14.03.2026 22:02
Regionsoberliga
ho darf träumen - TSG hat die Kellertür fast zu
Käber: „Wir wollen unsere Spiele gewinnen und dann schauen wir mal" / „Jetzt gilt es, diese Energie von heute auf Mittwoch zu übertragen“

Juri Deppenmeier und die Emmerthaler holt einen wichtigen Sieg.
ho-handball – RSV Seelze 24:21 (8:7).
In der Regionsoberliga marschiert ho-handball unaufhaltsam weiter. Im Verfolgerduell gegen den RSV Seelze behielten die Baxmannstädter mit 24:21 die Oberhand und bauten ihre beeindruckende Siegesserie auf 20:0 Punkte in Folge aus. Damit bleibt die Mannschaft von Trainer Frank Käber dem Spitzenreiter aus Börde auf den Fersen. Drei Punkte trennen beide Teams, bei noch drei ausstehenden Spieltagen.
Zäher Beginn
Gegen Gegner Seelze, den Käber als „stärksten Gegner der Hinrunde“ einstufte, taten sich die ho-Handballer zunächst jedoch schwer. Die Gäste erwischten den besseren Start und zogen über ein 0:2 bis auf 1:5 (15.) davon. Erst eine frühe Auszeit weckte die Hausherren auf. Mit einem Kraftakt kämpften sie sich zurück und drehten die Partie noch vor dem Seitenwechsel in eine knappe 8:7-Führung – bis dahin ging im Angriff auf beiden Seiten nicht viel.
Einsamer Schiedsrichter
Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem echten Krimi, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte (12:12, 37.). In der mitunter aufgeheizten Atmosphäre lobte Käber Schiedsrichter Andreas Leunig, der die Partie alleine leitete: „Es war ein emotionales Spiel, in dem es für beide um viel ging. Ein großes Lob an den Schiri, das war nicht einfach zu pfeifen.“
Längerer Atem in der Schlussphase
Wie schon am vergangenen Wochenende bewiesen die Baxmannstädter in der „Crunchtime“ die reifere Spielanlage. Nachdem Seelze in der 57. Minute letztmalig zum 21:21 ausgeglichen hatte, vernagelte die ho-Defensive ihr Tor. Jonas Völkel, mit acht Treffern bester Werfer des Abends, erzielte das umjubelte 22:21, bevor Rasmus Meier und Stefan Mittmann den Heimsieg perfekt machten.
Drei Spiele stehen für die Hessisch Oldendorfer noch aus. Während das Team seine eigenen Aufgaben erfüllen will, schielt man mit einem Auge auf den Tabellenführer. „Wir wollen unsere Spiele gewinnen und dann schauen wir mal. Damit es für den ganz großen Wurf reicht, müsste Börde allerdings noch zweimal patzen“, so Käber abschließend.
ho-handball: Jonas Völkel (8), Sascha Weidemann (3), Felix Dammann (3), Johannes Bauer (2/1), Rasmus Meier (2), Christoph Bauer (2/1), Leander Schulte (1), Marvin Huxhagen (1), Oliver Ketelhake (1), Stefan Mittmann (1).
TSG Emmerthal II – HSG Schaumburg IV 35:24 (18:10).
Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Die TSG-Reserve hat mit einem deutlichen Heimsieg ein wichtiges Zeichen gesetzt. So bauten die Emmerthaler ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze durch das 35:24 auf vier Punkte aus. Bereits am kommenden Mittwoch bietet sich gegen das Schlusslicht TuS Wettbergen die Chance, den nächsten großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen.
Blitzstart und „Waffe“ Miljkovic
Dass die TSG heute voll da sein würde, spürte Trainer Maik Dohme schon vor dem Anpfiff: „Die Stimmung war schon beim Betreten der Halle in der Mannschaft richtig gut, das hat man sofort gemerkt“. Entsprechend fokussiert legten die Hausherren los. Nach einem kurzen Abtasten (2:2, 5.) zündete Melvin Miljkovic den Turbo. Dohme: „Schaumburg ist etwas erfahrener, dadurch war Melvin mit seiner Schnelligkeit eine echte Waffe.“ Miljkovic erzielte allein in der ersten Halbzeit acht seiner insgesamt neun Treffer und trieb sein Team über ein 11:6 (14.) zur deutlichen 18:10-Pausenführung.
Torhüter-Duo und Deppenmeier glänzen
Hinter einer stabilen Abwehr vernagelte in den ersten 30 Minuten Linus Kruckemeyer sein Gehäuse. Laut Dohme machte er ein „überragendes Spiel“: „Ich irgendwann aufgehört, seine Paraden mitzuzählen.“ Nach dem Seitenwechsel knüpfte Keeper Julian Reifschneider nahtlos an diese Leistung an. Auch offensiv blieb Emmerthal gefährlich. Neben Miljkovic ragte Juri Deppenmeier heraus, der ebenfalls neunmal einnetzte. Über ein 25:14 (41.) und 31:19 (49.) ließen die Emmerthaler keinen Zweifel am Heimsieg aufkommen.
Fokus auf das „Endspiel“ am Mittwoch
Mit dem Polster von nun vier Punkten auf die Abstiegsränge im Rücken blickt Dohme zuversichtlich auf die nächste Aufgabe: „Wir haben als Team agiert und jeder hat seinen Teil beigetragen. Jetzt gilt es, diese Energie von heute auf Mittwoch zu übertragen.“
TSG Emmerthal II: Melvin Miljkovic (9), Juri Deppenmeier (9), Malte Böker (4/1), Fiete Vollmer (4), Niels Henrik Bohr (3), Paul Barbisan (2), Timo Huchthausen (1), Lukas Johannes Christmann (1), Jan-Philip Warnke (1), Marvin Kohrs (1).
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