29.01.2022 09:00

Interview


„Für uns ist Rollkunstlauf nicht nur eine Sportart, sondern eine Leidenschaft"

„Als ich 4 Jahre alt war, waren meine Füße endlich groß genug für die kleinsten Rollschuhe“

Von links nach rechts: Leonie Maluschka, Darian Asmussen und Lilly-Ann Oppermann.
Drei junge Rollkunst-Asse sprechen über ihre große Leidenschaft: das Rollkunstlaufen. Lilly-Ann Oppermann, Darian Asmussen und Leonie Maluschka sind für den RST Hummetal aktiv und alle drei wurden für den Bundeskader nominiert.

Wie habt Ihr zum Rollkunstlaufen gefunden?
Lilly-Ann: „Nach dem Kinderturnen kamen früher immer Rollschuhläufer, ich war sofort begeistert. Als ich vier Jahre alt war, waren meine Füße endlich groß genug für die kleinsten Rollschuhe.“
Darian: „Als ich mit fünf Jahren nach Emmerthal umgezogen bin, lernte ich meine neue Nachbarin Leonie kennen. Durch sie habe ich mir das damalige Märchen „Die Schöne und das Biest“ angeschaut und anschließend bei einem Schnuppertraining habe ich meine heutige Trainerin kennengelernt.“
Leonie: „Als ich vier Jahre alt war, habe ich mir das Rollschuhmärchen 'Tarzan' angeschaut. Dort wurde für ein Schnupperkurs Werbung gemacht und für mich war klar da möchte ich mit machen.“

Was sind Eure bisher größten sportliche Erfolge – und von welchen Errungenschaften träumt Ihr heimlich?
Lilly-Ann: „Meine größten Erfolge waren Vize Deutsche Siegerin auf der Deutschen Meisterschaft 2020 und die Silbermedaille auf dem Interland Cup 2021. Mein Traum ist es einmal auf einer Europameisterschaft oder sogar Weltmeisterschaft an den Start gehen zu dürfen.“
Darian: „Meine größten Erfolge waren der Gewinn der Bronzemedaille auf dem Interland Cup 2020 in der Schweiz, sowie der 2.Platz bei der Deutschen Meisterschaft 2021 in Göttingen.“
Leonie: „Mein größtes Erfolgsjahr war 2018. Erst wurde ich Vize Deutsche Siegerin bei der Deutschen Pflichtmeisterschaft in Hanau, danach folgte mein persönliches Highlight: Gold auf der Deutschen Kürmeisterschaft in meiner Altersklasse und zum Abschluss des Jahres wurde ich 8. in Kür und 5. in Pflicht auf dem Europa Cup in Malaga.“
Stört es Euch, dass Eure Sportart weniger Aufmerksamkeit erfährt als andere – und was könnte man dagegen tun?
Alle: „Ja es ist schon ein bisschen traurig, dass unser Sport nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt wie andere Sportarten. Eiskunstlauf bekommt auch viel Aufmerksamkeit und Rollkunstlauf ist eigentlich dasselbe. Leider ist es unser Sport nicht olympisch, im Gegensatz zum Eiskunstlauf.
Auf Meisterschaften gibt es immer einen Livestream. Wenn über unseren Sport mehr berichtet werden würde und diese Livestreams veröffentlicht würden, würde Rollkunstlauf vermutlich mehr Aufmerksamkeit gewinnen.“

Warum sollte jeder Sportinteressierte zumindest mal in Eure Sportart hineinschnuppern?
Alle: „Für uns ist Rollkunstlauf nicht nur eine Sportart, sondern eine Leidenschaft. Alle spielen Fußball, aber Rollschuhlaufen ist was anderes, eine außergewöhnliche, elegante Sportart. Man braucht nicht nur das Können auf der Bahn sondern trainiert auch die Ausdauer, Koordination, Spannung, Dehnbarkeit und vieles mehr. Man findet viele neue Freunde bei Wettbewerben und lernt viele neue Orte kennen.  Außerdem ist der Sport sehr abwechslungsreich: Pirouetten, Sprünge, Schritte und kreative Choreografien stehen auf unserem Trainingsprogramm, um sie dann bei Wettbewerben den Wertungsrichtern zu präsentieren.
In der Wintersaison, der Wettbewerbspause, findet immer unser jährliches Märchen statt. Auch das macht uns sehr viel Spaß. In diesem Jahr im März/April hoffen wir die Rollkunstlaufshow „Eiskönigin“ aufführen zu können.
Bei uns kann man auch gerne mal reinschnuppern, meldet Euch einfach unter mail@rst-hummetal.de“
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