21.08.2026 09:00

Wechselfehler


„Wechselfehler“: Der Hallenkiosk – ohne Euch läuft hier nix!

Eine Handballhalle ohne Kaffee, bunte Tüte und Pommes? Das möchte doch wirklich keiner
Hallenkiosk Wechselfehler
Gehört zum Amateurhandball einfach dazu: der Hallenkiosk. Foto: privat.

Wechselfehler Kolumne Handball LogoVon Jörg Vietmeyer

Wer am Wochenende in einer Handballhalle unterwegs ist, kennt es: Kaum durch die Tür, riecht man irgendwo schon den ersten Kaffee. Und spätestens in der Halbzeit führt der Weg dann doch Richtung Hallenkiosk.

Ein Kaltgetränk und einen Kaffee bekommst du eigentlich in jeder Halle bei uns in der Region. Meistens gibt es auch eine bunte Süßigkeitentüte, Kuchen, Torte oder eine Laugenbrezel. Manchmal wird gegrillt – gerne beim Spieltag der Ersten Herren – und dann gibt es natürlich Bratwurst. Und wenn es richtig gut läuft, stehen sogar Currywurst und Pommes auf der Karte.

Was würde ich in meinem Leben bloß ohne Pommes machen? Das Highlight in meinem Leben ist natürlich meine Frau. Aber danach kommen schon die Pommes. So, jetzt war ich kurz durch Pommes abgelenkt.

Was ich eigentlich sagen wollte: Danke!
Danke an all diejenigen, die Wochenende für Wochenende dafür sorgen, dass wir in unseren Handballhallen etwas zu essen und zu trinken bekommen. Denn hinter so einem Hallenkiosk steckt viel mehr, als am Spieltag eine Flasche Cola über den Tresen zu reichen.

Da wird Kaffee gekocht, eingekauft, vorbereitet, aufgebaut, verkauft und hinterher wieder aufgeräumt. Und manchmal steht jemand sogar am Abend vorher noch in der Küche und backt einen Kuchen, damit dieser am nächsten Tag in der Halle verkauft werden kann.

Das alles passiert ehrenamtlich. Und manchmal merkt man erst, wie lange einige Menschen das schon machen, wenn man selbst ein bisschen älter wird.

Ein Beispiel aus Emmerthal: Dort gibt es Damen, die haben mir schon eine bunte Tüte verkauft, als ich selbst noch in der D-Jugend gespielt habe. Und einige von ihnen stehen heute immer noch hinter dem Tresen. Eigentlich Wahnsinn.

Egal ob Mutter, Vater, Oma, Opa, Spielerinnen und Spieler aus anderen Seniorenmannschaften oder einfach Fans und Vereinsmenschen, die helfen wollen: Ihr alle seid ein Teil davon, dass so ein Handballspieltag überhaupt funktioniert. Denn Amateurhandball ist eben nicht nur das, was 60 Minuten auf der Platte passiert.
Es sind die Menschen am Zeitnehmertisch. Die Trainer und Betreuer. Diejenigen, die die Halle auf- und abschließen. Die Leute, die aufbauen und hinterher wieder abbauen. Und eben auch diejenigen, die hinterm Tresen stehen, Kaffee kochen, Kuchen verkaufen oder draußen am Grill die Bratwurst drehen.

Joerg Vietmeyer Handball Kolumne
Jörg Vietmeyer.
Ohne euch läuft hier nix!

Deshalb an dieser Stelle einfach mal ein großes Dankeschön an alle Hallenkiosk-Teams unserer Region. An alle, die seit Jahren oder sogar Jahrzehnten dabei sind, und genauso an diejenigen, die gerade erst angefangen haben.

Und zum Schluss noch ein kleiner Aufruf an die jüngeren Handball- und Vereinsbegeisterten: Leistet auch mal euren Teil. Helft beim Verkauf. Übernehmt eine Schicht. Baut mit auf. Backt einen Kuchen. Stellt euch an den Grill. Oder fragt einfach im Verein, wo gerade jemand gebraucht wird.

Ich selbst mache ehrenamtliche Arbeit, seit ich zwölf Jahre alt bin. Und für mich ist genau dieses Ehrenamt einer der Gründe, warum wir in Deutschland eine so tolle Vereinskultur haben.

Ein Verein funktioniert nicht von alleine. Er funktioniert, weil Menschen bereit sind, etwas für andere zu tun, ohne dafür eine Rechnung zu schreiben.

Und vielleicht ist es manchmal tatsächlich nur eine Stunde hinterm Tresen. Aber wenn diese Stunde keiner übernimmt, bleibt irgendwann der Kiosk zu.

Und mal ganz ehrlich: Eine Handballhalle ohne Kaffee, bunte Tüte und Pommes?

Das möchte doch wirklich keiner.

Bis zum nächsten Mal bei „Wechselfehler“.
Und denkt dran: Immer schön korrekt wechseln.
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Team AWesA
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