23.02.2021 08:57

Interview - Leidenschaft Heimatsport


Seit dem fünften Lebensjahr: Bangels Leidenschaft ist der VfB Hemeringen

Wir sprechen mit unseren Sportler*innen über ihre Leidenschaft / Heute: Nico Bangel vom VfB Hemeringen II
Nico Bangel VfB Hemeringen Fussball Kreisklasse Kopfbild AWesA
Nico Bangel ist seit seinem fünften Lebensjahr Fußballer des VfB Hemeringen.
Im AWesA Jahresrückblick 2020 haben wir bereits mit zahlreichen Sportler*innen der Region über ihre Leidenschaft gesprochen: den Sport. „Doch waren das längst nicht alle“, erzählt Timo Schnorfeil, Chef vom Dienst bei AWesA. „Uns ist es wichtig, dass wir möglichst viele Menschen zu Wort kommen lassen. Warum lieben sie ihren Sport? Warum lieben sie ihren Verein? Und warum investieren sie im Normalfall sogar noch Geld, um ihren Sport überhaupt ausüben zu können?“ Deshalb gibt es unsere Kurzinterview-Serie: Leidenschaft Heimatsport.

Alter: 20
Position: LV, RV, IV
Spitzname: Mit meinem Bruder zusammen sind wir die Bangbrothers
Sportliches Vorbild: Als Verteidiger Jordi Alba, aber Ronaldinho war früher für mich der absolute King

Was macht für Dich die Faszination Fußball aus?
„Es gab nie eine andere Sportart, die mich so sehr interessiert hat. Ich habe schon im ganz jungen Alter immer zusammen mit meinem Bruder im Garten Fußball gespielt. Und irgendwann haben wir dann einfach beschlossen, mal zum Probetraining zu gehen. Es macht Spaß, mit seinen Freunden auf dem Platz zu stehen. Wenn man mal einen Fehler macht, bügeln die anderen ihn wieder aus und umgekehrt genauso. Das ist das Tolle am Teamsport.“

Warum ausgerechnet Dein Verein?
„Als ich vier oder fünf Jahre alt war, bin ich zum ersten Mal mit meinem Bruder zum Training nach Hemeringen gegangen. Ich glaube, der Grund dafür war, dass der Weg kurz war und mein Vater sowie mein Cousin auch schon für Hemeringen gespielt haben. Als dann noch Freunde aus dem Kindergarten und später aus der Schule dazu kamen, gab es für mich keinen Grund, den Verein zu wechseln. Ich spiele seit der G-Jugend für den VfB Hemeringen. Nur die A-Jugend habe ich ausgelassen, da ich sonst in einer Spielgemeinschaft mit Halvestorf spielen hätte müssen und ich darauf keine Lust hatte. Mit 18 bin ich dann wieder bei der zweiten Herren eingestiegen. Dort bin ich auf alte Gesichter aus meiner Jugendzeit, neue Gesichter, die schon länger im Herrenbereich spielen, meinen neuen Trainer und vor allem auf Familie, meinen Bruder Kevin Bangel und meinen Cousin Mirco Sprick, gestoßen.“

Wie sieht bei Dir ein klassischer Spieltag aus?
„Da ich meistens am Vorabend saufen gehe, geht es mir morgens den Umständen entsprechend gut. So ca. 2 Stunden vor dem Treffen packe ich meine Tasche und bereite mich seelisch auf das Spiel vor und darauf, mich nicht schon beim Aufwärmen zu übergeben. Mit Sonnenbrille auf der Nase, Adiletten an den Füßen und guter Laune mache ich mich mit meinem Bruder auf den Weg. Dort angekommen, begrüße ich meine Teamkollegen und den Trainer und kann an deren Gesichtern schon sehen, wer sich am Vorabend ebenfalls die Kante gegeben hat. Nachdem wir uns die Trikots angezogen haben, gibt unser Trainer die Aufstellung bekannt und dann wärmen wir uns auf. Im Anschluss gehen wir noch einmal in die Kabine, wo Michael Lauke eine fesselnde Rede hält und uns so richtig anheizt. Wenn wir dann noch mit unserer Einlaufmusik auf den Platz gehen, ist alles perfekt. Nach dem Spiel trinken wir gemeinsam ein paar Bierchen, egal ob wir gewonnen oder verloren haben.“

Weshalb gewinnt der Amateursport für Dich gegen den Profisport?
„Dass der Amateursport nicht zu verbissen gesehen wird, hier kann man ruhig mal mit Restalkohol im Blut zum Spiel kommen.“
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