
Grafik: VfL Hameln.
Spiel 1: VfL Hameln - TSV Anderten 15:14 (7:8).
Der VfL Hameln eröffnete das Turnier mit einer Begegnung gegen den TSV Anderten. Die junge Hamelner Mannschaft präsentierte sich von Beginn an defensiv stabil. Trainer Jörn Hänning zeigte sich im Nachgang sehr zufrieden mit der Anfangsphase: „Die junge Hamelner Mannschaft zeigte eine engagierte und kämpferische Abwehr. Die Jungs haben sich super bewegt und haben es Anderten richtig schwer gemacht.“ Im Angriffsspiel lief es jedoch noch nicht gänzlich rund. Laut Hänning merkte man den Spielern „etwas die Nervosität in der gut gefüllten Afferder Sporthalle an“. Infolgedessen ging das Team mit einem knappen Ein-Tor-Rückstand in die Halbzeitpause.
Auch der zweite Durchgang gestaltete sich als enge Angelegenheit, in der Anderten zunächst vorlegte und beim Stand von 11:13 die letzte Führung des Spiels innehatte. Mit einem anschließenden 3:0-Lauf drehte Hameln die Partie jedoch zu einem 14:13. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste erkämpfte sich der VfL kurz vor dem Abpfiff einen Strafwurf. Dieser wurde erfolgreich verwandelt, sodass die Hamelner die Partie am Ende – laut Einschätzung des Trainers – „verdient mit 15:14“ gewannen.
VfL Hameln: Florian Koss (1 gehaltener 7m), Philip Schäfer (Tor), Piet Kuper(Tor), Hauke Rosenthal, Joris Wyrwoll, Yannick Requadt, Momme Busch, Leo Streuber (1), Daniil German, Moritz Pelz (7/3), Nelson Hänning (3/1), Till Brixler, Lasse Kohlenberg (4), Vitus Levi von der Embse, Jonah Symann, Henry Pogoda.
Spiel 2: VfL Hameln - MTV Braunschweig II 10:19 (4:7).
In der zweiten Partie traf die Mannschaft auf den Favoriten aus Braunschweig, der mit zusätzlicher Unterstützung aus seinem Bundesliga-Kader angereist war. In der ersten Halbzeit hielt der VfL gut dagegen und ging mit einem 4:7-Rückstand in die Kabine. Hänning resümierte den ersten Durchgang wie folgt: „Die Abwehr war weiterhin gut, aber die Chancenverwertung war nicht gut genug für ein besseres Ergebnis.“ Nach dem Seitenwechsel demonstrierte Braunschweig seine Qualität und sorgte frühzeitig für klare Verhältnisse. Das Hamelner Trainerteam nutzte diese Phase, um allen Spielern Einsatzzeiten zu geben und die Kräfte optimal zu verteilen. Das selbst gesteckte Etappenziel, nicht zweistellig zu verlieren, wurde von der Mannschaft letztlich erreicht.
VfL Hameln: Florian Koss (Tor), Philip Schäfer (Tor), Piet Kuper(Tor), Hauke Rosenthal (1), Joris Wyrwoll (1), Yannick Requadt, Momme Busch (2), Leo Streuber (2), Daniil German, Moritz Pelz (3), Nelson Hänning, Till Brixler, Lasse Kohlenberg, Vitus Levi von der Embse (1), Jonah Symann, Henry Pogoda.
Spiel 3: Northeimer HC - VfL Hameln 13:13 (6:7).
Für das dritte Spiel gegen den Northeimer HC rechnete sich das Team im Vorfeld wieder etwas aus. Die Hamelner agierten von Beginn an stabil in der Defensive und erarbeiteten sich Torchancen. Da der Treffer zum 2:1 erst in der sechsten Spielminute fiel, stand für das Trainerteam fest, dass die Effizienz im Abschluss gesteigert werden musste. Die Spieler setzten dies um, steigerten sich und gingen mit einer knappen Führung in die Pause.
In der zweiten Halbzeit baute der VfL den Vorsprung beim Stand von 6:10 zwischenzeitlich auf vier Tore aus, ehe eine Phase mit vermehrten Fehlern folgte. Northeim nutzte die Schwächephase, glich aus und ging sogar mit 13:12 in Führung. „Die Jungs steckten aber nicht auf und erkämpften sich einen Punkt“, lobte Hänning die Moral beim 13:13-Endstand.
