31.01.2025 12:21
Interview
„Am schönsten ist es, wenn man sich kreativ ausleben kann“
Neue Interviewserie: Heute JFV Hameln (1239 Follower)

Mathis Müller spielt für die A-Jugend des JFV Hameln, coacht die D-Junioren und betreut den Instagram-Account des Vereins.
Im Rahmen eines Praktikumsprojektes haben sich die beiden AWesA-Schulpraktikanten, Tamika Grabbe und Jarne Schedlitzki, intensiv mit der digitalen Präsenz von Sportvereinen im Landkreis Hameln-Pyrmont auseinandergesetzt. Dafür haben sie die zehn Sportvereine mit den meisten Instagram-Followern ausgewählt und zu ihrem Online-Auftritt befragt.
Ziel des Projekts ist es nicht nur, einen Einblick in die Social-Media-Strategien der reichweitestärksten Vereine zu erhalten, sondern auch andere Vereine zu inspirieren. Angesichts der wachsenden Herausforderungen im Ehrenamt und dem Rückgang von Mitgliederzahlen ist es für Vereine heute wichtiger denn je, sich aktiv und sichtbar zu präsentieren.
Während früher viele Menschen mangels Alternativen automatisch den Weg in den Verein fanden, konkurrieren diese heute mit anderen Angeboten wie Ganztagsschule oder Fitnessstudio. Somit finden neue Mitglieder, Ehrenamtliche oder Unterstützer häufig erst über Umwege in die Vereine. Wichtig war den beiden, deshalb zusätzlich die Personen hinter dem Account zu beleuchten. Tamika und Jarne wollten überdies herausfinden, welchen konkreten Nutzen Instagram den Vereinen bietet.
Interview durchgeführt von Tamika Grabbe & Jarne Schedlitzki
Wer sind die Personen hinter Eurem Instagram Account @jfvhameln?
„Geleitet wird der Instagram Account von unserem U13 I-Trainer Mathis Müller. Er organisiert die Darstellungen usw. Die größte Arbeit wird aber von jedem Trainer selbst übernommen, solange es um Spielberichte geht. Auch dort arbeiten wir sehr eng mit unserer Website-Beauftragten, Anja Dörries, zusammen. Insgesamt ist es ein großes Konstrukt, was aber in der Umsetzung sehr einfach ist.“
Was ist Dein persönlicher Antrieb, Deinen Verein in den Sozialen Medien zu unterstützen?
„Wir wollen in erster Linie Follower über unseren Verein auf dem Laufenden halten. Natürlich gehören hierzu vor allem die sportlichen Events, die Teams und unsere Partner. Wir hoffen jedoch auch, dass der eine oder andere Jugendliche inspiriert wird, seine Freizeit auf dem Sportplatz zu verbringen, indem wir Bilder und Videos von großartigen Erlebnissen teilen.“
Social Media-Chef Mathis Müller ergänzt: „Mein persönlicher Antrieb ist es, den JFV grafisch ansprechend und aktiv auf Social Media zu verbreiten. Am schönsten ist es, wenn man sich kreativ ausleben kann, bei den tausenden von Programmen, die man im Internet findet. Auch ein Layout oder Ähnliches zu erstellen, macht Spaß.“
Wie viel Zeit investierst Du grob pro Woche für die Account-Betreuung?
„Das kommt immer auf die Phase in der Saison an: Wie viele Spiele anstehen, was drumherum gerade passiert und so weiter. Am meisten Zeit geht also während der aktiven Liga-Phase und am Anfang sowie Ende der Saison drauf. Im Durchschnitt würde ich sagen, drei bis vier Stunden pro Woche sitze ich an Inhalten, wenn man sich Mühe geben will. Manche Beiträge, Storys oder Reels sind innerhalb von fünf bis zehn Minuten fertig. Andere Grafiken oder Statistiken brauchen gerne mal mehr als eine Stunde mit Recherche und Erstellen.“
Was hast Du bisher für Dich persönlich aus dieser Aufgabe mitgenommen?
„Interessant ist es immer wieder zu sehen, wie viele Möglichkeiten es gibt, auf Instagram Beiträge zu kreieren. Man lernt viel über den eigenen Verein. Man bekommt aus jeder Ecke Informationen, das ist sehr interessant. Auch aber bei anderen Vereinen schaut man sich Ideen ab.“
Warum erachtet Ihr Instagram als elementar für Eure Außendarstellung?
„Zum einen gibt es uns eine Plattform, um mit Externen einfach zu kommunizieren sowie den JFV und somit die Jugendfußball-Region Hameln-Pyrmont zu verbreiten. Aber auch für Sponsoren ist es attraktiv, sich in Beiträgen zu platzieren.“
Habt Ihr durch Euren Instagram-Auftritt Vorteile für Euren Sportverein messen können (z.B. Zuwachs an Mitgliedern, mehr Sponsoren/Förderer, Ehrenamtliche)?
„Ein messbarer Erfolg lässt sich nicht verzeichnen. Zum einen ist Instagram nur ein Puzzleteil. Analysen über trennscharfe Auswirkungen unseres Accounts führen wir als Ehrenamtliche nicht durch. Sponsoren nehmen unsere Präsenz über die unterschiedlichen Social-Media-Kanäle jedoch sehr positiv wahr. Zudem haben wir auch genügend Follower, die uns begleiten. Daher empfinden wir unser Engagement in diesem Bereich als erfolgreich und lohnend.“
Wie lange seid Ihr auf Instagram schon aktiv?
„Unseren Instagram-Account gibt es eigentlich fast seit der Gründung unseres Vereins (09.03.2020, Anm. d. Red.). Schon dort waren wir durchaus auf einem tollen Niveau, was sich aber nochmal weiterentwickelt hat.“
Welche Inhalte sind bei den Followern bei Euch am beliebtesten?
„Beliebt sind immer Beiträge, die wir auch am meisten posten. Ab und zu sind auch Reels dabei, aber das ist nicht unser Hauptpunkt. Bei den Beiträgen können wir uns am besten präsentieren und langfristig etwas Schönes schaffen.“
Habt Ihr Pläne/Konzepte für die Zukunft auf Social Media geplant? Wenn ja, welche?
„Die gibt es auf jeden Fall. Wir werden wahrscheinlich Tor-Highlights von Spielen hochladen und noch einige Beitragsformen verschiedener Art kreieren, die dann auch länger halten sollen. Wichtig ist es für uns, kontinuierlich zu arbeiten und nicht nur einmal etwas zu machen, sondern lange und gut.“
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