Am Samstag startet die Regionsoberliga in eine neue Saison. Zum Auftakt wartet mit dem Auswärtsspiel beim HV Barsinghausen II auf Emmerthals Zweitvertretung direkt eine anspruchsvolle Aufgabe auf die Mannschaft des neuen Trainers Jan-Philip Warnke. Die Rollen sind dabei zunächst klar verteilt. Emmerthal geht als Außenseiter in die Partie und weiß, dass in Barsinghausen einiges zusammenpassen muss, um etwas Zählbares mitzunehmen. Gleichzeitig ist das erste Saisonspiel immer auch eine Standortbestimmung. Nach der Vorbereitung wird sich erstmals unter Wettkampfbedingungen zeigen, wo die Mannschaft steht.
„Wir wissen schon, wo wir uns einordnen müssen. Wir sind in dieser Saison sicherlich nicht der Favorit und gerade auswärts in Barsinghausen hängen die Trauben hoch. Aber wir werden uns deshalb nicht verstecken. Wir wollen als Mannschaft auftreten, alles auf der Platte lassen und dann schauen wir, was dabei herauskommt. Es wird darauf ankommen, von Beginn an konzentriert zu sein, einfache Fehler zu vermeiden und sich auch von möglichen Schwächephasen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Für uns geht es nicht darum, vor der Saison irgendwelche großen Ziele auszurufen. Wir wollen von Spiel zu Spiel schauen und das Beste aus unseren Möglichkeiten machen. Und vielleicht können wir den einen oder anderen Gegner damit auch mal ärgern.“
HSG Schaumburg III – ho-handball (Sonntag, 13 Uhr).
Auch in Hessisch Oldendorf steht die neue Spielzeit in den Startlöchern. Vieles bleibt dabei aber beim Alten. Nicht nur im Kader gibt es nach derzeitigem Stand keine Veränderungen, auch an der Seitenlinie bleibt das qualifizierte Know-How von Trainer Frank Käber bestehen, dessen Verlängerung die ho-handballer vor einigen Monaten bekanntgegeben haben. Der erfahrene Coach will mit den Männern vom Rosenbusch nun den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Nach Platz drei im Vorjahr schielt man dabei sicherlich auch mit mindestens einem Auge auf den ganz großen Wurf. Zum Auftakt am Sonntag ist dabei aber erst einmal Rätselraten angesagt: Gegner Schaumburg III stieg vergangene Spielzeit als Tabellenletzter aus der Landesliga ab. Wie die personelle Verfassung der HSG nun ausschaut, ist daher noch unklar für die Gäste.
„Hauptaugenmerk ist nach wie vor auf der Weiterentwicklung“
„Wir haben eine sehr gute Vorbereitung mit zwei erfolgreichen Trainingslagern hinter uns – eines mit einem technischen Schwerpunkt in Hessisch Oldendorf und eines mit einem technischen Fokus in Dänemark. Nun gehen wir mit dem gleichen Spaß der letzten Saison in die neue Spielzeit und vielleicht noch einem Funken mehr Ehrgeiz. Unser Hauptaugenmerk ist nach wie vor auf der Weiterentwicklung. Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, dann muss sich das zwangsläufig auch irgendwann auf dem Punktekonto niederschlagen, damit man auch attraktiver für andere wird. In dieser Hinsicht sind wir auf einem guten Weg, ein Trainingsspiel beim Landesligisten Obernkirchen haben wir beispielsweise deutlich gewonnen. Der Auftakt am Sonntag wird trotzdem ein Sprung ins kalte Wasser. Es gibt einige Gerüchte, dass sich der Kader der Schaumburger nach dem Abstieg verändert hat. Niemand weiß also so wirklich, wie die Mannschaft des Gegners aussieht. Auch werden wir wieder mit Patte spielen. Im Saisonfinale in der letzten Spielzeit hat uns die ja auch ein wenig den Aufstieg gekostet. Beim Trainingslager in Dänemark haben wir ein bisschen am Umgang mit der Patte gearbeitet. Jetzt wird sich zeigen, ob wir uns in dieser Hinsicht auch schon weiterentwickelt haben. Es fängt also zum Auftakt direkt schwierig an, doch das sind alles Dinge, die wir bewältigen müssen, wenn wir unsere Entwicklung vorantreiben wollen. Zwei Punkte zum Saisonstart wären vor allem nach dem schlechten Start im vergangenen Jahr perfekt. Nach aktuellem Stand stehen dafür 14 gesunde Spieler zur Verfügung.“
Garbsener SC – HSG Lügde-Bad Pyrmont (Sonntag, 16 Uhr).
Die HSG Lügde-Bad Pyrmont ist nach Jahren der Abstinenz zurück in der Regionsoberliga. Mit einer Ausbeute von 24:4-Punkten gelang den Kürstadtern im vergangenen Jahr nicht nur der Aufstieg sondern zeitgleich auch die Meisterschaft in der Regionsliga. Eine Etage höher will man daher nicht das Konzept den vergangenen Jahres über den Haufen werfen, sondern explizit daran anknüpfen. Zum Auftakt trifft das Team von Trainer Stefan Popovski dabei auf eine vermeintlich machbare Aufgabe. Der Garbsener SC sicherte sich als Tabellenvorletzter nur mit Müh und Not den Klassenerhalt in der Vorsaison.
„Dass in dieser Liga jetzt ein anderer Wind weht, ist uns allen im Team bewusst“
„Am kommenden Sonntag um 16.00 Uhr geht sie in der Garbsener Sporthalle am Kastendamm endlich los: die neue Saison in der Regionsoberliga. Wir freuen uns riesig auf dieses neue Kapitel und haben uns in den vergangenen Wochen gut vorbereitet. Wir hatten in der Vorbereitung neben dem Training in der Halle auch einige Laufeinheiten, um in der handballfreien Zeit nicht den Anschluss zu verlieren. Wir haben in dieser Saison nicht vor, irgendetwas Neues auszuprobieren, sondern versuchen, die Art unseres Spiels aus der Vorsaison weiterhin umzusetzen, sprich: aus einer stabilen Abwehr heraus und wenn im Spiel möglich mit einem Spiel über die erste Welle zu leichten Toren zu kommen. Dass in dieser Liga jetzt ein anderer Wind weht, ist uns allen im Team bewusst. Aber wir wollen mutig und frei aufspielen und ein gutes erstes Spiel in der neuen Liga auf die Platte bringen. Personell muss der Trainer zwar auf einige Spieler verzichten, dennoch sollte der Spielberichtsbogen gut gefüllt sein, um eine schlagfertige Truppe auf die Platte zu stellen.“
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