06.11.2024 15:02
Select-Cup 2024
Select-Cup: Drei Tage toller Handballsport!
Schleswig-Holstein und Nordrhein triumphieren im Weserbergland / Sechste Plätze für HVNB-Teams

Der HV Schleswig-Holstein triumphierte beim Select-Cup 2024 (Foto: HVNB/Olaf Kerber).
Die Sieger des Select-Cups 2024 stehen fest! In einem hochklassigen und spannenden Turnier setzte sich die M08-Auswahl des Handballverbandes Schleswig-Holstein und die W09-Auswahl des Handballverbandes Nordrhein durch.
Insgesamt wurden in vier Sporthallen 76 Spiele ausgetragen, bevor am Sonntag die Sieger feststanden. So hat das Weserbergland wieder das größte Turnier für Landesauswahlteams erlebt, welches unter anderem bereits zum 13. Mal in Emmerthal ausgetragen wurde. Weitere Hallen waren diesmal Aerzen und das Hohe Feld in Hameln. 30 weibliche und männliche Auswahlteams aus 14 Landesverbänden gingen in diesem Jahr ins Rennen.
Aufs Treppchen schaffte es aber keines der Auswahlteams aus Niedersachen-Bremen. Die Teams W09 und M08 schlossen am Ende jeweils mit dem 6. Platz ab, jedoch war die Konkurrenz groß. Viele knappe Partien zeigten, das viele Landesverbände mit ihren Teams gleichauf lagen und Kleinigkeiten Spiele entschieden haben.
In der Gruppenphase des männlichen Bereichs zeigte sich bereits eine hohe Dominanz der Halbfinalisten. Die Mannschaften des HV Schleswig-Holstein aus Gruppe A und des HV Sachsen aus Gruppe B marschierten mit 6:0-Punkten ungeschlagen durch die Gruppenphase und qualifizierten sich für das Halbfinale. Der HV Sachsen-Anhalt (Gruppe C) und HV Berlin (Gruppe D) zogen jeweils mit 5:1-Zählern als Gruppensieger ins Halbfinale ein.
Das erste Halbfinale zwischen dem HV Schleswig-Holstein und HV Sachsen wurde zu einem Handball-Krimi, in dem sich am Ende Schleswig-Holstein mit 28:27 durchsetzte. Im zweiten Halbfinale zog das Team des HV Berlin mit einem deutlichen Sieg (34:24) ins Finale ein. Das Finale gestaltete sich zunächst ausgeglichen, erst kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte sich die Mannschaft aus Schleswig-Holstein mit vier Toren von den Berlinern ab. Der Vorsprung von vier Toren stand auch beim Schlusspfiff noch auf der Anzeigetafel – der HV Schleswig-Holstein krönte sich mit 27:23 zum Sieger des Select-Cups. Im Spiel um Platz 3 setzte sich die Auswahl des HV Sachsen-Anhalt mit 27:20 im Nachbarschaftsduell gegen den HV Sachsen durch.
Im weiblichen Bereich qualifizierten sich in Gruppe A der Bayerische HV mit 8:0-Punkten und in Gruppe C der HV Westfalen mit 6:0-Zählern verlustpunktfrei für das Halbfinale. In Gruppe B zog Rheinland-Pfalz Handball als Gruppenerster und die W09-Auswahl des HV Nordrhein als bester Gruppenzweiter ins Halbfinale ein.
In den Halbfinals setzte sich der HV Nordrhein mit 23:19 gegen Bayern und der HV Rheinland-Pfalz mit 22:18 gegen den HV Westfalen durch. Im Finale kam es zur Neuauflage der Partie Nordrhein W09 gegen Rheinland-Pfalz Handball. In der Gruppenphase gewann das Team Nordrhein mit 23:17 und auch im Finale siegte Nordrhein mit 26:21 und kürte sich somit zum Turniersieger. Im Spiel um Platz 3 besiegte der Bayerische HV den HV Westfalen deutlich mit 42:30.
Für die M08- und W09-Auswahlen des Handballverbandes Niedersachsen-Bremen (HVNB) war der Select-Cup ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Deutschland-Cup. Die W09 belegte in der Gruppenphase Rang 2, verlor nur gegen den Bayerischen HV. Im Spiel um Platz 5 musste sich die Mannschaft gegen den Hessischen HV geschlagen geben. Auch die M08 beendete das Turnier auf Rang 6. In der Gruppenphase unterlag das Team lediglich dem späteren Turniersieger aus Schleswig-Holstein, im Spiel um Platz 5 gab es eine Niederlage gegen die Mannschaft des HV Nordrhein.
Aber auch ehemalige Handballgrößen waren beim diesjährigen Select-CUP als Trainer mit dabei. Stephan Hauck (ehemals VfL Hameln) betreute die Jugend aus Berlin, während Christian „Blacky“ Schwarzer, Weltmeister von 2007, schon seit Jahren mit dem Handballnachwuchs Saar im Weserbergland zu Gast ist. Toll, dass sich erfolgreiche Sportler heute dem Handballnachwuchs widmen.
Am Ende gab es bei der 13. Auflage des Select-Cups viel Lob für die ausrichtenden Vereine und die große Schar der freiwilligen Helfer und Helferinnen. Organisationschef Stephan Kutschera blickt einen Tag nach dem letzten Abpfiff bereits nach vorn: „Die Planungen für 2025 laufen schon. Dann wird vom 31. Oktober bis 2. November gespielt.“
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