„Nach den letzten zwei Jahren hatte ich mehr oder weniger ein bisschen den Spaß verloren. Dazu kam - so ehrlich muss man sein -, dass meine sportliche Situation auch nicht mehr die beste war. Dann kam der Anruf aus Havelse, wir haben uns ausgetauscht und mir wurde eine Perspektive aufgezeigt, mit der ich zufrieden war und dank der ich hoffentlich wieder zu meiner alten Stärke finde. Dann haben beide Vereine miteinander gesprochen, da ich noch ein Jahr Restvertrag in Osnabrück hatte und jetzt bin ich wieder hier.“
Gab es schon erste Reaktionen von alten Weggefährten aus Havelse, als der Wechsel offiziell wurde? Wer hat sich als Erstes bei Dir gemeldet?
„Alle haben sich sehr gefreut und mich direkt wieder mit offenen Armen empfangen. Das gibt einem natürlich direkt ein sehr gutes Gefühl. Torben Engelking, mit dem ich bei Egestorf sowie in Havelse gespielt habe, wusste eigentlich über alles Bescheid im Vorfeld, weil ich mich auch mit ihm ausgetauscht habe und er auch zu meinem engeren Freundeskreis gehört.“
Du hast in den letzten Jahren bei Hansa Rostock und beim VfL Osnabrück reichlich Profi-Erfahrung gesammelt. Inwiefern kehrt heute ein anderer Kevin Schumacher zurück als der, der Havelse damals verlassen hat?
„Ich würde sagen, es kommt ein Kevin Schumacher zurück, der viel Erfahrung gesammelt hat, der sein Spiel angepasst hat, der mehr Ruhe ausstrahlt, natürlich auch am Ball besser geworden ist und Führung übernimmt, um es meinen Mitspielern auf dem Platz einfacher zu machen - sei es durch Lautstärke oder Ratschläge, die ich selbst bekommen habe oder mir abschauen konnte.“
Wenn Du heute die Kabine in Havelse betrittst: Fühlt es sich so an, als wärst Du nie weggewesen, oder hat sich viel verändert?
„Ein wenig hat sich schon getan, zum Beispiel wurde der Kraftraum erneuert. Aber viele Leute von damals sind noch da und da fällt es einem schon sehr leicht, sich schnell wieder zurecht zu finden und wohl zu fühlen.“
Die 3. Liga ist extrem eng und umkämpft. Was traust Du der Mannschaft in dieser Saison zu, und worauf wird es für Euch ankommen, um die Klasse zu halten?
„Ich denke, wenn man als Mannschaft kompakt steht, wenig zulässt, gute Umschaltsituationen bekommt und diese dann auch nutzt, dann hat man schon sehr gute Chancen, eine gute Saison zu spielen, mir der wir alle zufrieden sein können am Ende.“
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