24.04.2021 09:06

Interview - Leidenschaft Heimatsport


„Assist zum Torerfolg zu geben ist schöner als Einzelaktion“

Wir sprechen mit unseren Sportler*innen über ihre Leidenschaft / Heute: Ann-Michelle Fasse von der HSG Lügde-Bad Pyrmont
Ann-Michelle Fasse HSG Lügde Bad Pyrmont Handball Kopfbild
Ann-Michelle Fasse genießt den Mannschaftssport in vollen Zügen.
Im AWesA Jahresrückblick 2020 haben wir bereits mit zahlreichen Sportler*innen der Region über ihre Leidenschaft gesprochen: den Sport. „Doch waren das längst nicht alle“, erzählt Timo Schnorfeil, Chef vom Dienst bei AWesA. „Uns ist es wichtig, dass wir möglichst viele Menschen zu Wort kommen lassen. Warum lieben sie ihren Sport? Warum lieben sie ihren Verein? Und warum investieren sie im Normalfall sogar noch Geld, um ihren Sport überhaupt ausüben zu können?“ Deshalb gibt es unsere Kurzinterview-Serie: Leidenschaft Heimatsport.

Name: Ann-Michelle Fasse
Alter: 21
Position: RM/ RL
Spitzname: Ann-Mi
Sportliches Vorbild: Jim Gottfridson

Was macht für Dich die Faszination Handball aus?
„Handball ist ein perfekter Mix aus körperlicher Anstrengung, Emotionen und Gemeinschaft. Man ist ständig wechselnden Spielsituationen, die eine Spannung erzeugen, ausgesetzt. Oft entscheiden Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage. Emotionen werden im Mannschaftsverband geteilt und Leistungen zählen nicht individuell, sondern als Kollektiv. Einen Assist zum Torerfolg zu geben, ist noch schöner als eine Einzelaktion, da man die Freude mit seiner Mitspielerin direkt teilen kann und als Gruppe der Mannschaft hilft.“

Warum ausgerechnet die HSG Lügde-Bad Pyrmont?
„Durch meine Schwester habe ich damals in der E-Jugend das Handballspielen bei der HSG Lügde-Bad Pyrmont begonnen und mittlerweile ist man Teil der Handballfamilie geworden. Auf Veranstaltungen, wie das jährliche Mixturnier, das Spanferkelessen oder die Weihnachtsfeier, freut man sich und sieht viele bekannte Gesichter. Trotz einer großen Altersspanne innerhalb der Damenmannschaft harmoniert das Team sehr gut und jede Spielerin bringt ihre Erfahrung und ihr individuelles Können ein.“

Wie sieht bei Dir ein klassischer Spieltag aus?
„Nach einem ausgiebigen Frühstück wird, bevor es los zur Halle oder zum Treffpunkt geht, noch schnell die Tasche gepackt. Meistens steht man vorher noch im Kreis vor der Halle zusammen und bekommt schon mal einen Eindruck wie jeder einzelne drauf ist. Danach wird der Trainingsanzug gegen das Trikot getauscht und letzte Vorbereitungen wie Haare flechten werden getroffen. Mithilfe von Musik wird nochmal für die nötige Stimmung gesorgt und die anfängliche Aufregung verfliegt, sobald man den Ball fürs Aufwärmen in die Hand nimmt. Auf dem Spielfeld lautet die Devise dann Spaß haben und alles geben.“

Weshalb gewinnt der Amateursport für Dich gegen den Profisport?
„Im Profisport wurde zuletzt oft das Problem der fehlenden besonderen Persönlichkeiten diskutiert und in diesem Bereich gewinnt der Amateursport, da sich Spieler:innen in heterogenen Gruppen frei entfalten können. Jedem wird gleichberechtigt die Chance gegeben seinen Sport auszuüben und seinen Charakter individuell zu entwickeln, ohne dabei finanzielle Abhängigkeiten und zukünftige Entwicklungen im Hinterkopf zu haben.“
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