11.03.2026 10:05
Kreisligavorschau Interviews
Kreisligavorschau: Nach dem Wiederaufstieg: SG Hajen-Latferde stellt sich dem Abstiegskampf in der Kreisliga
Bastian Geisler: „Die Prinzipien sollten nun verinnerlicht sein und darauf aufbauend wollen wir variabler auftreten"

Bastian Geisler von der SG Hajen-Latferde stellt sich unseren Fragen.
Die Kreisliga startet wieder durch. Wir haben das zum Anlass genommen, bei den Vereinen nachzuhorchen. Jeden Tag geben zwei Teams Einblicke in ihre Wintervorbereitung und einen Ausblick auf die anstehende Rückrunde.
Heute Bastian Geisler von der SG Hajen-Latferde:
Nach dem direkten Wiederaufstieg sieht sich die Mannschaft in der Kreisliga erneut mit dem Abstiegskampf konfrontiert. Mit aktuell 11 Punkten aus 15 Spielen steht das Team zwar über dem Strich, weiß jedoch um die schwierige Ausgangslage im Tabellenkeller. Im Interview blickt Bastian Geisler auf die Hinrunde zurück, spricht über die Wintervorbereitung, das anstehende Derby gegen den TSV Grohnde sowie über die sportliche Entwicklung und die Zukunftsplanung des Vereins.
Ihr seid mit 11 Punkten aus 15 Spielen nach Eurem direkten Wiederaufstieg auch wieder direkt im Abstiegskampf der Kreisliga. Wie fällt Euer Fazit zur Hinrunde aus?
„Die Hinrunde lief für uns bislang ähnlich, wie wir es erwartet hatten. Sicherlich hätten wir gerne den ein oder anderen Punkt mehr, aber die Spiele, in denen mehr möglich gewesen wäre und die Spiele, in denen wir das nötige Glück hatten, gleichen sich – wie es so oft ist – aus. Wir müssen weiter gegen die direkte Konkurrenz punkten, was uns leider gegen Bisperode und Tündern nicht gelungen ist. Vor der Saison waren wir für viele einer der sicheren Absteiger. Stand jetzt stehen wir über dem Strich. Wir wissen allerdings auch, dass sich die Situation durch die leider immer wiederkehrende Wechseldynamik hier im Kreis für uns noch einmal deutlich verschärft hat."
Wie seid Ihr die Wintervorbereitung angegangen, um in der Rückrunde erfolgreicher zu sein?
„Der Grundstein ist die notwendige Fitness, an der wir gearbeitet haben. Außerdem wurden seit Saisonbeginn viele kleinere Veränderungen vorgenommen, an die sich die Spieler erst gewöhnen müssen. Die Prinzipien sollten nun verinnerlicht sein und darauf aufbauend wollen wir variabler auftreten. Insgesamt müssen wir torgefährlicher werden und daher wollen wir uns in erster Linie im Spiel mit Ball entwickeln. Zudem verschärft die Rückkehr der Langzeitverletzten den Konkurrenzkampf und wird uns einen zusätzlichen Push geben."
Eure Rückrunde startet direkt mit dem Derby gegen den TSV Grohnde. Wie bewertet Ihr diese erste Aufgabe gegen Grohnde im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Rückrunde?
„Erstmal muss man Grohnde zu dieser Hinrunde gratulieren. Dort wird gut im Kollektiv gearbeitet und somit haben sie sich in eine gute Ausgangslage gebracht. Mit Rückrundenbeginn wird dieses Spiel keine Vorentscheidung einläuten, aber – wie zu Beginn erwähnt – wollen wir gegen unsere direkten Konkurrenten punkten. Das Hinspiel hatte zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten mit dem glücklichen Ausgang für uns. Wir sollten uns selbst in die Pflicht nehmen, diesmal über die gesamte Spielzeit an die Grenzen zu gehen. Wir wollen gut starten und dieses Gefühl in die kommenden Wochen mitnehmen."
Wie seht Ihr mit Blick auf den Aufstieg letzte Saison und die aktuelle Situation im Abstiegskampf Eure Entwicklung der letzten Jahre?
„Da ich erst seit Sommer wieder voll dabei bin, steht es mir für die vergangenen Saisons kaum zu, ein Urteil zu bilden. Daher kann ich mich nur auf meinen Blick als Zuschauer berufen. Ich glaube, dass die Mannschaft nach dem Abstieg eine gute Reaktion gezeigt hat. Insbesondere in den Spitzenspielen hat sie damals bewiesen, wozu sie in der Lage ist. Teilweise haben jedoch ein paar Prozent gefehlt und die Spiele wurden dennoch positiv entschieden. Daraus ergibt sich, dass wir diese Saison immer wieder realisieren müssen, dass wir in der Kreisliga nur dann bestehen, wenn wir an die Grenzen gehen. Zudem ist es kein Geheimnis, dass der Kader nicht mehr der jüngste ist und wir uns in den kommenden Jahren definitiv verjüngen müssen. Ich möchte das jedoch auf keinen Fall als Ausrede gelten lassen, da auch viele der älteren Spieler mir Woche für Woche zeigen, dass sie sich weiterentwickeln wollen und auch in der Fitness nicht zwangsläufig das Nachsehen haben."
Wie sieht Eure Zukunftsplanung aus?
„Da wir uns sowieso bei euch melden wollten, können wir verkünden, dass das gesamte Trainerteam für die kommende Saison zugesagt hat. Marvin macht bei der Zweiten einen super Job und die beiden Mannschaften sind noch einmal enger zusammengerückt. Mit Marcel als Torwarttrainer haben wir zu Saisonbeginn einen ehrgeizigen Typen dazugewonnen, der unseren Torhütern gut tut. Ich freue mich natürlich ebenfalls, dass das Vertrauen trotz der unklaren Tabellensituation da ist. Auch der Kader hat – bis auf vereinzelte Fragezeichen – zugesagt, was uns alle sehr freut. Langfristig wollen wir uns sowohl auf als auch neben dem Platz weiterentwickeln. Erste Dinge wurden angeschoben, andere sind geplant. Die oberste Priorität haben allerdings die kommenden Spieltage."
Kommentare