16.07.2026 09:27

Handball - Meldung


„Wechselfehler“: „LüPy“ - Jung, alt und vor allem Zusammenhalt

„Wir sind nicht in die Regionsklasse gekommen, um zu bleiben“
HSG Luegde Bad Pyrmont Frauen Teamfoto
Die HSG Lügde-Bad Pyrmont. Foto: privat.
Manchmal sagen drei Worte mehr als lange Erklärungen. „Jung. Alt. Zusammenhalt.“

Mit diesen drei Begriffen beschreibt Trainer Fabian Allnoch seine Mannschaft. Und eigentlich steckt darin schon alles, was die Damen der HSG Lügde-Bad Pyrmont derzeit ausmacht. Erfahrene Spielerinnen, Rückkehrerinnen und junge Talente bilden eine Mannschaft, in der jede ihren Platz gefunden hat. Genau diese Mischung ist es, die den Trainer optimistisch auf die kommende Saison blicken lässt.

Die vergangene Spielzeit verlief sportlich allerdings nicht wie erhofft. Verletzungen und Abgänge machten der Mannschaft immer wieder zu schaffen. Trotzdem gibt es etwas, worauf Allnoch besonders stolz ist. „Trotz vieler Verletzungen und Abgänge haben wir bis zum letzten Spiel alles versucht.“ Mehr kann man von einer Mannschaft eigentlich nicht verlangen.

Ein Abschied, der in Erinnerung bleibt
Nach dem schönsten Moment der Saison gefragt, denkt Allnoch nicht zuerst an ein Spiel oder einen Sieg. Seine Gedanken gehen zu Astrid. Der Abschied von der langjährigen Spielerin in eigener Halle bleibt für ihn der emotionalste Moment der vergangenen Saison. „Das Ganze hat einen würdigen und emotionalen Rahmen bekommen“, erzählt Allnoch. Es sind genau diese Augenblicke, die zeigen, dass Amateurhandball weit mehr ist als Tore und Tabellen.
Locker bleiben – auch wenn es schwierig wird
Die Stimmung innerhalb der Mannschaft beschreibt Allnoch als locker. Natürlich sei es mit den ausbleibenden Erfolgen in der vergangenen Saison auch für die Mannschaft und das Trainerteam immer schwieriger geworden, diese Leichtigkeit zu bewahren. Dennoch blieb der Zusammenhalt erhalten. Für gute Laune innerhalb der Mannschaft sorgt vor allem Jana. „Da können wir uns immer auf unsere Jana verlassen“, sagt Allnoch. Umso größer ist die Freude, dass sie nach ihrer Verletzung in der kommenden Saison wieder angreifen wird.

Natürlich durfte auch diesmal der Blick hinter die Kulissen nicht fehlen. Wer grundsätzlich zu spät kommt? „Den muss ich an der Stelle fürs Team nehmen und nenne mich selbst“, sagt Allnoch mit einem Augenzwinkern. Auch einen vereinsinternen Spruch verrät er: „Ich bin emotional nicht in der Lage, den Bulli zu fahren.“ Mehr Erklärung braucht dieser Satz wahrscheinlich gar nicht. Manche Insider funktionieren eben genau deshalb, weil sie nur innerhalb der Mannschaft wirklich verstanden werden.

Warum man sich ein Heimspiel der HSG anschauen sollte? „Ich denke sowohl in dieser Saison als auch in den vergangenen Spielzeiten haben wir unter Beweis gestellt, dass unsere Spiele definitiv nicht langweilig sind“, sagt Allnoch schmunzelnd.

Das zweite Wohnzimmer
Besonders gefallen hat mir die Antwort auf die Frage, was Amateurhandball eigentlich bedeutet. „Das zweite Wohnzimmer mit seiner Handballfamilie zu teilen, Spaß zu haben, Fortschritte zu machen und sich im Kleinen wie im Großen einbringen zu können.“ Und mit einem Augenzwinkern ergänzt Allnoch: „Außerdem natürlich ab und an eine dritte Halbzeit. “Genau das beschreibt den Amateurhandball wohl ziemlich treffend.

Der Blick nach vorne
Nach dem Abstieg richtet sich der Blick längst wieder nach vorne. Rückkehrerinnen und neue Spielerinnen sollen schnell integriert werden. Gleichzeitig möchte die Mannschaft wieder optimistisch an ihre neuen Aufgaben herangehen und möglichst oben mitspielen.

Zum Schluss bleibt noch ein Satz von Fabian Allnoch, der durchaus als Kampfansage verstanden werden darf: „Wir sind nicht in die Regionsklasse gekommen, um zu bleiben.“ Ob dieser Plan aufgeht, wird die kommende Saison zeigen.

Dass die HSG Lügde-Bad Pyrmont den Weg gemeinsam gehen wird, daran lässt diese Mannschaft jedenfalls keinen Zweifel.

Bis zum nächsten Mal bei „Wechselfehler“.
Und denkt dran: Immer schön korrekt wechseln.
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Team AWesA
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