01.11.2019 10:57

Interview


Schabasov bei der EM: „Am besten wäre natürlich Doppel-Gold“

Der Hamelner reist nach Mazedonien / Schabasov nimmt im Kata und Kumite teil
Bulat Schabasov Bronze DKV Karate Kumite Kata AWesA
Bulat Schabasov reist nach Mazedonien, um an der Europameisterschaft teilzunehmen.
Am Wochenende startet die Shotokan-Karate-Europameisterschaft in Mazedonien. Mit dabei ist der Hamelner Bulat Schabasov. Bereits bei den Deutschen Meisterschaften trat Schabasov parallel im Kata und Kumite je in der Master Class Ü30 an – bei der EM wird er sich dieser Doppelbelastung erneut stellen. Während ein Karateka im Kata gegen einen imaginären Gegner kämpft, treten im Kumite zwei Athleten gegeneinander an. Wir haben mit dem Karateka über den anstehenden Wettbewerb, seine Vorbereitung und Zielsetzungen gesprochen. 

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Bulat, am Wochenende steht ein internationales Turnier auf dem Plan. Wie lief Deine Vorbereitung?
Bulat Schabasov: „Die Trainingsphase verlief gewohnt gut. Da ich parallel im Kata und Kumite teilnehme, habe ich für beide Disziplinen trainiert. Das bedeutet natürlich größeren Aufwand. Dafür ist aber auch viel Abwechslung dabei. Für meine Kata-Performance habe ich wie gewohnt in Lemgo trainiert, auf Kumite habe ich mich mit meinem Bruder Umar vorbereitet, der in diesem Bereich ein Experte ist. Darüber hinaus habe ich in Goslar mit dem amtierenden Deutschen Meister der Ü40 Master Class, Paul Oszewski, an meinen Techniken gearbeitet.“

Bei den Deutschen Meisterschaften warst Du überraschenderweise besser im Kumite als im Kata – Deiner Paradedisziplin. Im Kumite hast Du Bronze geholt, im Kata bist du knappe an den Medaillen vorbeigeschrammt...
„Das hatte ich vor den Wettkämpfen auch nicht erwartet (lacht). Ich fühle mich im Kumite einfach wohl. Es ist ja nicht so, dass ich in diesem Bereich ein völliger Neuling bin, sondern habe viele Jahre Kata und Kumite gemacht, bevor ich mich auf Kata spezialisiert habe. Es hat einige Trainingseinheiten gebraucht, aber dann war die Leichtigkeit wieder da.“

Im Kata folgst Du einem festen Bewegunsablauf, im Kumite kämpfst Du gegen einen Gegner – wie unterscheidet sich in diesen Disziplinen Deine mentale Vorbereitung?
„Die Unterschiede in der Vorbereitung sind nicht groß. Ich weiß, worauf es in beiden Wettkämpfen ankommt und habe sehr viel trainiert. Ich schalte vor den Wettkämpfen den Kopf aus und bin nur noch auf den Sieg fokussiert. Es gibt da keine mentalen Unterschiede, in bin in beiden Bereichen erfahren und die Umstellung erfolgt unterbewusst.“

Bei der EM erwarten Dich sehr starke Teilnehmerfelder. Welche Ziele verfolgst Du in beiden Wettkämpfen?
„Am besten wäre natürlich Doppel-Gold (lacht). Aber mir ist natürlich klar, dass die internationale Konkurrenz sehr stark ist. Jede Runde wird eine große Herausforderung, aber ich werde mich jeder Hürde stellen.“

Am 16. November geht es bereits mit dem DKV Shito Ryu Cup weiter. Dort treten Du und dein Bruder Umar in der Kumite Leistungsklasse -75 Kg an. Damit könnte es zum Bruder-Duell kommen...
„Die Möglichkeit besteht. Ich wünsche es mir nicht. Wir müssen uns wohl überraschen lassen.“

Bulat, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Dir viel Erfolg.
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