08.12.2025 13:13

Regionsklasse


VfL III siegreich: Zweiter Advent, zwei Punkte, zwei Gesichter

„Ein Spiel mit zwei klaren Unterschieden: Vorne hui, hinten pfui“
VfL Hameln III Teamfoto Saison 2025_26
Der VfL Hameln III. Foto: privat.

RSV Seelze II – VfL Hameln III 30:46 (12:24).

Einen erfolgreichen Auswärtsauftritt absolvierte die dritte Mannschaft des VfL Hameln am vergangenen Abend bei der Reserve des RSV Seelze. Trotz eines dezimierten Kaders setzten sich die Gäste in einer torreichen Partie deutlich mit 46:30 durch.

Die Marschroute in der harzfreien Halle war laut Hamelns Sprecher Henrik Schrader klar definiert: schnelles Umschaltspiel nach vorne und Stabilität in der Defensive. In der Anfangsphase verzeichnete der VfL zwar schnell die gewünschten Ballgewinne, ließ jedoch zunächst die nötige Konzentration bei der Verwertung der Chancen vermissen. Erst im weiteren Verlauf fand das Team seinen Fokus und baute die Führung kontinuierlich aus. Gegen die schnellen Angriffe der Hamelner fanden die Gastgeber kaum Mittel. „Direkt zu Beginn konnten wir die gewünschten Ballgewinne einsammeln – fast wie Schokolade aus dem Adventskalender. Nur leider verwerteten wir sie zunächst ähnlich unkonzentriert, wie wenn man drei Türchen auf einmal öffnet. Doch irgendwann kehrte Besinnlichkeit ein, der Fokus ging an und unsere Führung wuchs stetig“, so Hamelns Sprecher Henrik Schrader.
Weniger zufrieden zeigten sich die Gäste mit der Defensivleistung. Die Abwehr agierte laut Schrader phasenweise zu passiv, sodass der Gegner oft ungehindert zum Torerfolg kam. Dennoch ging der VfL mit einer komfortablen 24:12-Führung in die Pause. Schrader: „Gegen unsere schnellen Angriffe hatte der Gegner kaum Mittel – da brannte bei uns die zweite Kerze aber mal richtig! In der Abwehr hingegen verstanden wir das Thema 'Nächstenliebe' etwas zu wörtlich und haben scheinbar das 'weniger' überhört. So konnte der Gegner seelenruhig an uns vorbeilaufen und Tore werfen. In der Pause haben wir entsprechend energisch über die Abwehr gesprochen – allerdings hatten einige innerlich wohl schon auf Glühwein-Modus umgeschaltet.“

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Während die Hamelner Offensive weiterhin auf Hochtouren lief, blieb die Abwehr lückenhaft. „In der zweiten Hälfte haben wir einfach weiter wie zuvor gemacht: vorne Adventsfeuerwerk, hinten Geschenke kaufen am letzten Tag - pures Adventschaos. Zum Glück reichte Letzteres nicht, um die zwei Punkte zu gefährden", so Schrader.

VfL-Coach Marcel Krüger brachte die Leistung nach dem Spiel auf den Punkt: „„Ein Spiel mit zwei klaren Unterschieden: Vorne hui, hinten pfui. Daran gilt es wieder zu arbeiten. Das Training wird sich nun auf die Abwehr fokussieren, damit wir zum Weihnachtsspieltag am 13.12.2025 sattelfester sind und keine Geschenke mehr verteilen. Positiv zu erwähnen ist, dass sicher jeder an dem prall gefüllten Adventskalender bedienen konnte - alle Feldspieler waren als Torschützen erfolgreich. Das zeigt unseren tollen Teamgeist. Jeder gönnt es dem anderen, das ist wahre Nächstenliebe!“
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