01.03.2026 19:11
Regionsoberliga
Arbeitssieg in der Landeshauptstadt: ho-Handball behält beim HSC die Oberhand
TSG-Reserve schwächt sich selbst: Seelze entführt beide Punkte

Jonas Völkel konnte sechs Treffer für ho-handball zum Erfolg beitragen.
Hannoverscher SC – ho-handball 29:31 (15:16).
In der Regionsoberliga hat ho-handball einen mühsamen Auswärtssieg eingefahren. Beim Hannoverschen SC setzten sich die Baxmannstädter am Sonntagnachmittag mit 31:29 durch. Dabei erwischte die Sieben von Trainer Frank Käber einen Start nach Maß. Durch Treffer von Tim-Ole Hermann, Jonas Völkel und einen Strafwurf von Johannes Bauer führten die Gäste nach gut drei Minuten schnell mit 3:0. Doch die Souveränität ging in der Folge verloren. Der HSC konterte energisch, glich beim 3:3 (6.) erstmals aus und zog bis zur 17. Spielminute sogar auf 11:5 davon. „Die Anfangsphase beschreibt das Spiel, wir haben 3:0 geführt und dann mit sechs Toren zurückgelegen“, resümierte Käber den wechselhaften Verlauf. In der Schlussphase des ersten Durchgangs kämpfte sich die ho-handball jedoch Tor um Tor zurück. Vor allem Johannes Bauer und Jonas Völkel hielten die Gäste im Spiel, sodass die Führung pünktlich zum Pausenpfiff wieder zugunsten von ho (16:15) gewechselt war.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. „In der Folge waren wir maximal zwei Tore vorne, das dritte Tor zu einer größeren Führung konnten wir nie erzielen. So blieb es bis zum Ende spannend“, erklärte der Coach. Über die Stationen 20:20 (40.) und 25:25 (49.) steuerte die Begegnung auf eine dramatische Crunchtime zu. In den entscheidenden Momenten bewies ho-handball jedoch die besseren Nerven. Stefan Mittmann und erneut Johannes Bauer sorgten für die vorentscheidende 29:27-Führung (57.). Zwar verkürzte der HSC nochmals, doch Marvin Huxhagen machte mit seinem Treffer zum 31:29-Endstand kurz vor Ultimo den Deckel auf die Partie. Trotz der zwei Punkte sah Frank Käber noch reichlich Luft nach oben: „Das Spiel war nicht gut, es war sehr fehlerbehaftet, es gab viele Fehlwürfe. Letztlich haben wir wieder nur mit zwei Toren Differenz gewonnen, also keine Verbesserung zum Hinspiel, da war es genauso. Das heißt natürlich, wir müssen weiter trainieren (lacht). Der Sieg war aber schon verdient, auch wenn wir nicht so gut gespielt haben.“
ho-handball: Johannes Bauer (9/5), Jonas Völkel (6), Tim-Ole Hermann (5), Felix Dammann (5), Leander Schulte (2), Marvin Huxhagen (2), Stefan Mittmann (2).
TSG Emmerthal II – RSV Seelze 24:29 (11:15).
Im zweiten Spiel des Tages musste die Reserve der TSG Emmerthal eine bittere Heimniederlage hinnehmen. Gegen den RSV Seelze unterlagen die Grün-Weißen mit 24:29. Entscheidend war dabei nicht unbedingt die spielerische Überlegenheit der Gäste, sondern die vielen unnötigen Foulspiele der Hausherren, die sich durch zahlreiche Zeitstrafen immer wieder selbst aus dem Rhythmus brachten. Dabei verlief die Anfangsphase in der Sporthalle Kirchohsen zunächst ausgeglichen. Melvin Miljkovic brachte die TSG in der 6. Minute mit 4:3 in Führung. Es sollte jedoch die letzte Führung für die Emmerthaler an diesem Nachmittag bleiben. Seelze nutzte die sich bietenden Lücken und zog bis zur 18. Spielminute auf 13:7 davon. „Das war heute fürchterlich mit den Zeitstrafen, die kann man pfeifen, muss man aber nicht. Die Linie war kleinlich, aber das war angekündigt. Wir haben uns nicht angepasst und so das Leben schwer gemacht. Das waren viele unnötige Sachen. So mussten wir viel in Unterzahl spielen, was der Gegner dann nutzt. Wir haben uns selbst geschwächt“, bilanzierte TSG-Coach Maik Dohme die Phase, in der sein Team vermehrt dezimiert auf dem Feld stand.
Insgesamt fingen sich die Gastgeber fünf Zeitstrafen ein und kassierten zudem zwei Disqualifikationen. Dennoch bewiesen die Emmerthaler Moral. Über einen 11:15-Pausenstand kämpfte sich die TSG im zweiten Durchgang wieder heran. Besonders Malte Böker drehte nun auf und verkürzte in der 48. Minute auf 19:23. Dohme sah Licht und Schatten: „Stellenweise spielen wir gut mit Tempo, machen unsere Tore, verteidigen auch gut, aber diese Phasen waren zu kurz. Die Einstellung war da und gut, es war fehlende Absprache und die Konzentration. Der Rückraum musste leider fast komplett durchspielen, das nagt dann am Körper und der Konzentration.“ Lobende Worte fand der Trainer für die Unterstützung aus der ehemaligen dritten Herren sowie für seinen Rückhalt zwischen den Pfosten: „Die Jungs haben uns gut unterstützt und auch ein gutes Spiel gemacht, besonders Lukas Christmann, der auch noch zwei Tore erzielt hat. Ansonsten war Julian Reifschneider super auf dem Posten und hat viele wichtige Bälle gehalten, sonst wäre es noch höher für die Gäste ausgegangen.“ Am Ende reichte die Aufholjagd jedoch nicht aus. Seelze agierte in der Schlussphase abgezockter und brachte den Sieg über die Zeit. „Seelze hat es nicht schlecht gemacht, war aber nicht zwingend die bessere Mannschaft, sondern einfach cleverer“, so das abschließende Fazit von Dohme.
TSG Emmerthal II: Malte Böker (7), Ricardo Müller (5/3), Melvin Miljkovic (4), Jonathan Dohme (2), Timo Huchthausen (2), Lukas Johannes Christmann (2), Jan-Philip Warnke (1), Paul Barbisan (1).
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