14.04.2026 08:50

Regionsklasse


Trotz „Startproblemen“: Hameln dreht nach der Pause auf

Niclas Sterner: „Die zwei Punkte nehmen wir gerne mit und arbeiten weiter daran, eine perfekte Saison zu spielen"
VfL Hameln III Jubel Mannschaftsbild
Erneut erfolgreich: Die Aufsteiger vom VfL Hameln III.

HF Aerzen - VfL Hameln III 30:43 (17:18).

Der VfL Hameln III hat auch im Derby beim HF Aerzen seine Dominanz unter Beweis gestellt und einen am Ende deutlichen 43:30-Auswärtssieg eingefahren. Allerdings benötigten die Gäste eine komplette Halbzeit, um den Motor richtig auf Betriebstemperatur zu bringen. In der ersten Hälfte lief der Hamelner „Motor“ eher im Schongang – und das lag keineswegs nur an den aktuellen Spritpreisen. Vor allem die Abwehr präsentierte sich phasenweise löchrig wie ein alter Tank, wodurch Aerzen immer wieder zu einfachen Torerfolgen kam. Parallel dazu ließ der VfL im Angriff reihenweise Großchancen liegen. Freie Würfe wurden großzügig verteilt wie Rabattcoupons an der Zapfsäule – nur leider ohne den erhofften Ertrag. So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der ein munter aufspielendes Aerzen den Anschluss hielt und sich nicht abschütteln ließ.
Nach der Pause zeigte sich ein völlig anderes Bild: Hameln schaltete endlich in den „Vollgas-Modus“. Das Tempospiel wurde nun konsequent aufgezogen, wodurch sich die Tore über die erste und zweite Welle häuften. Plötzlich ging es nicht mehr um Effizienz beim Kraftstoff, sondern um das Durchziehen bis zum Anschlag. Auch defensiv legten die Gäste entscheidend nach. Die zuvor noch anfällige Deckung stand nun stabil, packte beherzter zu und zwang Aerzen zunehmend zu schwierigen Abschlüssen. Was in Durchgang eins noch nach einer gemütlichen Sonntagsfahrt aussah, entwickelte sich nun zu einer echten Demonstration auf der Überholspur.

Mit zunehmender Spieldauer machte sich der Klassenunterschied immer deutlicher bemerkbar. Der VfL setzte sich Tor um Tor ab und ließ keinen Zweifel daran, warum der Titel bereits vorzeitig an die Weser gewandert ist. Aerzen musste dem hohen Tempo schließlich Tribut zollen und konnte dem Druck der Gäste nicht mehr dauerhaft standhalten. Am Ende steht ein souveräner 43:30-Erfolg für den VfL Hameln III – ein Sieg, der zwar stotternd begann, aber spätestens in der zweiten Halbzeit mit ordentlich Druck auf dem Gaspedal eingefahren wurde.

„Die zwei Punkte nehmen wir gerne mit und arbeiten weiter daran, eine perfekte Saison zu spielen. Die erste Hälfte vergessen wir aber besser schnell; da haben wir unseren Worten keine Taten folgen lassen. Vor der Pause habe ich teilweise mehr gestanden als ich gelaufen bin – das war eher Stadtverkehr als Tempohandball. In der zweiten Halbzeit ging’s dann endlich auf die Autobahn: Ball nach vorne und einfach durchdrücken. Daran müssen wir nächste Woche anknüpfen!“
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Team AWesA
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