13.02.2010 00:00
Erste Saisonpleite! Fuhlen vergeht an Karneval das Lachen
Schönemaier: „Die Abwehr glich einem Knabenchor“ / Koß und Streuber führen Rohrsen zum Sieg
TV Stadtoldendorf II – TSG Emmerthal II 43:29 (21:10).
Ohne die A-Jugendlichen Jonas Niemann und René Sievers sowie Sven Hildebrandt und Tim Brutscheck traten die Emmerthaler ihre Reise nach Stadtoldendorf an. Dafür konnte Trainer Zbigniew Urbanowicz auf Thorsten Hanke aus der vierten Herren als zweiten Torhüter zurückgreifen. Das Spiel begann recht vielversprechend für die Gäste aus Emmerthal, denn die TSG glich die Stadtoldendorfer Führung immer wieder aus. Auch als die Gastgeber mit 8:6 in Führung gingen, schien die Welt aus Emmerthaler Sicht noch in Ordnung. Doch danach verlor das Urbanowicz-Team vollkommen den Faden. Im Angriff lief der Ball zwar recht gut durch die Reihen und die TSG erspielte sich immer wieder gute Wurfmöglichkeiten. Doch die Chanceverwertung war erschreckend schwach und so scheiterte Emmerthal immer wieder am jungen Torhüter der Hausherren. In der Abwehr fehlte zudem die nötige Aggressivität, so dass dort nicht der Grundstein für eine erfolgreiche Aufholjagd gelegt werden konnte. Erst zehn Minuten vor Ende der ersten Hälfte, als die junge Emmerthaler Mannschaft mit 6:18 zurücklag, fanden die Gäste auch dank Torhüter Thorsten Hanke zurück ins Spiel und gestalteten die letzten Minuten ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit konnten die Emmerthaler das Spiel besser gestalten. Zwar schlichen sich immer noch technische Fehler und schlechte Torabschlüsse ins Angriffspiel ein, doch diese fielen nicht so zahlreich aus wie noch in den ersten 30 Minuten. Mit dieser Leistung konnte der Rückstand konstant bei 12-13 Toren gehalten werden. Allerdings überzeugte auch in der zweiten Hälfte die Abwehr keineswegs. In der Deckung fehlte wie schon im ersten Durchgang die nötige Aggressivität. Am Ende stand eine deutliche 29:43-Niederlage, die aufgrund der schlechten Chancenverwertung an diesem Tag durchaus verdient war. Einzig Torhüter Thorsten Hanke, der unter anderem zwei Siebenmeter entschärfte, und Lars Wassermann, der immer wieder durch gelungene 1:1-Aktionen glänzte, wussten zu überzeugen.
TSG Emmerthal II: André Pätzold, Thorsten Hanke, Tobias Gottschalk (3), Arnold Schorich (5), Bastian Günther (3), Dennis Karjetta (4/1), Ricardo Müller, Lars Wassermann (9), Björn Kutschera (4), Konrad Spickermann (1), Zbigniew Urbanowicz.
HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf – SV Alfeld II 30:31 (14:15).
Mit einer 30:31-Heimspielniederlage gegen den SV Alfeld geht die erfolgreiche Serie von 18 Spielen ohne Niederlage für die Männer der HSG Fuhlen Hessisch Oldendorf zu Ende. Die Gastgeber fanden über die gesamten 60 Minuten nicht zu ihrem Tempospiel und bissen sich zu oft an der sehr kompakten Gästeabwehr die Zähne aus. „Wir waren gut eingestellt, haben aber gleich zu Beginn drei Hundertprozentige ausgelassen. Da sah man schon, dass wird heute kein Selbstläufer“, so HSG-Kreisläufer Jürgen Rothmann nach dem Spiel. Über 3:3 und 6:6 setzen sich Alfeld auf 9:13 ab. Zu oft fanden Alfelds Anspiele an den Kreis ihr Ziel und sowohl Volker Hoffmann als auch Florian Söhlke im HSG-Tor blieben unter ihren Möglichkeiten. Im Angriff agierten die Fuhlener zu zaghaft oder scheiterten am bulligen Gäste-Keeper. Zur Pause waren die Oldendorfer beim 14:15 dennoch wieder dran. „Die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte gehörten jedoch zu den schlechtesten Momenten, die ich bislang von meinem Team gesehen habe. Jeder meinte hier sein Ding machen zu können und die Abwehr glich einem Knabenchor, so behutsam wurde verteidigt“, monierte Trainer Ralph Schönemeier den Verlauf. Alfeld zog über 16:19 auf 17:25 davon. Schönemeier wechselte in der Folge ordentlich durch und plötzlich bäumte sich sein Team noch einmal auf. Tor um Tor reduzierte die HSG den Vorsprung und beim Stand von 28:29, bei noch drei zu spielenden Minuten auf der Hallenuhr, war das Unentschieden in Reichweite. Doch trotz des Einsatzes eines siebten Feldspielers anstelle des Oldendorfer Torwarts reichte es am Ende nicht, da auch der letzte Ball bereits auf dem Weg nach vorn vergeben wurde. Der mit minimalem Kader angereiste Gast konnte sich zu Recht über den Sieg freuen.
