18.02.2021 09:31

Interview - Leidenschaft Heimatsport


„Wir sind offen für alle“

Wir sprechen mit unseren Sportler*innen über ihre Leidenschaft / Heute: Adar Im vom SV Azadi Hameln
Adar Im SV Azadi Hameln Fussball Kreisliga Kopfbild AWesA
Adar Im reist an Spieltagen aus Hamburg an, um für seinen Verein Azadi Hameln zu spielen.
Im AWesA Jahresrückblick 2020 haben wir bereits mit zahlreichen Sportler*innen der Region über ihre Leidenschaft gesprochen: den Sport. „Doch waren das längst nicht alle“, erzählt Timo Schnorfeil, Chef vom Dienst bei AWesA. „Uns ist es wichtig, dass wir möglichst viele Menschen zu Wort kommen lassen. Warum lieben sie ihren Sport? Warum lieben sie ihren Verein? Und warum investieren sie im Normalfall sogar noch Geld, um ihren Sport überhaupt ausüben zu können?“ Deshalb gibt es unsere Kurzinterview-Serie: Leidenschaft Heimatsport.

Alter: 25
Position: Verteidiger
Spitzname: -
Sportliches Vorbild: Zinedine Zidane

Was macht für dich die Faszination Fußball aus?
„Emotionen pur! Egal, ob man auf dem Spielfeld steht und alles für den Sieg gibt oder am Spielfeldrand als zwölfter Mann seine Mannschaft nach vorne pusht. Azadi-Spiele beweisen diese Aussage. Die Männer auf dem Spielfeld kämpfen bis zur letzten Minute. Das liegt nicht zuletzt an dem ununterbrochenen Support unserer Fans, welche nicht nur bei den Heimspielen, sondern auch auswärts immer für uns da sind. Dafür möchte ich mich hier nochmal herzlich bei sämtlichen Unterstützern, sprich Fans, Funktionären sowie Sponsoren, bedanken – unsere Helden hinter den Kulissen, ohne die nichts gehen würde. Danke, dass ihr unseren Rücken stärkt.“

Warum ausgerechnet Azadi Hameln?
„Ganz klar eine Herzensangelegenheit. Als wir den Verein vor sechs Jahren gründeten und kundtaten, dass wir mittelfristig in die Bezirksliga aufzusteigen wollen, wurden wir nur müde belächelt. Heute stehen wir in der Kreisliga-Aufstiegsrunde. Eine Leistung, die im Kreis ihresgleichen sucht. Ich habe jeden Aufstieg miterlebt und meinen Teil dazu beigetragen. Ich hoffe sehr, dass der nächste bald folgen wird. Dazu kommt, dass wir zu einer großen Gemeinschaft zusammengewachsen sind. Zum größten Teil besteht die Mannschaft aus Freunden, die zusammen auf dem Fußballplatz aufgewachsen sind. Wird sind ein diverser Haufen mit unterschiedlichen Nationalitäten und Religionen. Bei uns kommt es nicht darauf an, wo jemand herkommt oder an was jemand glaubt. Einzig der Charakter einer Person ist für uns von Belang. Wir werden oft gefragt, ob nur Kurden bei Azadi spielen dürfen. Selbstverständlich nicht. Wir sind offen für alle und freuen uns immer sehr, wenn neue Spieler der Azadi-Familie beitreten.“

Wie sieht bei dir ein klassischer Spieltag aus?
„Die Tasche ist schon am Vortag gepackt. Am Morgen wird kurz gefrühstückt und dann geht es schon los zum Treffpunkt. Nach dem Spiel sitzen wir dann noch in einer entspannten Runde zusammen und analysieren das Spiel. Ab hier wird es hektisch. Ich wohne und studiere derzeit in Hamburg und da wir meistens sonntags spielen, muss ich am Abend schon wieder den Heimweg antreten. Das hindert mich aber nicht daran, fast jedes Wochenende für das Spiel anzureisen.“

Weshalb gewinnt der Amateursport für dich gegen den Profisport?
„Ich habe keine Erfahrungen aus dem Profisport, jedoch denke ich, dass im Amateurbereich füreinander gekämpft wird und die Mannschaft im Vordergrund steht. Im Profibereich herrscht eher eine Ellbogengesellschaft. Selbstverständlich herrscht bei uns auch der Konkurrenzkampf um einen Stammplatz, aber wenn einer die Position besser belegt, dann spielt er.“
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