18.05.2026 09:52

Regionsklasse Frauen


HF Aerzen beendet Relegation auf Platz zwei

Carmen Schrader: „Der Traum vom Aufstieg war greifbar nah, doch am Ende fehlte uns die letzte Kraft"
Maike Steup HF Aerzen
Maike Steup (Mitte) und die HF Aerzen mussten sich im Relegationsturnier mit dem zweiten Platz begnügen.
Die Handballdamen der HF Aerzen haben beim Relegationsturnier um einen möglichen Nachrückerplatz zum Aufstieg am Samstag alles gegeben – und standen am Ende dennoch mit leeren Händen da. In einem Turnier mit drei Mannschaften fehlte am Ende ein Sieg zum großen Ziel. Mit 2:2 Punkten belegte Aerzen hinter der SG Misburg III den zweiten Platz. Dabei begann der Tag aus Aerzener Sicht nahezu perfekt.
Starker Auftakt gegen TKJ Sarstedt II

Im ersten Turnierspiel gegen den TKJ Sarstedt II erwischten die HF Handballdamen einen Traumstart. Nancy Macke eröffnete früh die Partie, anschließend sorgte Franziska Krakowski mit mehreren Treffern dafür, dass Aerzen schnell davonzog. Über 0:3, 0:5 und 4:7 kontrollierte die Mannschaft das Spielgeschehen nahezu durchgehend. „Die Defensive arbeitete aufmerksam und vorne wurden die Chancen konsequent genutzt", beschreibt Sprecherin Carmen Schrader das erste Spiel. Gela Steinwedel, Franziska Hubel, Stephanie Danger und später Lena Willmer trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein. „Nach dem Seitenwechsel spielten wir weiter konzentriert, ließen Sarstedt kaum noch näher herankommen und brachten den Vorsprung souverän über die Zeit", so Schrader abschließend. Der verdiente 19:15-Erfolg bedeutete die ersten wichtigen Punkte im Kampf um den möglichen Aufstieg.

Entscheidungsspiel gegen Misburg

Da die SG Misburg III zuvor bereits deutlich mit 24:16 gegen Sarstedt gewonnen hatte, kam es im letzten Turnierspiel praktisch zum direkten Endspiel um den Turniersieg. Dazu Schrader: „Wir hielten lange beeindruckend dagegen". Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie auf Augenhöhe. Stephanie Danger, Franziska Hubel und Franziska Krakowski sorgten immer wieder für den Anschluss, ehe Krakowski Aerzen Mitte der ersten Halbzeit sogar in Führung brachte. Bis zur Pause blieb alles offen. „Auch nach dem Seitenwechsel kämpften wir mit viel Leidenschaft weiter. Selbst als Misburg sich etwas absetzen konnte, gaben wir uns nicht auf. Nancy Macke, Karoline Garvens und Ann-Kathrin Gerjets hielten die Hoffnung am Leben. Doch mit zunehmender Spielzeit schwanden die Kräfte. Das kräfteraubende erste Spiel machte sich bemerkbar, während Misburg seine Chancen konsequenter nutzte", wusste Schrader. Am Ende musste sich Aerzen mit 19:23 geschlagen geben.

„Die Enttäuschung bei uns nach dem Schlusspfiff war groß. Der Traum vom Aufstieg war greifbar nah, doch am Ende fehlte uns die letzte Kraft für die ganz große Überraschung. Trotzdem können wir stolz auf unsere Leistung sein", so Schrader abschließend. Mit Platz zwei verpasste Aerzen zwar den möglichen Nachrückerplatz – bewies aber einmal mehr, welches Potenzial in diesem Team steckt.
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