07.09.2011 11:08
Interview
Badminton-Chef Zobel: „Es fehlt an Übungsleitern im Junioren-Bereich“
Am Wochenende fällt der Startschuss für die neue Saison / Interview mit dem Kreisfachbands-Vorsitzenden Peter Zobel

„Der geilste Sport der Welt“: Hameln-Pyrmonts Badminton-Chef Peter Zobel zeigt Flagge.
Am Wochenende ist es soweit: Die neue Badminton-Saison öffnet die Tore und startet in die neue Spielzeit. Im Vorfeld sprach AWesA mit Hameln-Pyrmonts Badminton-Chef Peter Zobel. Der 49-Jährige spielt bereits seit knapp 25 Jahren aktiv. Dabei schwang er den Schläger durchgehend für den Turnerbund Hilligsfeld. Nur in der Jugend ging Zobel für kurze Zeit „fremd“ - und schnürte Zobel die Stiefel für den SC Diedersen. Allerdings die Fußballschuhe. Aufgrund einer schweren Verletzung konzentrierte er sich dann aber auf den Badminton-Sport. Der eroberte von Beginn an sein Sportler-Herz. 1993 ging es mit dem TBH bereits in die erste Punkt-Saison. Für seine langjährigen Verdienste bekam „Mister Badminton“ im Mai beim Kreissporttag in Hilligsfeld die Silberne LSB-Ehrennadel überreicht. Im AWesA-Interview spricht Zobel über die Situation im Badminton-Sport vor Ort, die Jugendarbeit und sein persönliches Ziel in der anstehenden Saison.
Peter, am Wochenende fällt der Startschuss für die neue Saison. Was ist anders gegenüber der letzten Spielzeit?
„Eigentlich ist alles beim Alten geblieben. Nur leider haben wir in der kommenden Saison kein Team mehr in der Bezirksliga, weil der MTV Bad Pyrmont in der vergangenen Spielzeit abgestiegen ist. Jetzt gehen mit Bad Pyrmont, VfL Hameln und TuSpo Bad Münder drei Mannschaften in der Bezirksklasse Hannover an den Start.“
Wie ist es im Allgemeinen um den Badminton-Sport vor Ort bestellt?
„Eher schlecht! Unsere Sportart veraltet ein bisschen. Der Altersdurchschnitt liegt bei ungefähr 40 Jahren. Zudem ist es mit dem Nachwuchs etwas problematisch.“
Gibt es denn Vereine, die aktive Jugendarbeit leisten?
„Ja, das auf jeden Fall! Gerade beim VfL Hameln wird unter der Leitung von der ehemaligen Deutschen Meisterin Cathrin Hofmann und Jörg Blumenthal gute Jugendarbeit geleistet. Mit einer U19-Jugend sowie den U15- und U13-Schülern nehmen drei Junioren-Teams am Spielbetrieb teil. Hier sind vor allem Hanna Blumenthal und Nele Hofmann vom VfL Hameln echte Talente. Denen traue ich noch einiges zu. Aber auch beim SC Bad Münder und TSV Groß Berkel wird gute Jugendarbeit geleistet. Im Großen und Ganzen fehlt es leider an Übungsleitern im Juniorenbereich.“
Wer ist das sportliche Aushängeschild unserer Region?
„Das ist eine schwierige Frage. Wir haben mit Bad Pyrmont, VfL Hameln und TuSpo Bad Münder drei Teams in der Bezirksklasse. Positiv ist auch noch, dass der VfL und TB Hilligsfeld zwei Herren-Teams haben.“
Gibt es Highlights in der anstehenden Saison?
„Im nächsten Jahr finden im Mai die Kreismeisterschaften der Kreise Schaumburg und Hameln-Pyrmont in Rinteln statt. Doch das erste große Highlight steigt bereits am Sonntag um zehn Uhr in der Sporthalle Hilligsfeld. Hier treffen im ersten Punktspiel die beiden Hilligsfelder Mannschaften in der Kreisliga direkt aufeinander. Die Tagesform wird hier über den Ausgang entscheiden.“
Was ist Dein persönliches Ziel für die kommende Saison?
„Erst einmal hoffe ich, dass ich verletzungsfrei bleibe. Auch wenn die Schmerzen nach jedem Spiel da sind (lacht)! Sportlich wollen wir mit der ersten Herren von Hilligsfeld aufsteigen. Die Kreisliga ist aber sehr ausgeglichen, sodass da alles möglich ist.“
Was machst Du in Deiner Freizeit, wenn du gerade nicht auf dem Badminton-Platz stehst?
„Ich fahre sehr gern und so oft es geht Fahrrad. Jedes Jahr fahre ich mit meinem Kumpel eine Strecke über 500 Kilometer. Ansonsten habe ich genug mit dem Badminton-Sport zu tun.“
Peter, wir danken für das Gespräch und wünschen Dir für die kommende Saison viel Erfolg.
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