03.04.2021 07:53

Interview - Leidenschaft Heimatsport


„Weil ich hier zu Hause bin“

Wir sprechen mit unseren Sportler*innen über ihre Leidenschaft / Heute: Björn Waldeck von der SG Hachmühlen/Altenhagen

Björn Waldeck genießt die „heile Welt“ auf dem Fußballplatz.
Im AWesA Jahresrückblick 2020 haben wir bereits mit zahlreichen Sportler*innen der Region über ihre Leidenschaft gesprochen: den Sport. „Doch waren das längst nicht alle“, erzählt Timo Schnorfeil, Chef vom Dienst bei AWesA. „Uns ist es wichtig, dass wir möglichst viele Menschen zu Wort kommen lassen. Warum lieben sie ihren Sport? Warum lieben sie ihren Verein? Und warum investieren sie im Normalfall sogar noch Geld, um ihren Sport überhaupt ausüben zu können?“ Deshalb gibt es unsere Kurzinterview-Serie: Leidenschaft Heimatsport.

Name: Björn Waldeck
Alter: Noch keine 40
Position: Innenverteidung, Sechs, Zehn
Spitzname: Unfassbar, aber ich bin einer der wenigen Menschen, die ich kenne, die keinen Spitznamen haben.
Sportliches Vorbild: Gibt es auch nicht wirklich

Was macht für Dich die Faszination Fußball aus?
„Diese Frage habe ich mir, ehrlich gesagt, noch nie gestellt. Ich glaube, es ist gar nicht das Fußballspielen an sich. Es ist mehr das Gesamtpaket. Die Mannschaft, die im Vergleich zu anderen Sportarten verhältnismäßig viele Spieler braucht, den Sport, den du in der Regel draußen bei Wind und Wetter auf einer grünen Wiese ausübst, zu betreiben. Und wahrscheinlich auch, wie schnell sich Emotionen breit machen können, ob positiv oder negativ, ob Spieler oder Zuschauer.“

Warum ausgerechnet die SG Hachmühlen/Altenhagen?
„Weil ich hier zu Hause bin. Das sind meine Jungs, mit denen ich Fußball spiele, meine Nachbarn und Bekannte, die uns zuschauen. Ist doch ein bisschen heile Welt, wenn es nicht zum Profi reicht.“

Wie sieht bei Dir ein klassischer Spieltag aus?
„Heute sieht mein Spieltag eher unspektakulär aus: auf den letzten Drücker – nach Möglichkeit zu Fuß – zum Treffen, möglichst vernünftig warm machen, um mich im besten Fall nicht zu verletzen. Dann das Spiel genießen und im Anschluss die anderen fragen, warum noch keiner 'ne Kiste klargemacht hat (lacht). Ein paar Stimmen von den Zuschauern einfangen und nicht zuletzt philosophieren: was wäre wenn?“

Weshalb gewinnt der Amateursport für Dich gegen den Profisport?
„Der Amateursport gewinnt, weil wir alle genau das sind – die Mehrheit und nicht die Elite. Deswegen wünsche ich allen kleinen Vereinen, die es sowieso schon schwer haben, dass sie diese schwierige Zeit alle gut überstehen und dass alle Amateur-Sportler*innen jetzt hoffentlich wissen, wie schön das Vereinsleben doch ist.“
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