Da das Turnierschema für einen eventuellen direkten Vergleich bei Punktgleichheit eine Entscheidung forderte, schloss sich ein Siebenmeterwerfen an. Dieses gewann der VfL Hameln mit 4:3. Großen Anteil daran hatte Torhüter Florian Koss, der laut Hänning „seine gute Leistung mit zwei starken Paraden bestätigte“.
VfL Hameln: Florian Koss (Tor), Philip Schäfer (Tor), Piet Kuper(Tor), Hauke Rosenthal (1), Joris Wyrwoll, Yannick Requadt, Momme Busch, Leo Streuber (2), Daniil German, Moritz Pelz (3/1), Nelson Hänning (4), Till Brixler, Lasse Kohlenberg (3), Vitus Levi von der Embse, Jonah Symann, Henry Pogoda.
Spiel 4: TSV Burgdorf II - VfL Hameln 22:15 (12:9).
„Mit dem Erreichen der zweiten Relegationsrunde war das Minimalziel zu diesem Zeitpunkt bereits gesichert. Im letzten Spiel gegen die Zweitvertretung aus Burgdorf ging es somit um den zweiten Tabellenplatz“, erklärte Hänning die Ausgangslage.
Der VfL hielt lange Zeit mit und ging mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Pause. Der Trainer bescheinigte seinem Team auch hier eine starke Einstellung: „Wir zeigten auch in dem Spiel viel Herz. Lediglich ein bis zwei technische Fehler und zwei frei verschossene Bälle verhinderten ein besseres Ergebnis.“ In der zweiten Hälfte schwanden der Mannschaft merklich die Kräfte. Das Trainerteam wechselte durch, um jedem Akteur noch einmal Spielzeit zu gewähren. Die Partie endete mit einer 15:22-Niederlage, womit der VfL das Turnier zunächst auf dem dritten Platz abschloss.
VfL Hameln: Florian Koss (Tor), Philip Schäfer (Tor), Piet Kuper(Tor), Hauke Rosenthal (2), Joris Wyrwoll, Yannick Requadt, Momme Busch (5), Leo Streuber, Daniil German, Moritz Pelz (4), Nelson Hänning (1), Till Brixler (1), Lasse Kohlenberg (2), Vitus Levi von der Embse, Jonah Symann, Henry Pogoda.
Die überraschende Wendung und das Trainerfazit
Während im Lager der Hamelner bereits Stolz über das Erreichen der nächsten Runde herrschte, traf im Laufe des Abends eine entscheidende Nachricht ein: „Der TSV Burgdorf hatte einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt. In der Konsequenz wurden alle Begegnungen der Burgdorfer gegen sie gewertet“, verdeutlichte Hänning. Da der VfL Hameln das Siebenmeterwerfen gegen den Northeimer HC gewonnen und damit den direkten Vergleich für sich entschieden hatte, rückte das Team in der Abschlusstabelle auf den 2. Platz vor. Dies bedeutete die direkte Qualifikation für die Regionalliga.
Das Trainerteam – bestehend aus Jörn Hänning, Stefan Mewes, Frank Rosenthal und Janis Dohme (welcher den privat verhinderten Mewes vor Ort vertrat) – zeigte sich im Anschluss zutiefst beeindruckt von der Leistung der Mannschaft. Jörn Hänning zog eine emotionale Bilanz: „Die Jungs haben viel Spaß gemacht und haben ihr Herz auf der Platte gelassen. Sicher hat uns das Turnier auch aufgezeigt, woran wir zu arbeiten haben. Aber was wir an Kampf und Einstellung abgeliefert haben, war überragend.“
Abschließend richtete der Coach im Namen des Teams einen großen Dank an die zahlreichen Zuschauer, die in der Halle für eine hervorragende Stimmung gesorgt hatten und dem Aufruf gefolgt waren, in Vereinsblau zu erscheinen. Ein ebenso großer Dank ging an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die die Ausrichtung des Turniers in Afferde überhaupt erst möglich gemacht hatten.
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