23.03.2026 09:35

Regionsklasse Damen


Abwehr-Beton und Angriffs-Lust: HF Aerzen zähmt die Gäste aus Barsinghausen

Carmen Schrader: „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung"
HF Aerzen Wurf
Ann-Kathrin Gerjets trug sich am vergangenen Spieltag ebenfalls in die Torschützinnenliste ein.

HF Aerzen - HV Barsinghausen III 24:20 (11:7).

Gegen den HV Barsinghausen III wollten die Handballdamen der HF Aerzen die Niederlage aus der Vergangenheit vergessen machen. Der Start gehörte zwar kurzzeitig den Gästen aus Barsinghausen, doch die Antwort der Gastgeberinnen ließ nicht lange auf sich warten. Nancy Macke erzielte den Ausgleich, bevor Pia Gallo mit gleich mehreren Treffern ein frühes Ausrufezeichen setzte. Gemeinsam mit Franziska Krakowski brachte sie Aerzen schnell mit 5:1 in Führung.
Was in dieser Phase besonders beeindruckte: die Defensive. „Wir standen kompakt, verschoben geschlossen und machten es Barsinghausen schwer, zu klaren Chancen zu kommen. Und wenn doch einmal ein Ball den Weg durch die Abwehr fand, war da immer noch Sabrina Macke im Tor. Mit starken Paraden und großem Einsatz wurde sie zum sicheren Rückhalt – und immer wieder zum Stimmungsbooster für uns“, so HF-Sprecherin Carmen Schrader.

Offensiv blieb es hingegen ein zähes Ringen. „Trotz schöner Treffer von Stephanie Danger und weiteren Toren von Gallo und Krakowski wirkte das Angriffsspiel phasenweise fahrig. Selbst vom Siebenmeterpunkt ließen wir einige Chancen liegen. Doch die Mannschaft blieb ruhig und kämpfte sich durch jede Phase“, erklärte Schrader.

Mit einer 11:8-Führung ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel kam Barsinghausen deutlich stärker zurück. Tor um Tor kämpften sich die Gäste heran und glichen schließlich zum 13:13 aus. „Die Partie wurde intensiver, körperbetonter – eine echte Abwehrschlacht entwickelte sich“, analysierte Schrader diese Phase des Spiels rückblickend.

Doch genau in dieser Phase zeigte sich der Charakter der Aerzener Mannschaft. Schrader fuhr fort: „Krakowski übernahm Verantwortung, verwandelte wichtige Siebenmeter und brachte uns wieder in Führung. Gallo blieb über das gesamte Spiel hinweg eine treibende Kraft im Angriff. Auch Danger setzte wichtige Nadelstiche und traf in entscheidenden Momenten. Unterstützt von Ann-Kathrin Gerjets, die sich trotz vergebener Chancen nicht beirren ließ, sowie Franziska Hubel, die wichtige Akzente setzte, stabilisierte sich das Angriffsspiel wieder.“

Gleichzeitig hielt die Defensive weiterhin stand. Aerzen setzte sich zwischenzeitlich mit 19:14 ab, doch Barsinghausen gab sich nicht geschlagen und verkürzte erneut. In dieser heißen Phase bewies Aerzen Nervenstärke. „Jeder Treffer der Gäste wurde durch Tempo prompt beantwortet. Selbst Unterzahlsituationen überstand das Team mit großem Kampfgeist. Die Abwehr blieb stabil, das Tor wurde weiterhin stark von Sabrina Macke gehütet“, erzählte Schrader und schloss ab: „Als schließlich das 24:20 fiel und die letzten Sekunden herunterliefen, war die Erleichterung riesig. Spielerinnen, Trainerteam und Zuschauer wussten: Das war mehr als nur ein Sieg. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ein Sieg der Defensive. Ein Sieg des Willens. Und vor allem: die verdiente Revanche.“

HF Aerzen: Pia Gallo (9), Franziska Krakowski (7/2), Stephanie Danger (4), Nancy Macke (2), Ann-Kathrin Gerjets (1), Franziska Hubel (1).
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