29.04.2026 09:17

Regionsklasse


Erst „Sonntagsschongang“, dann Vollgas: VfL Hameln III lässt es in Hannover krachen

Timo Berge: „Das war ein netter Sonntagsausflug zu netten Gastgebern. Wir sind in der Liga über alle Berge"
VfL Hameln III Teamfoto Saison 2025_26
Feierten einen Auswärtssieg in Hannover: Der VfL Hameln III. Foto: privat.

HSG Hannover West III – VfL Hameln III 28:44 (11:21).

Am Ende wurde es ein deutlicher Sieg für den Tabellenführer, doch der Beginn verlief unerwartet spannend. Henrik Schrader, Sprecher des VfL Hameln III, fasste den Auftakt wie folgt zusammen: „Am Ende war es dann doch eine klare Angelegenheit, aber der Weg dahin hatte zumindest kurzzeitig etwas von einem kleinen Handball-Märchen.“
Hannover West III startete hochmotiviert in die Begegnung. Schrader beschrieb die Anfangsphase so: „Der Gegner startete frech, bissig und mit dem Motto ‚Warum eigentlich nicht?‘ in die Partie und erwischte uns auf dem falschen Fuß. Während wir noch im Sonntagsschongang unterwegs waren und einige Fehlzündungen sowie technische Fehler einbauten, sammelten die Hausherren fleißig Tore und Motivation ein.“ Die Zuschauer in der Halle rieben sich angesichts des Spielstandes verwundert die Augen, doch die Dominanz des Meisters sollte nicht lange auf sich warten lassen. „Die Wahrheit liegt auf der Platte, und die holte uns irgendwann ein“, so Schrader weiter.

Nach einer kurzen Findungsphase übernahm Hameln ab der 10. Minute das Kommando. Die Mannschaft steigerte das Tempo massiv und demonstrierte ihre Klasse. Henrik Schrader erklärte die Wende im Spiel: „Nachdem die außergewöhnliche Lage in der Heimat geklärt war, haben wir ab der zehnten Minute die Zügel angezogen, vom zweiten in den fünften Gang geschaltet und gezeigt, warum wir die Liga schon vorzeitig für uns entschieden haben.“ Was anfangs wie ein offener Schlagabtausch wirkte, entwickelte sich schnell zu einer einseitigen Partie.

Besonders das Tempospiel der Gäste setzte Hannover West massiv unter Druck. Schrader stellte fest: „Dem hohen Tempo waren die Gastgeber schlicht nicht gewachsen, es ging teilweise deutlich schneller nach vorne, als man es im Vorfeld erwarten konnte.“ In der zweiten Halbzeit ließ der VfL nichts mehr anbrennen. „In der zweiten Hälfte wurde das Spiel dann locker runtergespult“, so der Sprecher. Einziges Manko: „Einziger kleiner Störfaktor aus unserer Sicht war die gefühlt endlose Abpraller-Serie für Hannover West, mit der sie sich noch ein paar extra Tore als Bonuspunkte sicherten.“

Das Endergebnis von 28:44 sprach schließlich eine deutliche Sprache. „Dieses Resultat spiegelt die Kräfteverhältnisse am Ende ziemlich unmissverständlich wider“, bilanzierte Schrader. Der VfL Hameln III verabschiedet sich damit souverän aus der Liga, was bei den anderen Teams auf gemischte Gefühle stößt. Schrader merkte dazu an: „Die Konkurrenz gab offen zu, ganz froh zu sein, wenn wir nächste Saison nicht mehr unsere Kreise in dieser Liga ziehen, denn 44 Gegentore fühlen sich für keinen Gegner gut an.“

Trainer und 7-Meter-Spezialist Timo Berge zum Spiel: „Das war ein netter Sonntagsausflug zu netten Gastgebern. Wir sind in der Liga über alle Berge und können nun wieder alle in unsere Wohnzimmer zurück. Die Zeit haben wir super genutzt – wir haben etwas Anlauf gebraucht, haben dann aber voll überzeugt. Jetzt fiebern wir dem kommenden Wochenende entgegen und wollen unsere Meisterfeier nachholen – bis die Flasche wirklich leer ist. Wir freuen uns schon auf das letzte Spiel am Sonntag, 10.05. um 15:00 Uhr in der Halle Nord gegen Eldagsen und laden hierzu schon mal herzlich ein!“
VfL Hameln III: Niclas Sterner (15), Jannik Henke (9), Lukas Röpke (5), Adam Florczak (5), Henri Manderla (4), Dennis Lüttge (2), Alexander Nitschke (2/1), Jan Krebs (1), Lars Bueker (1).
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