06.09.2026 20:00

Regionsoberliga


Mit Ziehen und Zerren: ho strapaziert den Trikotsatz, aber sackt die Punkte ein

„LüPy" feiert erfolgreiche Rückkehr in die Regionsoberliga
Nico Huecker ho handball
Bewies, dass er hart im Nehmen ist: ho-handball-Hüter Nico Hücker.

HSG Schaumburg III – ho-handball 23:25 (11:13).

Die Handballer von ho-handball haben ihr Auftaktspiel in der Regionsoberliga nach einem harten Kampf mit 25:23 bei der HSG Schaumburg III gewonnen. Die Gäste erwischten einen starken Start und zogen in der Anfangsphase auf 6:1 davon, ehe sich die Hausherren zurück in die Partie kämpften. Zur Pause rettete ho-handball eine knappe 13:11-Führung in die Kabine. Es war ein äußerst schwieriges Auswärtsspiel für die Gäste, die nicht nur erneut mit der ungewohnten Patte zu kämpfen hatten. Laut ho-Trainer Frank Käber hatte Schaumburg zudem „wie so häufig zu Beginn der Saison viele ehemalige Oberliga-Spieler aufgefahren.“
Bessere Physis bringt die späte Wende
Nach dem Seitenwechsel blieb die hart geführte Partie extrem eng. Mitte der zweiten Halbzeit geriet ho-handball sogar mit 19:21 ins Hintertreffen. Doch in der Schlussphase machte sich das intensive Training der vergangenen Wochen bemerkbar. „Unterm Strich waren wir in einem besseren körperlichen Zustand, was sich durch unsere Vorbereitung erklärt. So hatten wir mit einer offensiven Deckung am Ende Vorteile“, analysierte Käber. Sein Team drehte den Rückstand mit einem Schlussspurt in eine 24:21-Führung und sicherte den Auswärtssieg. Einziger Wermutstropfen: Beide Seiten zeigten sich mit der Schiedsrichterleistung unzufrieden, was laut Käber „bei so einem umkämpften Spiel schade ist.“

Trotz vieler verworfener Bälle auf beiden Seiten zog der Trainer ein positives Fazit für das Auftaktmatch, das durch gute Torhüterleistungen bestach: „Das war eine sehr harte Partie, wir können uns erstmal einen Satz neue Trikots kaufen“, lachte Käber. „Es war ein Spiel für die Zuschauer, das Lust auf mehr macht. Am Ende zählen nur die Punkte und davon haben wir nach einem sehr schwierigen Spiel zwei mitgenommen.“ Ein kräftiges Sonderlob verteilte der Coach an Keeper Nico Hücker: Da ho-handball ohne Ersatz-Torwart anreisen musste, spielte Hücker die kompletten 60 Minuten durch – und das, obwohl er einige Bälle parierte und dabei einmal sogar einen harten Treffer mit dem Gesicht abwehren musste.
ho-handball: Christoph Bauer (6/6), Felix Dammann (5), Sascha Weidemann (4), Johannes Bauer (4), Marvin Huxhagen (3), Fabian Weidemann (2), Tim-Ole Herrmann (1).

Garbsener SC – HSG Lügde-Bad Pyrmont 29:34 (16:17).

Besser hätte die Rückkehr in die Regionsoberliga für die HSG Lügde-Bad Pyrmont kaum laufen können. Auswärts beim Vorjahres-Vorletzten aus Garbsen setzte sich „LüPy“ am Ende deutlich mit 34:29 durch. „Wir sind mit einer guten Abwehr reingekommen und haben, wie geplant, viele Tore über die erste und zweite Welle erzielt“, erklärte HSG-Trainer Stefan Popovski. Zunächst verteidigten die Gäste in einer 6:0-Formation, bevor sie später auf ein 5:1-System umstellten. Garbsen tat sich gegen die Abwehr der Gäste schwer, allerdings erlaubte sich Lügde-Bad Pyrmont in der ersten Halbzeit auch eine eigene Schwächephase. So ging es mit einer knappen 17:16-Führung für die HSG in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel zieht die HSG davon
In der Pause sprach Popovski mit seiner Mannschaft noch einmal gezielt an, in welchen Bereichen man sich steigern müsse. Die Worte zeigten direkt Wirkung: „Wir haben die zweite Halbzeit sehr gut angefangen und sind direkt um einige Tore weggezogen“, lobte der Coach. Tatsächlich legte die HSG nach Wiederanpfiff einen starken Lauf hin und baute den knappen Vorsprung zügig auf 21:16 aus. Über 25:19 (42.) und 30:23 (51.) behielten die Kurstädter stets die Nase vorn und siegten am Ende mit fünf Treffern Unterschied. Popovski zeigte sich im Anschluss hochzufrieden mit der geschlossenen Mannschaftsleistung: „Ich bin stolz auf mein Team. Wir spielen jetzt eine Liga höher und gewinnen dann zum Auftakt auch noch auswärts. Es war das erste Spiel seit vielen Jahren in dieser Liga und die Mannschaft hat das sehr gut gemacht. Wir haben gezeigt, dass wir mit den Gegnern mithalten können.“

In der Offensive stachen dabei vor allem zwei Akteure hervor: Jonah Rabenstein steuerte zehn Treffer zum Sieg bei, Eric Wessel war neunmal erfolgreich. Vor allem Rabenstein überzeugte bei den Tempogegenstößen mit einer sehr hohen Effizienz. Zwar sah der Trainer im Angriffsspiel insgesamt noch ein paar Probleme, ordnete dies aber als völlig normal für den Saisonbeginn ein. Nun blickt das Team optimistisch nach vorne: „Wir freuen uns schon darauf, am nächsten Wochenende unser erstes Heimspiel zu haben.“
HSG Lügde-Bad Pyrmont: Jonah Rabenstein (10), Eric Wessel (9), Jan-Erik Gärtner (5), Mattis Kapitza (5), Justus Grove (2), Philipp Schur (1), Johann Felix Steinhage (1), Patrick Vogt (1).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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