21.03.2025 11:25

Regionsoberliga


„Mit dem letzten Aufgebot ins Topspiel“ - Ausgerechnet vor Gipfeltreffen Personalsorgen

Emmerthal hingegen im bitteren Abstiegskampf / Dohme selbstbewusst: „Gezeigt, dass man mit uns rechnen muss“
Sebastian Pook ho-handball Trainer
Dem Dirigenten gehen die Musiker aus: ho-Coach Sebastian Pook muss auf zahlreiche Akteure verzichten.

MSG Mellendorf/Langenhagen – TSG  Emmerthal II (Sonntag, 16 Uhr).

Trotz Teilerfolg bleibt die Lage für Emmerthal prekär: Nach dem 22:22 gegen den TuS Vinnhorst ist die TSG weiterhin Letzter der Regionsoberliga und damit auf dem einzigen Abstiegsplatz. Mit der MSG Mellendorf/Langenhagen steht nun ein direkter Konkurrent auf dem Programm. Die MSG hat zwar gegenüber der TSG deutlich mehr Punkte gesammelt (11:17 gegenüber 4:24), ist jedoch Drittletzter und damit im Dunstkreis der Emmerthaler.

„Gezeigt, dass man mit uns rechnen muss“
„Jedes Spiel ist ein Endspiel. Letzte Woche haben wir seit langem wieder einen Punkt eingefahren und wollen daran anknüpfen. Das Hinspiel haben wir knapp für uns entschieden und wollen es auch diesmal. Wir sind voll besetzt und müssen vor allem auswärts auf unsere Defensive bauen. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, und wir haben einigen Mannschaften von oben aus der Tabelle gezeigt, dass man mit uns rechnen muss und wir ein Spiel lange offen gestalten können. Das müssen wir auch am Sonntag so angehen. Ich bin leider nicht da und werde von Jörg Vietmeyer vertreten.“

MTV Obernkirchen – ho-handball (Sonntag, 17 Uhr).

Wird am Sonntag die Meisterschaft vorentschieden? In Obernkirchen kommt es zum absoluten Spitzenspiel der Regionsoberliga: Der MTV (20:8 Punkte) empfängt Tabellenführer ho-handball (21:7). Besonders ist die Partie zusätzlich, weil MTV-Trainer Carem Griese einst mit  den ho-Handballern bis heute unvergessene Erfolge wie den Verbandsliga-Aufstieg feierte. Hessisch Oldendorfs Trainer Sebastian Pook ist sich sicher: Hier treffen zwei Teams mit Landesliga-Format aufeinander. Jedoch hat Pook zuletzt zahlreiche personelle Hiobsbotschaften hinnehmen müssen. Wer spricht vom „letzten Aufgebot“.

„Unsere Personalsituation ist leider sehr schwierig“
„Spannender geht es nicht: Als Erster spielen wir beim Zweiten und parallel spielt der Dritte gegen den Vierten (Garbsener SC – HSG Hannover-West, Anm.d.Red.). Von den beiden Mannschaften wird sich wohl eine aus dem Meisterschaftsrennen verabschieden. Das Hinspiel gegen Obernkirchen haben wir unglücklich mit einem Tor verloren (26:27, Anm.d.Red), nachdem wir 50 Minuten dominiert haben. Aufgrund überhasteter Abschlüsse und einer hohen Fehlerquote mussten wir das Spiel abgeben.

Wichtig wird sein, die Vorgaben umzusetzen, die Angriffe gut auszuspielen und auf unsere Abwehr zu bauen, die aktuell die beste der Liga ist. Darauf aufbauend wollen wir zu leichten Toren kommen und die Chancen nutzen. Gerade im Topspiel ist die Chancenverwertung entscheidend.

Wir müssen das Zusammenspiel zwischen Mittelmann und Kreisläufer beim MTV unterbinden und zusätzlich Ernestas Vaicys  in den Griff bekommen. Bei uns ist es so, dass wir nicht unter Druck stehen. Auch bei einer Niederlage ist noch alles möglich. Obernkirchen muss noch nach Garbsen und stünde bei einer Niederlage drei Punkte hinter uns. Sie müssen daher gegen uns gewinnen – wir können gewinnen.

Wir wollen befreit aufspielen und das Spiel vor hoffentlich großer Kulisse genießen. Für die jüngeren Spieler ist es sicherlich das erste Mal vor so einer Kulisse, und auch für die älteren ist es ein Highlight. Auf beiden Seiten sind alle sehr motiviert, und es wird ein hochklassiges Spiel. Beide Teams haben Landesliga-Format.

Unsere Personalsituation ist leider sehr schwierig: Jonas Völkel und Fabian Weidemann fehlen bis Saisonende und sind nicht zu ersetzen. Tobias Schöttelndreier fällt für unbestimmte Zeit aus, aber Oliver Ketelhake (ehem. Riemenschneider) ist wieder dabei. Er ist ein sehr guter Abwehrspieler und körperlich eine Bank. Felix Dammann fehlt ebenfalls, und bei Rasmus Meier ist es unklar. Mike Uhe ist dafür wieder dabei. Der Rest wird zusammenrücken müssen. Wir gehen mit dem letzten Aufgebot ins Topspiel. Wir hoffen, dass wir mit viel Einsatz das Spiel positiv gestalten können.“
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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