Bei der HSG Lügde-Bad Pyrmont dürfte die Stimmung derzeit ausgelassen sein. Nach der Meisterschaft in der Regionsliga im vergangenen Jahr startete auch das neue Kapitel in der Regionsoberliga direkt mit einem Erfolg: auswärts beim Garbsener SC siegte man mit 34:29. Als wäre das nicht schon genug, steht am kommenden Samstag nun das erste Regionsoberliga-Heimspiel seit etlichen Jahren an. Zu Gast ist mit dem TuS Vinnhorst dabei ebenfalls ein Aufsteiger, der auch mit einem Sieg in die neue Spielzeit gestartet ist.
„Am kommenden Samstag kommt es zu unserem ersten Heimspiel in der Regionsoberliga seit etlichen Jahren. Die Vorfreude bei allen ist riesig. Nicht nur zuletzt wegen unserem Auftaktsieg am letzten Wochenende in Garbsen. Am Samstag kommt mit Vinnhorst IV der Meister der letztjährigen Regionsliga Staffel 2 zu uns, es spielt also Meister gegen Meister. Und auch der TuS Vinnhorst IV hat nach ihrem Aufstieg am vergangenen Wochenende aufhorchen lassen. Zum Auftakt gewannen auch sie zuhause gegen den letztjährigen Vizemeister RSV Seelze mit 24:20. Es treffen also Teams aufeinander, die mit ordentlich Schwung in die Saison gestartet sind und sicherlich beide an das vergangene Wochenende anknüpfen möchten. Für uns ist die Mannschaft weitestgehend unbekannt. In jedem Fall scheint Nils Matyschik, letztjähriger Torschützenkönig in deren Staffel, eine große Gefahr für unsere Abwehr und das Torhütergespann zu sein. Es bleibt abzuwarten, mit welcher Art und Weise das Team ins Spiel gehen wird. Unsererseits schaut es personell nicht mehr so rosig aus wie noch am Wochenende. Leider fehlen Trainer Stefan Popovski einige Optionen im Rückraum, die jetzt auf mehrere Schultern verteilt werden müssen. Unter der Woche wurde gut trainiert, einiges in Abwehr und Angriff optimiert. Und wir sind motiviert, ein tolles erstes Heimspiel abzuliefern.“
ho-handball – HSG Hannover-West (Samstag, 18 Uhr).
Mit zwei Punkten zum Saisonauftakt haben die Mannen von ho-handball am vergangenen Sonntag die neue Regionsoberliga-Saison eingeläutet. Nach dem verpatzten Start im Vorjahr, in dem das Team von Trainer Frank Käber am Ende trotzdem noch um die Meisterschaft mitgespielt hat, ist der Auftakt dieses Mal also gelungen. Mit einem Heimsieg gegen Hannover-West dürfte das Lächeln am kommenden Samstag noch größer werden – doch die Erinnerungen an die Duelle aus der Vorsaison sind nicht nur positiv.
„Nur Spaß ist erfolgreich, nicht Druck und schlechte Laune“
„Ich gehe davon aus, dass es im Kader von Hannover-West im Sommer nicht allzu große Veränderungen gab. Trotzdem wird das ein schwieriges Spiel. Das Hinspiel haben wir letztes Jahr in Hannover verloren. Das Rückspiel zuhause haben wir außerdem mit nur einem Tor gewonnen, obwohl wir uns damals schon in einer guten Verfassung befunden haben. Deshalb rechne ich mit einem schwierigen Gegner. Zu Saisonbeginn wäre es auch vermessen, davon auszugehen, dass irgendeine Mannschaft leicht zu schlagen wäre. Unser Fokus liegt aber nach wie vor auf unserer Entwicklung. Wir haben in der letzten Saison gelernt: wenn wir auf unsere Entwicklung vertrauen, gewinnen wir auch. Deshalb schauen wir nur auf uns und darauf, dass wir die Dinge aus dem Training auch auf die Platte bekommen. Wir sind aber zuversichtlich und mit Spaß bei der Sache – bei jedem Training und bei jedem Treffen. Und das ist auch wichtig, denn nur Spaß ist erfolgreich, nicht Druck und schlechte Laune. Personell gesehen werden wir wieder mindestens 14 spielfähige Spieler an Bord haben.“
TSG Emmerthal II – HSG Schaumburg III (Sonntag, 17 Uhr).
Einzig dem dritten Vertreter aus Hameln-Pyrmont, der TSG Emmerthal II, war zum Auftakt der neuen Spielzeit kein Auftaktsieg vergönnt. Das neue Trainergespann der Grün-Weißen, bestehend aus Spielertrainer Jan-Philip Warnke und Teammanager Jörg Vietmeyer, zog mit seinen Spielern in Barsinghausen knapp den Kürzeren (19:21). Im ersten Heimspiel der Saison sollen nun auch die ersten Punkte her. Gegner Schaumburg III liefert den Hausherren als Landesliga-Absteiger dabei aber nur wenig Anhaltspunkte, was auf Grün-Weiß zukommen wird.
„Eine sehr bittere Pille“
„Unser Saisonstart lief leider nicht nach Plan. Gegen Barsinghausen II haben wir leider knapp verloren – sicherlich auch, weil uns einige Spieler gefehlt und wir mit einem sehr dezimierten Kader spielen mussten. Eine Hiobsbotschaft mussten wir auch noch verkraften: Unser Linksaußen Timo Huchthausen hat sich leider im ersten Spiel Kreuzband und Meniskus gerissen und fehlt uns damit die komplette Saison. Das war natürlich eine sehr bittere Pille, die wir erstmal schlucken mussten. Diesmal sieht es personell besser aus, der Kader ist wieder deutlich breiter aufgestellt. Deswegen wollen wir diesmal wieder mehr über unser Tempospiel kommen, was uns eigentlich auszeichnet. Schaumburg III ist für uns ein unbeschriebenes Blatt, da die Mannschaft letztes Jahr aus der Landesliga abgestiegen ist. Genau wie wir haben sie ihr erstes Spiel verloren, werden aber sicherlich um die vorderen Plätze mitspielen wollen und gehen dementsprechend für mich als Favorit in die Partie. Ein kleiner Vorteil könnte für uns sein, dass Schaumburg zuhause normalerweise mit Harz spielt und sich bei uns erstmal ohne Harz zurechtfinden muss. Wir wissen, dass wir in der Außenseiterrolle sind, wollen aber alles reinwerfen, um die Punkte in Emmerthal zu behalten.“
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