14.08.2026 09:04

Wechselfehler


„Wechselfehler": ho-handball – „Wahnsinnig. Authentisch. Einzigartig.“

„Jede Woche neu mit den Jungs auf der Platte zu stehen, ist etwas Besonderes"

ho-handball ist für jeden Spaß zu haben. Foto: privat.
Wechselfehler Kolumne Handball Logovon Jörg Vietmeyer

Manchmal reichen drei Worte, um eine Mannschaft zu beschreiben. Mit diesen Begriffen bringt Spieler Sascha Weidenmann die Herren der HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf auf den Punkt. Und je länger man sich mit seinen Antworten beschäftigt, desto mehr merkt man: Ganz normal scheint es bei ho tatsächlich eher selten zuzugehen.

Dabei kennt sich der Kern der Mannschaft bereits seit vielen Jahren. Mittlerweile kommen aber immer mehr junge Spieler dazu, die für frischen Wind sorgen – und offenbar nicht nur auf der Platte.

„Wir haben aktuell einen super Zusammenhalt. Der Kern der Mannschaft kennt sich seit Jahren und wird von jungen Wilden verstärkt, die die alten Etablierten regelmäßig herausfordern – auf dem Feld und am Glas“, erzählt Weidenmann.

Auch der Start in die zweite Vorbereitungsphase am 04. August scheint daran nichts geändert zu haben. Alle seien sofort wieder mit Vollgas dabei gewesen. Allerdings mit der nötigen Lockerheit. Eine Mischung, die bei ho offenbar ganz gut funktioniert.
Gemeinsam weiter mit Frank Käber

Auf die vergangene Saison blickt Weidenmann gerne zurück. Besonders stolz ist die Mannschaft allerdings nicht zuerst auf einen Tabellenplatz oder ein bestimmtes Spiel.

Sondern darauf, dass Trainer Frank Käber weitermacht. „Wir sind zuallererst darauf stolz, dass wir mit unserer Mannschaft unseren Coach Frank Käber zum Bleiben bewegen konnten und er mit uns den eingeschlagenen Weg weitergehen möchte“, erklärt Weidenmann.

Sportlich gab es trotzdem genügend Gründe zur Freude. Gerade die engen Spiele hatten es ho angetan. „Es hat letzte Saison viel Spaß gemacht, viele Spiele mit einem oder zwei Toren Unterschied zu gewinnen. Das hat den Zusammenhalt noch einmal verstärkt.“ Einen einzelnen schönsten Moment möchte Weidenmann dagegen gar nicht herausheben. „Jede Woche neu mit den Jungs auf der Platte zu stehen, ist etwas Besonderes. Kreisliga-Handball ist nicht immer gleich und man kann einfach nicht planen, was passiert. “Wer regelmäßig im Amateurhandball unterwegs ist, dürfte ziemlich genau wissen, was er damit meint.

Die Stimmung innerhalb der Mannschaft beschreibt Weidenmann als „hervorragend“. Und für die Unterhaltung gibt es offenbar gleich mehrere Spezialisten. Da wäre Christoph „Tiddy“ Bauer, der regelmäßig einen passenden Spruch auf Lager hat. Fabian Weidemann kümmert sich dagegen um die neuesten musikalischen Errungenschaften aus der Schlagerwelt.

Und dann wären da noch die „Juppies“. Bei denen scheint montags manchmal weniger interessant zu sein, was am Wochenende auf der Handballplatte passiert ist, sondern vielmehr die Frage, wie sie das Wochenende überhaupt überlebt haben. Beim Thema Pünktlichkeit wird es ebenfalls interessant. Schulte und Timo erscheinen grundsätzlich pünktlich zum Trainingsbeginn. Allerdings offenbar auch keine Minute früher. Stefan „Mutti“ Mittmann geht dagegen einen anderen Weg. Er kommt häufiger später, meldet sich aber immerhin vorher ordnungsgemäß ab. Schließlich möchte niemand unnötig in die Mannschaftskasse einzahlen.

Natürlich hat auch diese Mannschaft ihre eigenen Geschichten und Sprüche.

Der Kampfspruch lautet: „Mirage!“ Was das bedeutet? Weidenmann liefert gleich die passende Übersetzung nach einer langen Nacht: „Ich bin voll im Arsch.“ Und dann gibt es noch Timos Oldendorfer Krümelkuchen. Was es damit genau auf sich hat? Vielleicht erfahren wir das irgendwann auch noch. Bei ho scheint es jedenfalls genügend Geschichten zu geben, um noch die eine oder andere Folge „Wechselfehler“ zu füllen.

Joerg Vietmeyer Handball Kolumne
Jörg Vietmeyer.
Bewunderung, Kopfschütteln und Aberglaube

Warum sollte man sich ein Heimspiel der HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf anschauen?

Für Weidenmann ist die Antwort ziemlich eindeutig. „Weil die Mannschaft den Zuschauern immer Spektakel liefert. Sei es vor, nach oder während des Spiels.“ Und dieses Spektakel scheint durchaus unterschiedliche Reaktionen hervorzurufen. „Unsere Spiele sorgen bei unseren Zuschauern für Bewunderung, Kopfschütteln und Aberglaube. Gleichzeitig sehen die Zuschauer, wie viel Spaß man in einer Mannschaft haben und sich danach gepflegt bei Bier und Wurst zusammensetzen kann“, beschreibt Weidenmann. Vielleicht ist genau das Amateurhandball.

Nicht immer schön. Nicht immer vorhersehbar. Aber meistens ziemlich unterhaltsam.

Bei der Frage, was Amateurhandball für ihn bedeutet, braucht Weidenmann jedenfalls keine großen Worte. „Amateurhandball ist einfach geil. Wir machen gemeinsam das, was uns Spaß macht und können als Freunde und Kameraden diesen Sport gemeinsam ausleben.“ Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.

Mallorca-Vollphins mit einem klaren Ziel

Bei aller Lockerheit hat ho für die kommende Saison allerdings ein ziemlich klares sportliches Ziel.

Aufstieg. „Das Ziel ist ganz klar der Aufstieg. Dafür müssen wir viele Extrameter gehen – vor und während der Saison, damit wir bestens vorbereitet sind und einen starken Saisonstart hinlegen“, erklärt Weidenmann. Dass die Mannschaft dabei auch außerhalb der Halle funktioniert, dürfte nicht schaden. Wer neu dazukommt, werde schnell aufgenommen, als würde er schon seit Jahren dazugehören. Und wenn gerade kein Handball gespielt wird?

Dann werden aus den Herren der HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf schon einmal die „Mallorca-Vollphins“. Zuletzt war die Truppe gemeinsam beim größten Mallorca-Festival Deutschlands in Oberhausen unterwegs. Irgendwie passt das ziemlich gut zu den drei Worten vom Anfang: wahnsinnig, authentisch und einzigartig. Oder vielleicht einfach: typisch ho.

Jetzt muss die Mannschaft nur noch zeigen, ob sie ihr nächstes Reiseziel erreichen. Und das heißt diesmal nicht Oberhausen oder Mallorca, sondern eine Liga höher.

Bis zum nächsten Mal bei „Wechselfehler“.
Und denkt dran: Immer schön korrekt wechseln.
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Team AWesA
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