29.09.2011 10:50

Interview


Oenelcin: „Meine Mannschaft ist jung - aber erfahren!“

Vor dem Top-Duell gegen Latferde: Interview mit Hessisch Oldendorfs Trainer / Team-Geist als Erfolgs-Geheimnis
Tarik Oenelcin TuS Hessisch Oldendorf AWesA
Sara Fachinger (re.) und Philipp Scholz (li.) im Gespräch mit TuS-Trainer Tarik Oenelcin.

Am Wochenende blicken die Fußball-Fans ins Hessischer Waldstadion. Dort empfängt der Tabellenführer der Leistungsklasse seinen ärgsten Verfolger aus Latferde. Während der heimische TuS nach sieben Siegen in sieben Spielen eine blüten-weiße Weste trägt, ist der Gast aus der Gemeinde Emmerthal nur drei Zähler hinter den Grün-Weißen platziert. Die AWesA-Praktikanten Sara Fachinger und Philipp Scholz sprachen im Vorfeld mit TuS-Coach Tarik Oenelcin über den Saison-Start, weitere Ziele – und das Erfolgsgeheimnis.

Hättest Du vor der Saison mit so einem guten Start gerechnet?
„Nein, das habe ich nicht. Auch wenn einige andere das von uns erwartet haben. Wir haben zwar sehr gute Spieler in unseren Reihen. Aber unter denen sind auch neun Neuzugänge. Die mussten erst einmal in die Mannschaft integriert werden. Und das war nicht einfach für uns.“

Was ist das Geheimnis des Erfolgs?
„Ich denke, diese Frage kommt nach sieben Spielen etwas zu früh. Dennoch: Ein Punkt ist sicherlich, dass wir auf dem Platz immer ein Team sind und eine klasse Teammoral haben. Auch wenn es manchmal nach Außen nicht unbedingt diesen Eindruck macht.“

Was erwartest Du für das Topspiel gegen den FC Latferde am kommenden Sonntag?
„Wir müssen die gleiche oder sogar eine bessere Leistung wie gegen Holzhausen bringen. Außerdem müssen wir unsere Heimstärke ausnutzen. Wenn wir diese Punkte beachten, können wir unser Ziel, die drei Punkte in Hessisch Oldendorf zu behalten, erreichen. Trotzdem wird es ein sehr schwieriges Spiel für uns und eine große Herausforderung für mein Team.“

Denkst Du, dass der Erfolg Deiner jungen Mannschaft zu Kopf steigen könnte?
“Nein. Wenn das so wäre, hätten wir nicht so einen guten Start hingelegt. Meine Mannschaft ist jung - aber erfahren. Das sieht man besonders an unseren talentierten Nachwuchsspielern. Allerdings ist mir zu Ohren gekommen, dass einige Spieler aus meinem Team Kommentare von sich gegeben haben, die mit Sport und Fairness nichts mehr zu tun haben. Dafür kann ich mich nur entschuldigen. Natürlich muss dieses Verhalten nach Außen geändert werden. Und das ist auch zum Teil meine Aufgabe als Trainer. Ich werde Einzelgespräche mit meinen Spielern führen und dafür sorgen, dass so etwas nicht mehr vorkommt.“

Wo siehst Du Deine Mannschaft am Ende dieser und nächster Saison?
“Ich hoffe, dass wir in dieser Saison weiterhin oben mitspielen und am Ende in die Kreisliga aufsteigen. Zur nächsten Saison kann man in meinen Augen noch nicht viel sagen. Außer dass ich mir wünsche, dass wir unsere Leistungen halten oder sogar verbessern können.“
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