02.10.2026 22:23

Regionalliga


So nah dran: Umstrittene Schlusssekunden verhindern ersten VfL-Punkt

Siegesmund: „Auch wenn 0:10 Punkte alles andere als schön sind, war das heute ein riesiger Schritt nach vorne"
Andreas Lueer VfL Hameln Regionalliga Handball
Andreas Lüer traf für Hameln zum 26:26-Ausgleich.

VfL Hameln – TuS GW Himmelsthür 30:31 (16:20).

In der Regionalliga wartet der VfL Hameln weiter auf die ersten Saisonpunkte, zeigte bei der denkbar knappen 30:31-Heimniederlage gegen den TuS GW Himmelsthür vor heimischer Kulisse jedoch eine beherzte und kämpferisch starke Reaktion. Über ein 2:6 (8.) und 13:17 (25.) lag der VfL bis zum Pausenstand von 16:20 mit vier Treffern in Rückstand. „In der ersten Halbzeit geraten wir ins Hintertreffen, weil wir von außen schlecht schießen und zwei Gegenstöße liegen lassen. Das ist absolut kein Trainingsproblem, sondern reine Kopfsache – das Selbstvertrauen ist aktuell einfach nicht da“, analysierte Hamelns Trainer Marc Siegesmund.

VfL dreht Rückstand
Nach dem Seitenwechsel schien die Partie beim Stand von 18:24 (40.) und 20:25 (44.) bereits vollends zu entgleiten. Doch mit großer Leidenschaft und hohem Tempo kämpfte sich der VfL Tor um Tor zurück in die Begegnung. Ein starker Lauf belohnte die Hamelner schließlich: Andreas Lüer glich zum 26:26 aus (50.), ehe Tim Jürgens die Halle am Eintrachtweg im Anschluss mit dem Führungstreffer zum 27:26 zum Kochen brachte (51.). In der entscheidenden Phase verpassten es die Hausherren jedoch, den Vorsprung auszubauen und ließen freie Gelegenheiten am Kreis ungenutzt.
Siegesmund: „Die Jungs haben das Herz auf der Platte gelassen und in der Abwehr super gekämpft. Wenn du mit fünf Toren hinten liegst und das Spiel drehst, musst du in den entscheidenden Phasen aber auch die Tore machen. Stattdessen haben wir unter Druck Risikobälle gespielt, anstatt die hundertprozentigen Passoptionen zu wählen. Wir hatten von allen Positionen viel Druck auf die Abwehr, da wäre ein sicherer Pass die bessere Wahl gewesen. Aber wie gesagt: Ohne Selbstvertrauen ist es einfach schwieriger.“

Umstrittene Schlusssekunden
Himmelsthür nutzte die kleinen Nachlässigkeiten der Heimelf eiskalt aus, übernahm durch Dennis Bartels kurz vor Schluss wieder mit 31:30 die Führung (59.). In den letzten Sekunden wurde es strittig: Im Sieben-gegen-Sechs-Angriff brach Hamelns Louis Fuhlrott durch und wurde gefoult – der Pfiff der Unparteiischen erfolgte aus Sicht der Hamelner Bank jedoch zu spät bei genau 59:59 Minuten. Nach lautstarkem Protest kassierte Siegesmund selbst noch eine Zwei-Minuten-Strafe. „Aus meiner Sicht wurde da zu spät gepfiffen. Wenn vier Sekunden mehr auf der Uhr bleiben, ist definitiv mehr möglich. So mussten wir es direkt versuchen und das ist einfach ungleich schwieriger“, haderte der Coach, richtete den Blick aber sofort wieder nach vorne: „Auch wenn 0:10 Punkte alles andere als schön sind, war das heute ein riesiger Schritt nach vorne. Mindestens ein Remis wäre vom Spielverlauf absolut verdient gewesen. Nächste Woche fahren wir als Letzter zum Vorletzten HSG Rhumetal. Wenn wir uns auf das besinnen, was wir heute gut gemacht haben, ist dort definitiv der Sieg drin. Das ist unser klares Ziel.“
VfL Hameln: Louis Fuhlrott (9/5), Tim Jürgens (5), Janne Siegesmund (5), Andreas Lüer (4), Benjamin Schieb (4), Paul Nwachukwu Mbanefo (2), Finn Ole Vortmeyer (1).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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