoach u.a. Deutsche Leichtathletiknationalmannschaft)
  • Prof. Dr. Elmar Wienecke (Fußball Lehrer/ Gründer der SALUTO Gesellschaft für Sport und Gesundheit mbH)


Im Anschluss an die Vorträgen gab es auch genügend Zeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Neben dem theoretischen Teil gab es aber auch einen praktischen Teil, der in zwei Workshops gegliedert wurde. Die dafür bereitgestellten 50 Teilnehmerplätze waren genauso ausgebucht, wie das Symposium im Allgemeinen. Die Leitung der Workshops oblag dem Team des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) des 1. FC Union Berlin und wurde auch auf dem Gelände des NLZ neben dem Stadion durchgeführt.

Der erste Workshop  wurde  mit „Stabilität der unteren Extremitäten und der Rumpfmuskulatur“ betitelt und von Martin Krüger durchgeführt. Im zweiten Workshop stand  „Return-To-Competition Diagnose bei Verletzungen der Sprunggelenke“ im Vordergrund. Das Team um Maximilian Perschk stellte dabei verschiedenen Möglichkeit der Testung in den Fokus.
Dennoch möchte ich kurze Worte als Fazit hier schon einmal zusammenfassen:

Änderungen und Neuerungen werden im Bereich der Prävention und Rehabilitation diskutiert,
dabei ist das „Wir“ ein wichtiger Faktor. Das „Wir“ besteht aus: Trainer, Co-Trainer, Athletik- oder Physiotherapeut, Mannschaftsbetreuer, Manager (Fußballobmann), Mannschaftsarzt und sonstigen Personen, die eng mit der Mannschaft zusammenarbeiten. Das Team ist bemüht, alle Spieler gesund und leistungsfähig auf den Platz zu bringen, dann ist der Erfolg garantiert.

Das Team besteht sowohl im Jugend- als auch auch im Amateur- oder Profibereich aus den unterschiedlichen oben benannten Aufgabengebieten, die als Einheit die verschiedenen alltäglichen Einflussfaktoren auf den Spieler aus ihrem Blickwinkel und Kompetenzbereich analysieren. Aus den daraus resultierenden Erkenntnissen wird gemeinsam eine Trainingsempfehlung für Spieler und Mannschaft entwickelt.

Durch spezifische Tests vor einer Verletzung kann der optimale Zeitpunkt zur Rückkehr ins Mannschaftstraining angezeigt werden und eine erneute Verletzung (Retraumatisierung) vermieden werden (Tertiäre Prävention).

Diese Tests können jedoch auch als Verletzungsvermeidung oder Hilfe genutzt werden, um die Leistung des Spielers zu optimieren. Dabei werden Augentests (Räumliches Sehen) genauso mit einbezogen, wie auch Spezialisten zur Behandlung von CMD (Craniomanibuläre Dysfunktion). Auch neue Medien (Hannover Athletics-App für das Handy) finden Einzug in die Trainingssteuerung.

Die Regeneration (Pause) ist noch weiter zu optimieren, bevor es zur erneuten gleichen Trainingsbelastung kommt.

Schnelltests bei Verdacht auf ein auftretendes Schädelhirntrauma, die speziell beim Fußball in zwei bis drei Minuten nach dem Kontakt an der Seitenlinie als Überprüfung dienen, sind noch nicht zu 100 Prozent gefunden.

Die P.E.C.H. Regel (Pause, Eis, Kompression, Hochlagern) als Erstversorgung bei Muskelverletzungen am Spielfeldrand ist genauso auf dem Prüfstand wie die weitere Behandlung durch Arzt oder Physiotherapeuten.
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Team AWesA
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