11.01.2021 08:40

Interview - Leidenschaft Amateursport


„Mit Freunden spielen, da ist die Liga egal“

Wir sprechen mit unseren Sportler*innen über ihre Leidenschaft / Heute: Schiedsrichter & Torwart Mark Lorenz
AWesA Mark Lorenz Schiedsrichter Hameln Pyrmont Fussball
Hauptsächlich als Schiedsrichter, aber auch als Torwart aktiv: Mark Lorenz. Foto: Nils Propfen.
Im AWesA Jahresrückblick 2020 haben wir bereits mit zahlreichen Sportler*innen der Region über ihre Leidenschaft gesprochen: den Sport. „Doch waren das längst nicht alle“, erzählt Timo Schnorfeil, Chef vom Dienst bei AWesA. „Uns ist es wichtig, dass wir möglichst viele Menschen zu Wort kommen lassen. Warum lieben sie ihren Sport? Warum lieben sie ihren Verein? Und warum investieren sie im Normalfall sogar noch Geld, um ihren Sport überhaupt ausüben zu können?“ Deshalb startet ab sofort eine neue Kurzinterview-Serie: Leidenschaft Amateursport.

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Was macht für Dich die Faszination Fußball aus?
„Für mich ist es das nicht Vorhersehbare beim Fußball. Der Letzte kann immer den Ersten schlagen, Beispiele gibt es zuhauf. An meiner Rolle als Schiedsrichter liebe ich vor allem die Herausforderungen. Dem Schiri kommen viele Aufgaben zu, er muss in kritischen Situationen die richtigen Worte gegenüber den Spielern finden, das Spiel lesen und sich immer wieder spontan auf neue Situationen einstellen. Man hat mit vielen unterschiedlichen Charakteren zu tun, muss unterschiedliche Konfliktlösungen anbieten.“

Wie sieht bei Dir ein klassischer Spieltag aus?
„Ich stehe morgens auf, packe die Sachen für meine Assistenten und mich und dann geht’s irgendwann zum Spiel. Es kann auch mal vorkommen, dass wir in der Kabine vor dem Spiel wie die Spieler laute Musik hören – das sorgt manchmal für erstaunte Gesichter (lacht). Nach der Spielleitung, egal ob brisant oder ruhig, gibt’s für meine Assistenten und mich immer ein Bier und eine Wurst, als Tradition sozusagen.“

Weshalb gewinnt der Amateursport für Dich gegen den Profisport?
„Ich denke, dass Geld im Amateursport eine untergeordnete Rolle spielt. Sicherlich gibt es auch auf Kreis- und Bezirksebene schon Mannschaften, die ihre Spieler bezahlen, beim Großteil ist das aber nicht der Fall. Viele wollen einfach mit ihren Freunden spielen, da ist die Liga egal. Hauptsache man hat einen Ausgleich zu einem sonst harten oder stressigen Alltag und hat Spaß an seinem Hobby. Die Motivation, seinen Beruf auszuüben, ist meistens eine andere als bei einem Hobby – und dennoch entwickelt man für beides ein Pflichtbewusstsein. Die Motive sind nur andere. Zum Fußball gehe ich, weil ich meine Freunde sehen möchte, mit ihnen Erfolge feiern möchte, einfach Spaß am Spiel habe. Und diese Leidenschaft an der Basis macht den Amateursport für mich attraktiver als den Profisport.“
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Autor des Artikels

Team AWesA
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