03.09.2019 14:38

Interview


Vor Duell mit dem Ex-Club: Gasde im großen Interview!

Gasde: „Spätestens nach der Mannschaftsbesprechung ruht die Freundschaft“ / Ramlingen peilt nach fünf Siegen in Serie auch gegen Bad Pyrmont Dreier an

Ramlingens Coach Philipp Gasde trifft am Samstag auf seinen Ex-Club.

Für Philipp Gasde dürfte die Begegnung am Samstag eine ganz Besondere sein. Der Ex-Trainer von der SpVgg. Bad Pyrmont trifft mit seinem neuen Club SV Ramlingen-Ehlershausen am sechsten Spieltag auf die Kurstädter. Bis zum Ende der Saison 2016/17 hatte Gasde bei der Spielvereinigung das Sagen. Am Samstag kommt es zum Wiedersehen. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen vor dem Duell allerdings kaum sein. Während Ramlingen mit fünf Siegen aus sechs Partien aktuell Spitzenreiter ist, wartet Bad Pyrmont weiter auf den ersten Dreier. Nur gegen Godshorn und zuletzt gegen Eilvese gab es Unentschieden. Doch wer weiß: Eilvese ist am Sonntag als Tabellenführer nach Bad Pyrmont gekommen. Vielleicht setzen Hagemann & Co. wieder ein Ausrufezeichen. Wir haben vor der Partie mit Phillipp Gasde über den Saisonstart, die Landesliga und dem Spiel am Samstag gesprochen.


Philipp, nach der überraschenden Auftaktniederlage gegen Aufsteiger Eilvese habt Ihr fünf Partien in Folge gewonnen. Was sagst Du zum bisherigen Saisonverlauf?
„Das erste Spiel war etwas schade. Da haben wir uns selbst besiegt. Eilvese hat an diesem Tag einen überragenden Mohamed Saade in den Reihen gehabt. Der war zwei Klassen besser als alle anderen Spieler auf dem Feld. Am Ende hat der STK aus einer richtigen Chance zwei Tore gemacht. Nach dem Saisonstart war etwas betrübte Stimmung. Wir haben die Partie danach aufgearbeitet. Vielleicht hat uns nach der intensiven Vorbereitung die Frische noch etwas gefehlt. Jetzt sind wir da, wo wir hin wollen. Mit dem Saisonverlauf bin ich sehr zufrieden.“

Durch die Erfolgsserie an den letzten Spieltagen habt Ihr die Tabellenführung übernommen. Was hat Euch in den letzten Wochen ausgezeichnet?
„Das Team zeichnet sich aus. Wir haben jetzt eine richtige Mannschaft zusammen. Das ist das Entscheidende. Wenn du kein Team bist, dann funktioniert es nicht. Natürlich haben wir gute Einzelspieler in unseren Reihen. Aber das Team ragt herraus.“

Sechs von 30 Partien habt Ihr absolviert. Wie schätzt Du die Landesliga diese Saison ein?
„Für mich sind die negativen Überraschungen Pattensen und Krähenwinkel. Das hätte ich vor der Saison so nicht gedacht. Beide Teams haben sich vor der Spielzeit extrem gut verstärkt. Ich gehe aber davon aus, dass sie noch kommen werden. Die Aufsteiger Eilvese, Barsinghausen und Eldagsen schlagen sich bisher sehr ordentlich. Sie haben alle gute Ergebnisse erzielt. Godshorn, Bad Pyrmont und Heeßel werden es schwierig haben. In der oberen Tabellenregion muss man mal schauen. Wunstorf und Sulingen muss man auf der Rechnung haben. Hemmingen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.“

Mit Can Gökdemir und Melvin Meyer hast Du zwei Hameln-Pyrmonter im Kader. Was sagst Du zu beiden Spielern?
„Beide haben nahezu jede Einheit mitgemacht. Sie haben eine Top-Einstellung und wurden im Team ganz schnell integriert. Can war leider lange verletzt. Durch seinen Bandscheibenvorfall war er gut zehn Monate raus. Das war sein großes Problem und ist nicht so eben wegzustecken. Er ist sehr bemüht und engagiert dabei. Can ist auf einem guten Weg. Seine Leistungen sind derzeit absolut in Ordnung. Auch Melvin bringt zuverlässig seine Leistung auf den Platz. Beide bringen uns weiter.“

Am Wochenende kommt es zum Duell mit deinem Ex-Club SpVgg. Bad Pyrmont. Wie bereitest Du dein Team auf die Partie vor?
„Eigentlich ist es eine Partie wie jede andere. Das ist es auch. Natürlich mit einer Hintergeschichte. Ich bin mit vielen Spielern befreundet und noch heute im Kontakt. Die Dinge wie sie vor zwei Jahren abgelaufen sind, sind noch im Kopf. Das ist aber alles Nebensache. Wir werden das Spiel wie jedes andere angehen und wollen gewinnen. Vor und nach der Begegnung werden ich mit den Pyrmonter Jungs sprechen. Spätestens nach der Mannschaftsbesprechung ruht die Freundschaft aber bis nach der Partie.“

Die Kurstädter haben nach fünf Begegnungen erst zwei Zähler. Was kannst Du zu den Pyrmontern sagen?
„Da bin ich derzeit zu weit weg. Der Kader hat sich gegenüber der letzten Saison schon sehr verändert. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Dadurch ist der Erfolg im Moment noch nicht so gegeben.“

Warum werdet Ihr am Samstag gewinnen?
„Wir wollen das Spiel gewinnen und dafür werden wir alles tun. Wir nehmen das Selbstvertrauen der letzten fünf Spiele mit. Personell sieht es auch gut. Ich habe fast alle Spieler dabei. Auch Jan Reuter steht nach seinem Nasenbeinbruch wieder im Kader. Der große Kader wird uns zu Gute kommen. Wir sind von Spieler eins bis 23 ein Team. Alle freuen sich zusammen über die Siege, auch wenn sie nicht eingewechselt werden oder in der Zweiten spielen müssen. Das Team zeichnet uns aus.“

Philipp, wir wünschen Dir bei Deiner Aufgabe weiter viel Erfolg und bedanken uns für das Gespräch.
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Autor des Artikels

Timo Schnorfeil
Timo ist nach Matze Dienstältester im Team AWesA, telefoniert, schreibt und knipst – und ist Chef der redaktionellen Organisation.
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