Für die Oldendorfer steht mit der Auswärtsbegegnung in Himmelsthür am kommenden Samstag die nächste schwere Hürde an. „Ich hoffe, die Jungs haben erkannt, dass der Aufstieg noch lange nicht unter Dach und Fach ist. Wir spielen nur noch gegen die Teams von oben“, warnte Teamleiter Helmut Dorndorf im Spielanschluss vor Überheblichkeit.
HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf: Jonas Ostermann (9), Jan Owczarski (7/4), Jürgen Rothmann (5), Manuel Schrader (4), Johannes Evert (3), Alexander Kurz, Sascha Weidemann (beide 1), Stefan Mittmann, Jan Krüger, Hendrik Peters.
MTV Rohrsen – MTV Harsum 42:36 (22:20).
Der MTV Rohrsen hat gegen Harsum den 13. Saisonsieg eingefahren! In der Halle „Hohes Feld“ gewannen die Gastgeber deutlich mit 42:36 und verbuchten somit zwei wichtige Zähler auf ihrem Konto. „Wir sind superglücklich, dass wir heute die Punkte in eigener Halle behalten konnten“, so der erfreute MTV-Sprecher Vincent Voigt. Mit jetzt 26:10 Punkten liegen Koß und Co. weiter auf dem dritten Tabellenplatz und haben beste Aussichten auf die Relegationsspiele. Harsum erwies sich dennoch - wie befürchtet - als schwerer Gegner. Es entwickelte sich von Anfang an ein ausgeglichenes Spiel. Bis zur 20. Minute begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Nach einem kleinen Zwischenspurt der MTV-Akteure ging Rohrsen daraufhin aber mit 16:12 in Führung. Bis zum Halbzeitpfiff kämpften sich die Gäste allerdings wieder auf zwei Tore heran. Beide Abwehrreihen erwischten heute nicht ihren besten Tag. Auch nach der Pause ging das muntere Tore-Werfen weiter. Die Harsumer fanden währenddessen zurück ins Spiel, drehten den Spieß eine Viertelstunde vor dem Ende sogar herum und übernahmen mit 28:27 die Führung. Danach gingen die Jungs um Spielertrainer Sönke Koß wieder entschlossener zur Sache und sorgten mit fünf Toren in Folge für klare Verhältnisse. In der letzten Viertelstunde verteidigte der Männerturnverein seinen Vorsprung schließlich souverän. „Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer starker Angriffsleistung haben wir heute einen verdienten Sieg eingefahren. Unsere Abwehr war allerdings katastrophal. Unter dem Strich zählen aber die zwei Punkte“, bilanzierte MTV-Sprecher Vincent Voigt. Am nächsten Sonntag steht für die Rohrsener das schwierige Auswärtsspiel bei der Reserve aus Alfeld auf dem Programm.
MTV Rohrsen: Sönke Koß (13), Marc Streuber (10), Sebastian Vollbers (7), Jan Koß (6), Niclas Sterner (3), Philipp Schonat, Björn Scheele, Dennis Werner (je 1).
TV 87 Stadtoldendorf II - TSG Emmerthal II 43:28.
Spielbericht folgt.
Die Sonntags-Partie zwischen
TuS GW Himmelsthür II und TSV Groß Berkel wurde unterdessen
abgesagt. Grund: Ein Rohrbruch in der TuS-Sporthalle. Ein neuer Termin wurde noch nicht bekannt gegeben.
Kommentare